Der „Run“ auf Uran hat voll eingesetzt

Dieses Thema im Forum "Politik, Umwelt, Gesellschaft" wurde erstellt von //john-pro.us\\, 10. September 2007 .

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  1. #1 10. September 2007
    Energie. Die Atomwirtschaft rüstet sich für eine zweite Ausbauwelle von Atomkraftwerken.

    Wer es immer noch nicht glauben wollte, musste sich in den letzten Tagen eines Besseren belehren lassen: Die Renaissance der Atomenergie hat längst eingesetzt. So hat erst am Freitag die slowakische Regierung angekündigt, neben dem Ausbau des AKW Mochovce noch einen gänzlich neuen Atom-Standort (im ostslowakischen Kecerovce) zu begründen.

    Ebenfalls am Freitag hat sich Russland Zugriff auf große Uranmengen in Australien gesichert, um 30 neue Atomreaktoren versorgen zu können. Gleiches hat China vor – und hat sich ebenfalls bereits australischer Unterstützung versichert. Australien verfügt vor Russland und Kasachstan über die größten Uran-Vorräte der Welt.

    Im Hintergrund des AKW-Booms – der nun auch Westeuropa erfasst hat (siehe nebenstehende Artikel) rüstet sich eine Milliarden-Industrie für die „zweite Goldene Ära“ der Atomkraft – nach der ersten Welle in den 1970er- und 80-Jahren. So hat etwa Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy angekündigt, den Atomkonzern Areva mit Eramat (Bergbau), Bouyges (Bau) und Alstom (Anlagenbau) verschmelzen zu wollen. Ziel ist es, schlüsselfertige AKW samt dem kompletten Brennstoff-Kreislauf anzubieten. Gleiches hat Russland vor, das alle relevanten Firmen unter dem Dach der Atombehörde Rosatom verschmelzen will. Auch Japan spielt im Konzert mit: Toshiba hat im Herbst 2006 den US-AKW-Bauer Westinghouse übernommen.

    Einer der größten Treiber hinter der Konsolidierung ist der Zugriff auf Uran. Toshiba hat erst Mitte August Kasachstan an Westinghouse beteiligt, Areva hat Ende Juli den zweitgrößten Uran-Lieferanten der Welt, die kanadische UraMin, übernommen.

    Uran ist knapper denn je. Das zeigt die Preisentwicklung der letzten Jahre: eine Verdopplung
    innerhalb von zwei Jahren (siehe Chart). Den jüngsten Preisrückgang erklären Händler damit, dass die Lieferanten mit Hochdruck an einer besseren Versorgung arbeiten. Mittelfristig werde der Uran-Preis aber auf noch höhere Niveaus steigen, so die Händler.

    Hinter dem Boom wird freilich übersehen, das große Probleme weiter ungelöst sind: vor allem die Endlagerung des Atommülls, aber auch die nach derzeitigem Wissensstand auf 40 Jahre begrenzten Vorräte. Die Öffentlichkeit bleibt vielerorts skeptisch. Dem deutschen AKW-Betreiber sind nach einer Pannenserie 100.000 ihrer Stromkunden abhanden gekommen, sie wechselten zu anderen Anbietern.

    Quelle: diepresse.com
     

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  3. #2 10. September 2007
    AW: Der „Run“ auf Uran hat voll eingesetzt

    nur noch 40 jahre uran? ich denke mal das ist doch ziemlich schlimm. wo soll das hinführen?

    noch 70 jahre bis das erdöl alle ist, noch 40 jahre bis es keine atomkraft mehr gibt und die kohle reicht auch nicht merh lange.

    was soll denn danach werden? keien heizung und nichts mehr. da bekommt man ja echt angst.
     
  4. #3 10. September 2007
    AW: Der „Run“ auf Uran hat voll eingesetzt

    lol 40 jahre nur noch?!
    wie ***** teuer wird das den sein?
    dann wird es so lange es noch uran gibt die atomkraft sau teuer werden und damit auch schon wieda strompreise.... so ein schei...
     
  5. #4 11. September 2007
    AW: Der „Run“ auf Uran hat voll eingesetzt

    die zukunft wird die technologie der wasserstoff-zelle sein. einzigstes bis jetzt ungelöstes problem, die spaltung von h2o in wasserstoff.

    windkraft ist meiner meinung nach nicht konkurenzfähig. sehr wahrscheinlich wird auch die solarenergie ne große rolle spielen.

    und das in 40 jahren schon kein uran mehr da ist scheint die konzerne ja nicht sehr zu intressieren. die haben bis dahin die investitionen schon längst wieder raus, haben kapital angesammelt und können dann in wieder andere technologien investieren.


    mfg
     
  6. #5 11. September 2007
    AW: Der „Run“ auf Uran hat voll eingesetzt

    Nicht die Spaltung ist das Problem sondern die Sicherheit. Man kann Wasser schon in Wasserstoff spalten. Man ist derzeit nur nicht in der Lage, die frei werdende Energie zu nutzen. Die dehnt sich nämlich explosionsartig aus und ist somit ein Sicherheitsrisiko.

    Aber ich stimme dir zu. Das wird wohl die Technologie der Zukunft sein.
     
  7. #6 11. September 2007
    AW: Der „Run“ auf Uran hat voll eingesetzt

    Auf der einen Seite finde ich AKW gut! Das Problem ist eben der Müll der übrig bleibt! Aber deshalb finde ich es gut, dass D sich jetzt schon nach Alternativen in der Energiegewinnung umsieht. Denn wenn es bald kein Uran und Erdöl mehr gibt, werden wir in D mit Sicherheit die Einzigen sein, die ihre Energie aus anderen Methoden holen, die dazu noch umweltfreundlich sind! Da könnten wir dann schon ein Geschäft machen. Wir kennen uns damit aus und können dann überall diese Anlagen installieren und verkaufen!!! Wäre cool!:D =) :D

    MfG
     
  8. #7 11. September 2007
    AW: Der „Run“ auf Uran hat voll eingesetzt

    naja in spätestens 50 jahren müsste man schon komerzielle Fusionskraftwerke bauen können, da sie nur wasser brauchen haben wir fast unendlich viele ressourcen und es entstehen weder abgase noch stark radioaktive endprodukte (halbwertszeit von höchstens 10a). ausserdem sind sie viel sicherer wie atomkraftwerke, sowas wie in tschernobyl kann nicht passieren
     

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