Eine innovative Lösung aus Schottland
Eine schottische Firma namens MiAlgae hat sich auf die Fahnen geschrieben, eine nachhaltige Alternative zu entwickeln. Sie produziert Omega-3-Fettsäuren nicht aus Fischen, sondern aus einem unkonventionellen Rohstoff – Whisky-Abfällen. Der Prozess erfolgt über die Nutzung von Gerstenresten, die bei der Whiskyherstellung anfallen. Diese Rückstände werden oft weggeworfen. MiAlgae hat beschlossen, sie in einen wertvollen Nährstoff umzuwandeln – die Mikroalgen, die diese Omega-3-Fettsäuren liefern.
Der Produktionsprozess von MiAlgae
Die übrig gebliebenen Gerstenkörner dienen als Futter für die Algen. Diese wachsen in eigens dafür entworfenen Fermentationsanlagen. Durch diesen innovativen Ansatz entstehen nährstoffreiche Mikroalgen. Der nächste Schritt ist die Dehydrierung und Verarbeitung dieser Algen. So entsteht eine große Menge an fischfreien Omega-3-Produkten. Diese sind nicht nur für die Ernährung von Haustieren gedacht – auch die Futtermittelindustrie wird versorgt.
Kollaboration und Investitionen
Schnelle modularisierte Produktionszentren. Sie können in der Nähe von Brennereien oder wichtigen Kunden gegründet werden. Das hat zahlreiche Vorteile. MiAlgae kann die Gerstenrückstände effizient sammeln. Ein Lichtblick. Die schottische sowie die UK-Regierung haben in MiAlgae investiert. Drei Millionen Pfund flossen in das Unternehmen, das demnächst eine neue Produktionsstätte eröffnet. Diese wird in Grangemouth angesiedelt sein und soll die Produktion mehr als verzehnfachen.
Ökologische Auswirkungen und Einsparungen
Durch den Umbau des Produktionsprozesses wird sich auch die Ökobilanz erheblich verbessern. MiAlgae gibt an, dass sie bis heute etwa 2,1 Millionen Tonnen CO2-Emissionen eingespart haben. Zudem wurden 639 Millionen Liter Whisky-Abfälle verwendet. Zudem ersetzen ihre Produkte die Notwendigkeit von 1,6 Millionen Tonnen Wildfischen. Mit dieser innovativen Methode könnte MiAlgae bis zu sechs Milliarden Fische jährlich retten. Dies könnte einen wichtigen Beitrag zum Schutz der überfischten Bestände leisten.
Fazit – Ein Blick in die Zukunft von Omega-3
Die Zukunft der Omega-3-Fettsäuren scheint vielversprechend. Nachhaltige Lösungen, wie die von MiAlgae, könnten die Gesundheitspraktiken revolutionieren. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Markt entwickeln wird. Doch eines steht fest. Der Bedarf an alternativen Proteinquellen ist unbedingt erforderlich. Und die Chancen stehen gut, dass Whisky-Abfälle zu einem der wertvollsten Rohstoffe des 21. Jahrhunderts werden.