E.ON will Kohlekraftwerk auf Weltreise schicken

Dieses Thema im Forum "Politik, Umwelt, Gesellschaft" wurde erstellt von -sniper-, 17. Januar 2008 .

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  1. #1 17. Januar 2008
    Logistischer Wahnsinn oder zwingende Notwendigkeit? Der Energiekonzern E.ON AG baut ein neues Steinkohlekraftwerk in Datteln (Nordrhein-Westfalen) und verschifft dazu 4000 Tonnen Material nach China. Dort werden die Einzelteile zusammengebaut und dann wieder nach Deutschland zurück gebracht. Umweltschützer schlagen Alarm und sprechen von "ökologischem Wahnsinn".

    Transportkosten bis zu 40 Millionen Euro geschätzt
    E.ON begründet die weite Reise der Kraftwerksteile damit, dass es in Europa keine kompetenten Kesselbauer mehr gebe. Kraftwerksbau fand hier in den letzten Jahren nahezu nicht mehr statt, es gebe keine Anbieter mehr, die entsprechende Qualität liefern können. "China verfüge inzwischen beinahe über eine Monopolsituation", teilte ein E.ON-Sprecher mit. Alleine 2000 Tonnen Material gehen vom Duisburger Hafen aus nach China, die andere Hälfte wird von Japan aus nach Shanghai angeliefert. Dort hat der weltgrößte Kesselfertiger Boilerworks seinen Firmensitz, der die Großdampfanlagen zusammenbaut. Die Kosten für den Mega-Transport sollen sich nach Angaben eines Sprechers der mit dem Kesselbau beauftragten Hitachi Power Europe GmbH auf bis zu 40 Millionen Euro belaufen.

    Umweltschützer kritisieren gigantischen Aufwand
    Umweltverbände kritisierten den gigantischen Aufwand, der betrieben wird, um in Datteln ein aus ihrer Sicht umstrittenes Kraftwerk entstehen zu lassen. "Unter ökologischen Gewichtspunkten ist das ein Wahnsinn", teilte der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) mit. Der Sprecher der Grünen in Nordrhein-Westfalen, Reiner Priggen, äußerte sich ebenfalls kritisch zu dem Projekt. "Es ist hochgradig unvernünftig, solche Kessel quer durch die ganze Welt zu schicken", sagte er.

    Geförderte Klimaschutzforschung
    Unterdessen veröffentlicht E.ON auf seiner Website eine Pressemitteilung, in der die Entwicklung klimafreundlicher Kraftwerkstechnik angekündigt wird. Man wolle gemeinsam mit Siemens an kostengünstigen und effizienten Methoden zur CO2-Abscheidung arbeiten, heißt es in der Mitteilung. Die neu entwickelten Verfahren sollen nicht nur bei Kraftwerksneubauten zum Einsatz kommen, sondern auch für die Nachrüstung in Bestandsanlagen geeignet sein, heißt es weiter. Das Vorhaben wird vom Bundeswirtschaftsministerium für Wirtschaft gefördert

    Quelle

    Als Kunde von E.ON muss man sich doch verars*** fühlen. Der Konzern hat Gewinne in Milliarden höhe eigenommen. Trotzdem erhöht man traditionell, wie jedes Jahr, drastisch die Strompreise.
    Und jetzt das: ein unsiniger Transport, der 40 Mio. € kostet. Ich glaube nicht das man aufgrund der natürlich günstigen Produktionskosten in China, die Kosten für den Transport decken kann.

    Da ich leider noch Kunde von E.ON bin habe ich mich mal informiert, wie viel Geld ich mit einem
    Wechsel zu einem "Billigstromanbiter" sparen kann. Bei 4000 KW/h sind das ~230 € im Jahr.
    HIER könnt ihr mal ausrechnen, wie viel Geld ihr sparen könntet.
     

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  3. #2 18. Januar 2008
    AW: E.ON will Kohlekraftwerk auf Weltreise schicken

    Und warum? Weil es einfach billiger ist..

    Andere Frage: Kann man überall zu Deutschland zu jedem Anbieter wechseln? Wenn man zb in Berlin wohnt (Vattenfall) kann man auch Strom von EnBW (BaWü) beziehen?
     
  4. #3 19. Januar 2008
    AW: E.ON will Kohlekraftwerk auf Weltreise schicken

    Die würden das ja nicht machen, wenn sich das nicht rentieren würde. Und die Qualität ist durchaus ein Argument.
    Die Grünen sollen erstmal die Klappe halten und nicht mehr so contraatomkraft sein. Da hätten wir spitzen Leute und Qualität direkt vor Ort mit ausreichend Sicherheit und der CO2 Ausstoß ist äähm 0??
    Nunja, meine Meinung: Ich finde es generell unsinnig noch Kohlekraftwerke zu bauen, da sie voll die Umwelt verpester sind. Aber alternative Energien reichen nicht aus und da muss man auf sowas zurückgreifen. Schöner Schuss in den Ofen mit dem Atomausstieg..
    Lg
     

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