Entwicklung: Medikate die HIV vor inkubation bekämpfen

Dieses Thema im Forum "Wissenschaft & Forschung" wurde erstellt von reQ, 21. Oktober 2013 .

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  1. #1 21. Oktober 2013
    UGA Forscher entwickelt neue Medikamente, die HIV bekämpfen, bevor es mit der menschlichen DNA reagiert.

    Athen - 34 Millionen Menschen leben mit dem humanen Immundefizienz-Virus, oder HIV, und jedes Jahr weltweit rund 2,5 Millionen mehr infiziert, nach der World Health Organization.


    weiterlesen... UGA researcher develops new medicine that attacks HIV before it integrates with human DNA | UGA Today

    werde das thema weiter verfolgen, mal schauen was aus der testphase wird. ich würds ja toll finden, wenn sich sowas durchsetzt und taugt, ohne nebenwirkungen und für jeden erschwinglich... das wäre mal eine kleine revolution.
     

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  3. #2 21. Oktober 2013
    AW: Entwicklung: Medikate die HIV vor inkubation bekämpfen

    Klingt prinzipiell gut, aber es gab schon viele Ansätze, aus denen am Ende nichts geworden ist.

    Die Probleme sind ja klar: zum einen, was verdient die Pharmaindustrie an einem solchen Impfstoff und ist sie bereit, die entsprechenden Gelder für die Entwicklung und Herstellung bereitzustellen?

    Und vor allem: kann ein solches Mittel die Probleme die mit HIV vor allem in Entwicklungsländern vorherrschen lösen? Meiner Meinung nach nicht, denn dazu wären breitangelegte Massenimpfungen notwendig, die wohl kaum jemand wird bezahlen und durchführen wollen.

    Und dann kommen natürlich noch die Spinner die meinen, Impfungen seien Teufelswerk des pösen Staates...

    wie auch immer: jeder Fortschritt ist ein Erfolg, aber leider würde ein solches präventives Mittel wohl eher die Probleme mit HIV in den Industrienationen lösen, wo die Infizierten heutzutage durch entsprechende Medikamente ohnehin schon ein relativ normales Leben führen können. Dort, wo die wirklichen Probleme mit HIV vorherrschen, wird ein solches Mittel vermutlich keine wirklichen Probleme lösen können, wenn es überhaupt jemals dort hingelangen sollte.
     
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  4. #3 6. November 2013
    Zuletzt bearbeitet: 6. November 2013
    AW: Entwicklung: Medikate die HIV vor inkubation bekämpfen

    Nur um das mal klarzustellen, da mein Vorredner das anscheinend falsch verstanden hat.
    Es handelt sich hierbei nicht um einen Impfstoff.
    Es handelt sich um ein Medikament. Und um eine Infektion mit HIV zu verhindern müsste man es regelmäßig (präventiv) einnehmen.
    (steht nicht im Artikel, aber ist anzunehmen. Hab auf die schnelle nicht das Originalpaper gefunden)
    Und weil es unwahrscheinlich ist, dass jeder so einen Integraseblocker nimmt, wird im Artikel auf folgendes gesagt:
    Ich will die Entdeckung nicht schlecht machen, aber so eine Sensation ist es leider dann doch nicht. Es wurde nur ein Stoff gefunden, der die Integrase hemmt und anscheinend für den Mensch verträglich ist.
    Das Problem was es schwer macht einen HIV Impfstoff zu entwickeln, ist, dass HIV-1 extrem stark mutiert. Man findet in einem Patienten schon soviele verschiedene verschiedene virionen, dass es eben schwer wird etwas geziehltes zu entwickeln.
    Deshlab untersucht man eben die konservierten Bereiche auf den Proteinen, da diese ja offensichtlich eine wichtige Funktion haben müssen.

    e\\
    hier sind noch ein paar weitere paper von dem kerl:
    Approaches to the synthesis of a novel, anti-HIV active integrase inhibitor.
    Discovery of a Potent HIV Integrase Inhibitor that Leads to a Prodrug with Significant anti-HIV Activity.
     
  5. #4 7. November 2013
    AW: Entwicklung: Medikate die HIV vor inkubation bekämpfen

    Es handelt sich hier um eine Unterdrückung der Integrase, einem Enzym das die genetische Information des HIV in die menschliche Zelle einbaut. Ist dieser Schritt der Integration passiert wird die Zelle neue HIV produzieren und startet somit eine Art Schneeballsystem.

    Das oben beschriebene Medikament verhindert den Einbau und damit den "point of no return". Daher würde ich jetzt spontan sagen, dass eine lebenslange Einnahme nicht notwendig ist, sondern nur im Falle eines akuten Infektionsrisiko - z.B. bei Neugeborenen mit HIV positiver Mutter, eben so lange wie die maximale Länge des Überlebens einzelner HIV im Körper.
    Aber wissen tue ich es auch nicht. ;)
     
  6. #5 8. November 2013
    AW: Entwicklung: Medikate die HIV vor inkubation bekämpfen

    Mit "point of no return" ist gemeint, dass man, sobald man einmal infiziert ist und das HIV-genom in Deines eingebaut wurde man, man keine Möglichkeit mehr hat den Patienten zu heilen. Er wird immer HIV-infiziert bleiben.
    Da man eine Infektion allerdings in den meisten Fällen erst zu spät bemerkt, müsste man das Medikament präventiev einnehmen, um eine Infektion zu verhindern.
    So ist es aber auch nicht gedacht. Es ist gedacht um die weitere Verbreitung der Viren zu erschweren, und somit die Lebensdauer der infizierten zu erhöhen.

    Hab grad kein zugriff aud die paper, vielleicht überflieg ich sie am WE mal.

    (ich kenn mich ganz gut damit aus, mache zur zeit ein mastermodul in der virologie in der HIV arbeitsgruppe, falls noch weitere fragen offen sind)
     
  7. #6 8. November 2013
    AW: Entwicklung: Medikate die HIV vor inkubation bekämpfen

    Ist so aber auch nicht korrekt, denn prinzipiell würden die Integrasehemmer auch nach einer Infektion wirksam sein und eine Bekämpfung ermöglichen. Infizierte Zellen werden so oder so vom Körper unschädlich gemacht, das zeigen Studien dazu. Heißt der Körper bekämpft die Infektion in einem infizierten Menschen, nur er übernimmt sich irgendwann damit. Das ist ja die Problematik, wenn man aber durch Integrasehemmer grundsätzlich eine Hemmung erzeugen kann, dann wären die Virionen die vom Körper selbst produziert würden auch nicht mehr infektiös.
     

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