Grüne fordern schärfere Vorschriften für Lasergeräte

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von xxxkiller, 26. Januar 2007 .

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  1. #1 26. Januar 2007
    Angesichts neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Gesundheitsgefährdung durch Toner-Staub haben die Grünen im Bundestag schärfere Vorschriften für Laserdrucker und Laserkopierer gefordert. Sie reagierten damit auf Zwischenergebnisse einer Studie, die das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bekannt machte. Für die Studie hatte das Gießener Institut für Innenraum- und Umwelttoxikologie erstmals unter realen Arbeitsbedingungen bundesweit verschiedenste Staub- und Schadstoffbelastungen in 63 Büros gemessen. Die Interessengemeinschaft Tonergeschädigter schloss sich den Forderungen der Grünen an.

    Die millionenfach und inzwischen auch schon in Kinderzimmern eingesetzten Laserdrucker stießen hochgiftige "Geschosse" aus, sagte der selbst betroffene Gründer der Interessengemeinschaft, Hans-Joachim Stelting. Es sei "ein Skandal", dass die seit 1992 bekannten Probleme der Toner über Jahre ignoriert worden seien. Die umweltpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Sylvia Kotting-Uhl, erklärte, es bestehe zwar noch ein erheblicher Forschungsbedarf. Die bisherigen Erkenntnisse reichten aber aus, um ein sofortiges Einschreiten des Gesetzgebers zu rechtfertigen.

    Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin, das die Gießener Studie in Auftrag gegeben hatte, teilte mit, die Ergebnisse lägen weitgehend "unterhalb von Werten, die gesundheitlich bedenklich sind". Lediglich bei feinsten Stäuben bestehe noch Klärungsbedarf.

    Der Leiter der Studie, der Gießener Toxikologe Volker Mersch-Sundermann, sagte der "Frankfurter Rundschau", die Ultrafeinstäube würden beim Start des Druckers schlagartig in den Raum geblasen. Diese könnten über die Lunge bis in die Blutbahn vordringen. "Die Zusammensetzung bereitet uns mehr Sorge als die hohe Konzentration", sagte Mersch-Sundermann. Bei den gesundheitlichen Folgen gehe es weniger um die Akutreaktionen, sondern eher um mögliche chronische Folgen. Versuche mit Lungenzellenkulturen hätten gezeigt, dass direkter Kontakt mit Toner-Staub die Erbsubstanz beschädige und das Tumorrisiko erhöhe.

    BfR-Sprecherin Irene Lukassowitz sagte dazu, Mersch-Sundermann habe dies bei seiner Präsentation der Zwischenergebnisse in Berlin "nicht vorgetragen". Vielmehr habe er erklärt, eine gesundheitliche Bewertung der ultrafeinen Stäube stehe noch aus. Dazu wolle das Gießener Institut voraussichtlich Ende Februar die Ergebnisse der Untersuchungen bei den betroffenen Büro-Mitarbeitern vorlegen.

    Toner-Staub steht seit Jahren im Verdacht, unter anderem chronisches Asthma und allergische Hautreaktionen auszulösen. Die Interessengemeinschaft Tonergeschädigter geht von bundesweit Hunderttausenden Betroffenen aus.

    Quelle: yahoo.de
     

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