Hightech-Paradies Estland lässt EU alt aussehen

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von xxxkiller, 4. August 2007 .

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  1. #1 4. August 2007
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    "Selbst im Plattenbau trifft man überall auf das @-Symbol"

    Tallinn (pts) - Seit der Wiedergewinnung der Unabhängigkeit im Jahr 1991 hat sich Estland zu den IT-Vorzeigestaaten der EU entwickelt. So verfügt das Land nicht nur über eine ausgezeichnete Internet-, WLAN- und Mobilfunkinfrastruktur, sondern dient auch als Entwicklerschmiede für ITK-Pioniere wie Skype. Im Februar 2007 machte Estland Schlagzeilen, als es als erstes Land der Welt die elektronische Stimmabgabe bei einer Parlamentswahl erlaubte. Legendär sind auch die Anordnungen, dass jeder Ort zumindest einen öffentlichen Internet-Hotspot haben muss sowie die Einführung eines eigenen Klammeraffen-Verkehrszeichen, das diese Zugangspunkte ausweist.

    "Das IT-Phänomen zieht sich in Estland flächendeckend bis in die kleinste Gemeinde an der russischen Grenze. Selbst in maroden Plattenbausiedlungen trifft man meist irgendwo auf das eingeführte @-Symbol, das auf den nächstgelegenen Internet-Zugang hinweist", erklärt Klaus Schameitat, Autor des Reiseführers "Estland entdecken" Home - Trescher Verlag , auf Nachfrage von pressetext. Den Technologie-Boom des Landes erklärt der Estland-Experte unter anderem mit der politischen und wirtschaftlichen Orientierung Estlands am sprachlich wie kulturell nahe stehenden Finnland. Neben der innovationsfreudigen Mentalität der Esten sieht Schameitat auch das in Sowjetzeiten schlecht ausgebaute Festnetz als indirekten Grund für die kabellose Rundum-Kommunikation. "Da wurde der Ausbau der Festnetzinfrastruktur einfach übersprungen und direkt in WLAN und Mobilfunknetze investiert", so Schameitat.

    Die Nähe zu Finnland wertet auch e-Voting-Experte Robert Krimmer e-voting.cc als wichtigen Grund für die Technologiefreundlichkeit des Landes. "Estland hatte wie die anderen baltischen Staaten nach der Unabhängigkeitserklärung mit einer Identitätskrise zu kämpfen. Angeregt durch den Internet-Boom in Finnland und die Akzentsetzungen der sehr jungen Politikerriege hat sich das ganze Land schließlich über seine Technologieoffenheit definiert", so Krimmer im Gespräch mit pressetext. Bei der Umsetzung des e-Votingvorhabens sei dem Land aber auch die sehr junge und flexible Verfassung zugute gekommen. Auf die Bedürfnisse der beinahe 30 Prozent verbleibenden russischen Minderheit wurde dabei nicht Rücksicht genommen. Die e-Voting-Möglichkeit wurde nur in estnischer Sprache angeboten.

    Neben der e-Votingmöglichkeit ist jeder Este zudem in Besitz einer elektronischen Bürgerkarte, die als Personalausweis mit einer digitalen Signaturmöglichkeit ausgestattet ist. So verwundert es kaum, dass die Esten mittlerweile rund drei Viertel ihrer Bankgeschäfte online abwickeln. Dass das Phänomen allerdings ausschließlich im Zuge der eigenen Identitätsfindung entstanden ist, bezweifelt wiederum der in Tallinn beheimatete Skype-Entwicklerchef Ott Kaukver Skype - Free internet calls and online cheap calls to phones and mobiles im pressetext-Interview: "Schon während Sowjetzeiten waren die Top-Ingenieure des Landes in Estland vorzufinden. So war etwa das Forschungszentrum für Kybernetik der UdSSR hier in Tallinn angesiedelt, in dem unter anderem im Jahr 1986 der erste Sowjet-PC entwickelt wurde."

    Die besondere Situation beim Wiederaufbau des Landes hat Kaukver zufolge das Seinige zum Erfolg estnischer IT-Entwickler beigetragen. "Nach dem Ende der Sowjetunion waren unsere Ressourcen natürlich sehr limitiert. Um einen Job bzw. eine Aufgabenstellung dennoch zu erfüllen, muss man folglich viel kreativer ans Werk gehen als wenn man viele Fachkräfte und finanzielle Mittel zur Verfügung hat", erklärt Kaukver. Diese frühen Überlebensstrategien beim Wiederaufbau des Landes kämen den estnischen IT-Spezialisten immer noch zugute. "Ich glaube, wir denken immer noch ein wenig anders, wenn wir an die Lösung eines Problems herangehen. Und das ist oftmals sicherlich kein Nachteil", so der Skype-Entwickler gegenüber pressetext.

    Quelle: yahoo.de
     

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  3. #2 4. August 2007
    AW: Hightech-Paradies Estland lässt EU alt aussehen

    Ich finde das richtig.
    Das ist die Zukunft und man sollte sich nicht dagegen wehren, sondern es unterstützen.

    Wie man sieht, boomt dort die IT-Industrie!
     
  4. #3 4. August 2007
    AW: Hightech-Paradies Estland lässt EU alt aussehen

    Omg das hätt ich mal nicht gedacht !

    Da ist Estland aber richtig weit vorner in der EU... das find ich unglaublich ;)

    Da sollte sich Deutschland und co ein Beispiel drann nehmen !
     
  5. #4 4. August 2007
    AW: Hightech-Paradies Estland lässt EU alt aussehen

    das is ja mal hammer geil...

    währe schön wen sowas in de auch kommt.... den die meisten handys heutzutage ham schon w-lan und dan kan man von überall aus seine busss verbindung checken oder so... währe also sehr praktisch
     
  6. #5 4. August 2007
    AW: Hightech-Paradies Estland lässt EU alt aussehen

    Tach,

    also ich find das echt klasse,
    wie sich ein land so schnell zum positiven mausern kann ^^
    also so n @ zeichen [Schild] bei uns wäre ja auch ulkig xD

    Aber das müssten die nur noch besser ausbauen dann
    wäre das für alle dort geradezu perfekt...
    Und das e-voting in estnisch nur anzubieten is nur richtig,
    da das land unabhängig ist und nicht russisch...
    muss man eben die sprache lernen ^^
    wie in jedem land in dem man lebt ^^
     
  7. #6 4. August 2007
    AW: Hightech-Paradies Estland lässt EU alt aussehen

    Estland ist ja auch ein kleines Ding.

    Wahrscheinlich hätte ein sehr reicher Mensch wie Gates oder Slim genau Geld um das ganze Land auf den technisch neusten Stand zu bringen...
     
  8. #7 4. August 2007
    AW: Hightech-Paradies Estland lässt EU alt aussehen

    jo muss schon geil kommen in der bahn oder im taxi im zentrum mal eben mim notebook zu zocken oder zu racen :D

    aber hätte auhc net gedacht, das ein land der ehem. UdSSR, wo es den meisten eher schlecht geht.

    doch fast überall, oder zumindest an wichtigen punkten, relativ teure technik für jedermann zur verfügung stellt. und das scheinen ja nicht gerade wenige plätze zu sein.

    auch wenn es, so wie ich es verstanden habe, (bis jetzt) nur die Hauptstadt Tallinn ist.

    congrats to .ee ^^
     
  9. #8 4. August 2007
    AW: Hightech-Paradies Estland lässt EU alt aussehen

    Ach ja. Meine gute alte Heimat. Das es dort in jedem Dorf High-Speed Internetzugang gibt stimmt. Ich hab mich schon vor einigen Jahren gewundert wie mein Cousin es schafft mir mit 90kb/s Fotos über ICQ zu schicken als ich nur einen Upload von 23-25kb/s hatte. Leider wird auch in diesem Bericht kaum erwähnt das russische Mitbürger sehr stark unterdrückt werden. Was den Menschen gegenüber wirklich nicht korrekt ist.

    Was in dem Bericht nicht vorkommt ist das man in Tallinn das Parkticket für sein Auto nicht am Automat kauft wie hier in Deutschland, sondern per SMS bestellt. Also auf jedenfall ist das Tallinn eine Reise wert. Und wenn man schon dort ist kann man gleich mit der Fähre mal schnell nach Helsinki/Finnland fahren. Kostet nicht viel und geht auch schnell.
     
  10. #9 4. August 2007
    AW: Hightech-Paradies Estland lässt EU alt aussehen

    Naja meiner Meinung nach ist es auch in Deutschland kein Problem jeder Stadt einen W-Lan Hotspot vorzuschreiben und diesen ausschildern zu lassen, die deutsche Regierung kümmert sich einfach nicht so darum wie Estland. Deutschland ist super im Export und anderen Sachen, Estland setzt halt auf einen modernen Staat.
     

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