Kölner Studenten beschließen Boykott von Studiengebühren

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von xxxkiller, 5. Juni 2007 .

  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  1. #1 5. Juni 2007
    Köln (ddp-nrw). «Mucken statt Ducken» und «Mut zur Opposition» - die Parolen auf großen Stofftüchern an den Gebäuden der Kölner Universität kündigen es schon seit Wochen an: Der Kampf der Studenten gegen die Studiengebühren geht in die nächste Runde. Ab Montag (4. Juni) soll durch eine solidarische Zahlungsverweigerung ein weiterer Versuch gestartet werden, die im Oktober 2006 eingeführten Studiengebühren wieder abzuschaffen. Dafür ruft ein offener studentischer Arbeitskreis die Studenten in Köln von 500 Euro nicht an die Universität, sondern auf ein speziell für den Boykott eingerichtetes Treuhandkonto zu überweisen.

    «Viele Studenten sind aufgrund der hohen Gebühren frustriert. Dass sich durch unsere Beiträge in nächster Zeit die Situation an der Universität verbessert, ist reine Illusion», erklärt der Sprecher des Arbeitskreises Studiengebührenboykott, Peter Förster. Er betont: «Die nordrhein-westfälische Landesregierung forciert mit der Einführung von Studiengebühren die Privatisierung der Bildungskosten. Diese Politik bedeutet einen gesellschaftlichen Rückschritt, den wir nicht hinnehmen werden.»

    Ziel der Boykott-Aktion ist den Angaben zufolge, dass mindestens ein Viertel der Kölner Studenten die Gebühren für das kommende Wintersemester nicht an die Universität überweist. «Wenn 10 000 Studierende die 500 Euro anstatt an die Universität auf ein Treuhandkonto einzahlen, ist das Studiengebührengesetz nicht mehr umsetzbar, denn die Uni müsste dazu auf einen Schlag ein Viertel ihrer Studenten exmatrikulieren. Dies ist wohl politisch nicht möglich», spekuliert Förster.

    Als juristischen Berater haben sich die Studenten den Kölner Rechtsanwalt Detlef Hartmann ins Boot geholt. «Die Studierenden nehmen ihr Recht zur freien Meinungsäußerung und das Recht einer politischen Auseinandersetzung mit dem Thema Studiengebühren wahr. Wird das Quorum von 10 000 Studenten tatsächlich erreicht, muss sich die Regierung öffentlich für ihr Gesetz rechtfertigen, und es könnte neu verhandelt werden», sagt Hartmann.

    Gleichzeitig macht er jedoch auch auf die Risiken des Boykotts aufmerksam: «Die Universität kann natürlich mit einer Exmatrikulation derjenigen Studenten drohen, die die Gebühren nicht fristgerecht gezahlt haben. Dadurch kann ein Gegendruck ausgeübt werden, der Studierende von einer Teilnahme an der Kampagne abhalten kann.»

    Nach Angaben von Patrick Schnepper vom Allgemeinen Studierenden Ausschuss (AStA) der Universität Köln ist die Gefahr der Exmatrikulation auch der Grund, warum sich der AStA nicht an der Aktion beteiligen wird: «Aufgrund des Risikos, exmatrikuliert zu werden, ist es sehr schwierig, Leute zu motivieren, 500 Euro auf ein anderes Konto zu überweisen." Zwar sei eine Exmatrikulation von 10 000 Studenten in der Tat undenkbar, aber eine solch hohe Boykottbeteiligung halte er für vollkommen unrealistisch, zumal der AStA bislang auch kein größeres Interesse unter den Studenten an der Aktion habe ausmachen können.

    Ein hohes Risiko sieht Peter Förster bei dem Boykott allerdings nicht: «Wir boykottieren die Gebühren von 500 Euro, der Semesterbeitrag wird dagegen gezahlt, um deutlich zu machen, dass wir weiter studieren wollen.» Zeichne sich fünf Tage vor Ablauf der Zahlungsfrist ab, dass das Quorum von 10 000 Studierenden nicht erreicht werde, so wolle man die Gebühren rechtzeitig an die Universität überweisen, hieß es.

    Die Universität sieht dem Boykott bislang «sehr gelassen» entgegen. «Es ist durchaus legitim, dass die Studenten ihren Protest gegen die Gebühren formulieren. Doch auch bei einem früheren Boykottversuch wurde das Quorum nicht erreicht, deshalb werden wir Ruhe bewahren und zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Gegenmaßnahmen treffen», erklärt der Pressesprecher der Kölner Universität, Patrick Honecker.

    Doch auch wenn das Quorum nicht auf Anhieb erreicht werde, wolle man im kommenden Semester einen neuen Versuch starten, teilt der Arbeitskreis Studiengebührenboykott mit.

    Quelle: yahoo.de
     

  2. Anzeige
    Dealz: stark reduzierte Angebote finden.
  3. #2 5. Juni 2007
    AW: Kölner Studenten beschließen Boykott von Studiengebühren

    Weiß nicht, ob das so viel bringen wird. Kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Allerdings ist es echt schwer die 500€ / semester aufzurappen. Dazu kommen noch die ganzen Materialien, die man braucht.

    Zum glück hab ich noch ein Jahr zeit zum Sparen :D

    MfG
    mogstabrezn
     

  4. Videos zum Thema
Die Seite wird geladen...
  • Annonce

  • Annonce