Macht die KI mehr Arbeit statt weniger?

Eine neue Studie zeigt Erstaunliches. Künstliche Intelligenz, oftmals als Entlastung für die Arbeitskraft von Menschen gepriesen, macht nicht weniger, sondern mehr Arbeit. Der Grund dafür liegt in der schleichenden Verdichtung der Arbeit. Das hat Folgen für die Beteiligten. Dabei waren die Versprechungen der Industrie zunächst groß. Künstliche Intelligenz (KI) sollte hauptsächlich jene Routineaufgaben übernehmen, die Menschen zumeist langweilen, und so Freiraum für kreatives Denken schaffen. Doch die neue Langzeitstudie eines Technologieunternehmens aus den USA unter 200 Mitarbeitern zeigt das Gegenteil auf.

Macht die KI mehr Arbeit statt weniger?

16. Februar 2026 von  
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Die künstliche Intelligenz ist bereits in vielen Branchen angekommen.

Mehr Tempo und mehr Arbeit


Wer die KI in seiner Arbeit nutzt, arbeitet nicht weniger, sondern mehr. Diese Mitarbeiter haben ihr Arbeitstempo beschleunigt und übernehmen mehr Aufgaben als früher. Damit nicht genug, verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeitszeit und Freizeit noch stärker als ohnehin schon. Dies passiert sogar, ohne dass der Arbeitgeber dies verlangen würde. Damit hat jener Trend, der durch die Veröffentlichung von ChatGPT vor rund drei Jahren ausgelöst worden war, neuerlich das Arbeitstempo beschleunigt. Der Druck auf die Mitarbeiter wurde also verstärkt, statt verringert. Die Ergebnisse der Studie stammen aus dem Vorjahr. Diese wurde von April bis Dezember durchgeführt. Basis waren nicht nur Beobachtungen vor Ort, sondern auch Interviews mit den Betroffenen und eine Auswertung der firmeninternen Kommunikation. Dabei zeigten sich verschiedene Muster.

Jeder macht alles


So begann sich die Arbeit für die Mitarbeiter schleichend auszuweiten. Das Erstaunliche dabei war, dass plötzlich alle Beschäftigten damit begannen, alle Arbeiten zu erledigen. Dies geschah in teilweise völlig anderen Bereichen als in jenen, in denen sie zuvor tätig gewesen waren. Was zuvor ausgelagert oder gemieden wurde, erledigten die Mitarbeiter mit Unterstützung der KI selbst. Diese Aufgaben waren plötzlich machbar, viele empfanden diese Möglichkeiten sogar als bereichernd. Das führte zwangsläufig zu Kosteneinsparungen, weil der Verantwortungsbereich des Einzelnen anwuchs. Allerdings litten gleichzeitig auch die bestehenden Aufgaben unter dem Arbeitsanstieg. Mitarbeiter überprüften mithilfe von KI die Ergebnisse von Kollegen und korrigierten diese.

Weniger Pausen, die Erholung fehlt zunehmend


Eine weitere Entwicklung, die von den Studienautoren aufgedeckt wurde, ist der Rückgang der Pausen. Die Grenzen zwischen Arbeit und Erholung beginnen verstärkt zu verschwimmen. Die Beschäftigten begannen verstärkt, in ihren Pausen neue Anweisungen (Prompts) an KI-Tools zu formulieren, damit diese während der Pause arbeiten konnte. Das führte in der Folge dazu, dass die Unterbrechungen des Arbeitsalltags immer geringer wurden. Die Mitarbeiter stellten in den Befragungen fest, dass dies ihrer Erholung schadet.

Multitasking wird zum Standard


Schließlich hat der Einsatz von KI-Tools den Arbeitsalltag beschleunigt. Das führt zwangsläufig zu mehr Erschöpfung. Multitasking wird zum Standard, denn die Beschäftigten arbeiten zumeist an mehreren Arbeitssträngen gleichzeitig. Während sie manuell einen Code verfassten, arbeitete die KI bereits an einer Alternative. Aufgeschobene Arbeit wurde mit Unterstützung der KI ebenso erledigt, wie parallel laufende Aufgaben. Dies stützte zwar die Produktivität, führte jedoch zu verstärkter Erschöpfung bei den Angestellten. So beschleunigten sich die Arbeitsabläufe, jedoch nicht immer zum Vorteil aller Beteiligten. Gleichzeitig wuchs die Liste offener Punkte, obwohl die Erwartungen an das Arbeitstempo ebenfalls zunahmen. So entstand ein sich selbst verstärkender Kreislauf. Weil die KI die Arbeit beschleunigte, wuchsen auch die Erwartungen. Das machte die Mitarbeiter verstärkt von der KI abhängig und führte zu höherem Tempo und einer Verdichtung der Arbeit.

Branchen setzen KI als Turbo ein



Ähnliche Entwicklungen kann man in vielen Branchen beobachten. Online Casinos setzen schon lange auf die Kraft Künstlicher Intelligenz, um ihren Betrieb zu optimieren. Die KI sammelt nicht nur Daten und überwacht den Datenverkehr, sondern sorgt mit ihren Analysen auch für mehr Personalisierung und Kundebindung. Die Plattform Casino.at untersucht die besten Betreiber und hebt im Zuge von Tests, deren Fähigkeiten hervor. Das erleichtert Spielern den Zugang zu jenen Online Casinos, die sie suchen. Dieser massive Einsatz von KI wird sich in den nächsten Jahren in vielen Branchen verstärken. Umso wichtiger sind die Erkenntnisse von Studien, um die Auswirkungen vorab besser einschätzen zu können.

Mehr Produktivität oder Überlastung?


Kein Wunder also, dass die Studienautoren schon jetzt davor warnen, lediglich die kurzfristigen Produktivitätssteigerungen ins Auge zu fassen. Diese könnte die wachsende Belastung der Mitarbeiter überdecken und damit einen wichtigen Aspekt der Entwicklung unter den Tisch fallen lassen.

Dies könne schnell passieren, schließlich erfolge der verstärkte Einsatz von Künstlicher Intelligenz wie Claude zum größten Teil freiwillig. Das könne dazu führen, dass Führungskräfte diese Entwicklungen nicht bemerken. Allerdings wären die Folgen einer zunehmenden Erschöpfung und fehlender Pausen am Ergebnis ablesbar. Diese würden zu einer beeinträchtigten Urteilsfähigkeit und höheren Fehlerquoten führen. Zudem würde es sich dabei um eine nicht nachhaltige Intensität der Arbeitserledigung handeln, die man von echter Effizienz unterscheiden müsse, führten die Studienautoren aus.

Was tun?


Die Studie untersuchte allerdings nicht nur die Auswirkungen von KI in der täglichen Arbeitspraxis, sondern schlug ebenfalls Gegenmaßnahmen vor, um die negativen Auswirkungen auf die Mitarbeiter zu reduzieren. Unternehmen sollten eine bewusste Praxis für den Einsatz Künstlicher Intelligenz entwickeln. Diese sollte Normen enthalten, wann die KI eingesetzt wird und wann nicht. Wichtig ist die Festlegung, ob und wie sich Arbeit in andere Bereiche ausdehnen darf. Für Firmen geht es also in Zukunft verstärkt darum, die Veränderung des Arbeitsalltags durch KI bewusst zu gestalten.