Microsoft setzt auf Kinder- statt Killerspiele

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von Deejayy, 10. Juni 2007 .

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  1. #1 10. Juni 2007
    Mit seiner Spielkonsole Xbox bleibt der Software-Gigant bisher im Minus: Bei jedem verkauften Gerät zahlt Microsoft drauf. Deswegen will der US-Konzern nicht nur Preise senken. Auch die Strategie bei den gewinnträchtigen Spielen soll geändert werden.
    Spielen auf der Xbox 360 ist bislang vor allem ein Vergnügen für Jugendliche und Junggebliebene zwischen 15 und 29 Jahren. Nun will Hersteller Microsoft den Nutzerkreis deutlich ausweiten: Die Mütter und kleineren Geschwister der Spielverrückten werden ins Visier genommen. Der US-Konzern plant daher, mehr Familienspiele auf den Markt zu bringen. Außerdem sollen Einzelhändler dazu bewegt werden, Angebote für Kinder besser in den Regalen zu platzieren.

    Im Gespräch ist Analysten zufolge auch eine deutliche Preissenkung für das Gerät. Derzeit liegt der Preis für eine Xbox 360 bei etwa 379 Euro. Dadurch will Microsoft gegenüber der Wii-Konsole von Nintendo aufholen. Der Markt für Videospiele wird derzeit auf ein weltweites Volumen von rund 30 Mrd. Dollar pro Jahr geschätzt.

    "Wenn wir nicht schnell etwas unternehmen und unseren Kundenstamm verbreitern, wird es uns genauso ergehen wie mit der ersten Xbox", sagte der Microsoft-Vize für diesen Bereich, Peter Moore. Ihre Fangemeinde sei einfach zu begrenzt gewesen. "Wir haben einen soliden Stamm von 25 Millionen Kunden, was wir brauchen, sind aber 90 Millionen Kunden."

    Nach wie vor macht das Unternehmen mit jeder verkauften Konsole einen gehörigen Verlust. Um jedoch den Verkauf der Videospiele anzukurbeln, müsste der Hersteller vor dem Weihnachtsgeschäft die Preise für die Konsole senken, erklärt Heather Bellini, Analystin bei UBS in New York.

    Milliardenverlust für Microsoft-Konsolen
    Mit den Spielen macht Microsoft Gewinn. Doch bislang überwiegen noch die Entwicklungs- und Produktionskosten für die Konsole. Deshalb machte der Bereich auch im vergangenen Geschäftsjahr einen Verlust von 1,26 Mrd. Dollar – bei einem Umsatz von 4,3 Mrd. Dollar. Der Softwarekonzern geht aber wacker davon aus, dass die Sparte ab dem kommenden Geschäftsjahr schwarze Zahlen schreiben wird.

    "Wir sind uns aber durchaus bewusst, dass die magische Grenze am US-Markt eher bei 199 Dollar liegt", sagt David Hufford, Leiter des Xbox-Produktmanagements. Zu diesem Preis und darunter hat Sony 75 Mio. PlayStation2 verkauft. Der aktuelle direkte Konkurrent Wii von Nintendo kostet in den USA um die 250 Dollar und in Europa etwa genauso viel in Euro.

    Was Moore und sein Team nicht bedacht haben, ist allerdings, dass diesmal der größte Konkurrent nicht Sony, sondern Nintendo heißt. So gelang es den japanischen Aufsteigern im November beinahe unbemerkt, mit neuen Features auf den Markt zu kommen, die bei den Kunden überaus gut ankommen. Ein Beispiel dafür ist die intuitive Bewegungssteuerung, die es auch Neulingen leicht macht, einzusteigen.

    Nintendo mit Abstand vor Sony und Microsoft
    In diesem Jahr wird Nintendo knapp 16,1 Mio. Wii-Konsolen verkaufen. Das schätzt das amerikanische Marktforschungsunternehmen IDC. Das wären etwa 60 Prozent mehr als die für die PlayStation3 prognostizierten 9,87 Mio. und die für die Xbox 360 vorhergesagten 9,69 Mio. Kunden.

    Auch Sony hat derzeit schwer unter dem Konkurrenzkampf zu leiden. Hier gibt es ebenfalls Überlegungen, die Preise für die neue PlayStation3 deutlich zu senken. Sony beherrschte mit seiner PlayStation1 und PlayStation2 jahrelang unangefochten den Markt für Videospiele. Nun ist aber Nintendo vorbeigezogen. Wegen der riesigen Startkosten für die PlayStation3 ist die Spielesparte derzeit das größte Sorgenkind von Sony. Im vergangenen Geschäftsjahr fuhr dieses Geschäftsfeld einen Milliardenverlust ein.
    Quelle

    Greetingz

    Timo
     

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