Nostalgie-Trip? "Britpop" – das neue Album von Robbie Williams

Robbie Williams, der charismatische Sänger, lädt uns alle ein. Ein Reise in die Vergangenheit steht an – und zwar mit seinem kommenden Album "Britpop". Um ein Jahr verzögert, wird die Veröffentlichung nun für 2026 erwartet. Das Werk wird 31 Jahre nach den legendären Klängen des Jahres 1995 erscheinen. Auf dem Cover ist Williams in einer roten Adidasjacke zu sehen. Seine blondierten Haare stechen ins Auge. Diese Abbildung stammt von seinem Auftritt auf dem Glastonbury-Festival, einem klaren Verweis auf ein einschneidendes Jahr in der Musikgeschichte.

Nostalgie-Trip? "Britpop" – das neue Album von Robbie Williams

von   Kategorie: Unterhaltung
Robbie Williams bei einem Auftritt seiner BritpopTour.jpeg

Robbie Williams' Wurzeln liegen im Britpop


Robbie Williams sieht Britpop nicht nur als ein Revival. So beschreibt er die Musik als Kunstform und Ausdruck von Mode. Seine Wurzeln sind tief in diesem Genre verwurzelt. Im Jahr 1995, als Oasis ihr berühmtes Album "What’s the Story Morning Glory?" herausbrachten, setzte sich Williams in seiner musikalischen Entwicklung fest. Auch Blur war aktiv und lieferte mit "The Great Escape" einen weiteren Hit. Der "Battle of Britpop" entblätterte sich zwischen den Gruppen, wobei Oasis aus Manchester und Blur aus London stammten. Noel Gallagher nannte einmal Liam Gallagher einen „fetten Tänzer“ – diese Fehde hatte auch ihren Unterhaltungswert. Liam forderte Noel gar zu einem Boxkampf heraus. Dieser Streit zieht sich durch die Jahre und endet bis heute nicht. Williams entwickelte sich zum europaweit erfolgreichsten männlichen Solokünstler. Allerdings spielte seine Musik nie unter dem Label Britpop. Dennoch sieht er eine interessante Verbindung zwischen Musik, Kunst und Mode in diesem Stil. Seine Sympathie gilt Pulp. Er äußerte: „Meine Lieblingsband war Pulp“. Aber inspiriert von Oasis war er auch fasziniert – das Adrenalin und das freigeistige „Scheiß-egal“-Gefühl waren für ihn ungeheuerlich anziehend. Der Wert einer europäischen Perspektive bei BR24 wird geradezu hervorgehoben.



Britpop fehlen die großen Songs


Williams hat bei "Britpop" das Album erschaffen, das er seit seinem Ausstieg bei Take That im Jahr 1995 im Kopf hatte. Doch 1995 erfuhr dies kaum die Aufmerksamkeit, die es verdient hätte. Der Konkurrenzkampf war hart, und das Album wirkte nicht gänzlich überzeugend. Trotz interessanter Ansätze fehlte oft die nötige Stringenz. Eine besonders bemerkenswerte Up-Tempo-Nummer trägt den Titel "Rocket". Ein weiteres schönes Klavierstück ist "Cocky", das klarer hörbar klavierbetont erklingt. "It’s OK Until The Drugs Stop Working" wird zur Streicherhymne. Hier erkennbare Ähnlichkeiten zum legendären The Verve Klassiker "The Drugs Don’t Work" sind nicht zu leugnen.



Die eigene Karriere und der britische Kontext


Nostalgie ist reizvoll. Williams bleibt dennoch realistisch. Seine Solokarriere begann im Jahr 1997 mit dem Album "Life Thru a Lens". "Angels" prägte die Popkultur nachhaltig. Britpop war nie die Hauptbezeichnung seiner Musik – hier zeigt sich eine Brücke, die die Rückkehr zum Britpop-Gefühl nicht ausschließt. Der Blick zurück bleibt stets ein Teil von ihm.