Neues von TÜV und Führerschein: Alles was wichtig ist
Der Blick auf das Kennzeichen – so einfach kann es sein. Autofahrer müssen wissen, wann sie zur Hauptuntersuchung (HU) müssen. Ab 2026 wird die Tafel dann blau. Die braune Plakette, die man bislang kennt, zeigt an, dass die Prüfung bestanden wurde und gültig bis 2028 ist. Werden die TÜV-Fristen um mehr als zwei Monate überschritten, droht ein Bußgeld – mindestens 15 Euro. Das kann zu einem Punkt in Flensburg führen. Auch der Führerschein wird digitaler. Seinen digitalen Führerschein könnte man ab Ende 2026 auf dem Smartphone mit sich tragen. Dieser wird die Plastikkarte nicht ersetzen, doch weiterhin erforderlich bleiben wird. Führerscheine, die zwischen 1999 und 2001 ausgestellt wurden, müssen bis zum 19. Januar 2026 umgetauscht werden.
Spritpreise und Pendlerpauschale: Ein finanzieller Überblick
Die Veränderungen, die die Pendlerpauschale betreffen, sind signifikant. Ab Januar 2026 ändert sich die steuerliche Regelung. Bislang konnten Autofahrer für die ersten zwanzig Kilometer 30 Cent pro Kilometer absetzen. In Zukunft erhalten Pendler für jeden Kilometer – somit bereits ab dem ersten Kilometer – 38 Cent steuerfrei. Diese Staffelung fällt weg. Gleichzeitig ist ein Anstieg der Spritpreise zu erwarten. Der CO2-Preis wird künftig durch ein Auktionsverfahren bestimmt. Auf den Verbraucher kommen Kosten zwischen 55 und 65 Euro für eine Tonne CO2 zu. Diesel- und Benzinfahrzeuge könnten pro Liter um etwa drei Cent teurer werden. E-Autos hingegen bleiben bis 2035 steuerfrei – eine Überlegung wert für umweltbewusste Autofahrer.
Änderungen in der Produkthaftung: Software und digitale Dienste betroffen
Ab Dezember 2026 tritt ein neues Gesetz zur Produkthaftung in Kraft. Diese wird künftig auch Software und digitale Dienste umfassen. Vorher waren Hersteller nur bei physischen Fehlern haftbar. Künftig tragen sie auch Verantwortung dafür, wenn Software oder KI-gesteuerte Dienste nicht funktionieren. Eine Erleichterung für Geschädigte – sie können die Gerichte um Einsicht in die Systeme bitten, um ihre Ansprüche nachzuweisen.
Assistenzsysteme und der Next-Generation-eCall: Fortschritt im Straßenverkehr
Der neue Next-Generation-eCall wird ab Januar 2026 für einige Fahrzeugtypen Pflicht. Mit modernen 4G/LTE- und 5G-Netzen ausgestattet, wird er einen schnelleren und effizienteren Notruf gewährleisten. Ab Juli des gleichen Jahres werden auch neue Assistenzsysteme für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge bei der Erstzulassung erforderlich. Dazu zählen Systeme, die bei Notbremsungen unterstützen sowie Warnsysteme für abnehmende Konzentration des Fahrers.
Internationale Verkehrsvorschriften: Ein Blick über die Grenzen
Österreich plant ab Mai 2026 die Einführung von kamerabasierten Zufahrtskontrollen für die Innenstädte. Ziel ist es, unerlaubte Einfahrten zu verhindern und Anwohner besser zu schützen. Spanien ersetzt das bekannte Warndreieck durch Blinklichter auf Autobahnen. Großbritannien könnte die Promillegrenze herabsetzen, was immer wieder hitzige Debatten auslöst.