Pragmatismus: Saudi-Arabien und USA

Dieses Thema im Forum "Politik, Umwelt, Gesellschaft" wurde erstellt von raid-rush, 12. November 2018 .

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  1. #1 12. November 2018
    Der Fall Khashoggi ist kaum noch präsent in den Medien, offiziell wurde zwar zugegeben das er ermordet wurde weitere Details bleiben aber aus. Warum bleibt es bei leeren Drohungen? Steckt da nicht einfach Pragmatismus dahinter und wusste der Saudische Prinz diese Situation geschickt auszunutzen? Geheimdienste vermuteten schon vorher das das saudische Königshaus Auftragsmorde geplant hat.

    Doch wie wichtig ist die Beziehung des Westens zu Saudi-Arabien wirklich um einen solchen Exzess in kauf zu nehmen und zu dulden?

    Allem voran die USA als wichtigster Handelspartner will keinen Streit riskieren:

    Dazu kommt, das die USA so ihre Inflation schnell in den Griff bekommen kann, da die Ölpreise maßgebliche Grundlage für Inflation sind, wenn diese in der Landeswährung gehandelt werden ist die Wirkung von Zinserhöhungen direkt proportional auf den Ölpreis.

    Tatsächlich sitzen die Saudis also am Längeren Hebel. Selbst wenn die USA es auf eine militärische Eskalation anlegen würde, wäre das höchst riskant. Da es so langfristige und große Ausfälle am Ölmarkt bedeuteten würde, welche die Weltmacht in die Knie zwingen könnte. Zudem wäre es kontraproduktiv dann dorthin Waffen zu verkaufen. Die USA ist also fest und langfristig an die Saudis gebunden und damit werden sie alle Interessen im Nahosten teilen.

    Eine weitere Win-Win Situation: steigende USD-Zinsen sorgen für stabile Ölpreise in der USA (bei zeitgleicher Verteuerung für alle anderen Länder durch zusätzliche Devisenschwankung) und Saudi-Arabien erhält im Gegenzug verzinste USD bzw kann damit rentable US-Anleihen halten. Saudi-Arabien hat also ein Interesse an einem starken USD. Außerdem werden durch die schnell anziehenden Zinsen viele "Konkurrenten" welche sich mit günstigen USD-Krediten versorgt haben, heftig belastet. So geht die Zinserhöhung der USA einher mit Hyperinflation in Südamerika.
     

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  3. #2 13. November 2018
    die Paar Mrd $ für die Waffen sind nur ein Nebengeschäft; die Öl-Macht sowie Einflussnahme durch gigantische Fonds gespeist aus dem Öl-Verkauf sind SA wahre Macht. Zudem was würde eine Revolution bringen? Im nahen Osten muss wohl mit (abgemessener) Brutalität geherrscht werden, um das Land Stabil zu halten, siehe Irak, Afghanistan, Ägypten etc.
    Ein Failed-State SA würde nur zu Problemen führen, dass SA ein schwieriger Verbündeter ist, ist nicht erst seit Khashoggi klar - es kam nur mal ins Bewusstsein der Massen.

    Zudem gehört das geplante Töten zum Geschäft siehe Skripal oder:
    Das Daily-Update: Eskalation in Gaza: ein Kommando, 400 Raketen

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    Aus dem ein oder anderen Wirtschaftsmedium ist zu Erfahren, dass der Fall Khashoggi ein willkommener Anlass für die Wirtschaft war, sich Elegant aus den festgefahrenen Projekten zu Verabschieden....
     
  4. #3 14. November 2018
    Saudis sind die mit weitem Abstand ungebildesten Menschen auf der Welt. Wirkliche Arbeit kennst niemand, genauso wenig wie Bildung und Lernen. Eine Revolution würde alles noch viel schlimmer und viel Religöser machen.

    Rede mal mit Arabern (Bahrain, Emiratis,..) über Saudis. Die stehen bei denen weit unter dem Niveau von Schweinen oder Hunden, aufgrund ihres Verhaltens. Tierhaftes Auftreten, was ursächlich am Öl-Reichtum liegt.
     

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