Das Infektionsgeschehen: Einfluss von Influenzaviren
Die akuten respiratorischen Erkrankungen – kurz ARE – entstehen durch eine Vielzahl von Viren. Dabei spielen Influenzaviren, SARS-CoV-2, Rhino- und Adenoviren eine Rolle. Die Aktivität der ARE hat insgesamt zugenommen. Aktuell bleibt jedoch die Dominanz der Influenzaviren bestehen. Der Berichterstattung des RKI (Robert Koch-Institut) für die Kalenderwoche 04 im Jahr 2026 zufolge hat sich die Anzahl der RSV-Meldungen erhöht.
Was ist RSV? Eine kurze Einführung
Das Respiratorische Synzytialvirus (RSV) zählt zu den Hauptursachen von Atemwegserkrankungen. Die Infektionszeiten sind vor allem im Herbst und Winter zu beobachten. Die RSV-Saison auf der nördlichen Hemisphäre erstreckt sich von Anfang Oktober bis Mitte Mai. In der Regel beginnt die RSV-Welle im Dezember, wobei diese Phase drei bis vier Monate andauert.
Symptome einer RSV-Infektion: Erklärungen und Auswirkungen
Der typische Verlauf einer RSV-Infektion ähnelt dem einer oberen Atemwegsinfektion. Insbesondere bei Säuglingen kann sich eine Bronchiolitis entwickeln. Schnelles Atmen, Kraftlosigkeit sowie Trinkschwäche sind häufige Begleiterscheinungen. Personen mit bestehenden Vorerkrankungen sind einem erhöhten Risiko für eine Lungenentzündung ausgesetzt. Besonders dunkel wird die Lage in solchen Fällen.
Die Gefährlichkeit des RSV: Risikogruppen im Blick
Im Allgemeinen kann RSV mild verlaufen. Doch schwere Verläufe sind insbesondere bei Säuglingen, Frühgeborenen und Patienten mit bestimmten Grunderkrankungen nicht selten. Auch ältere Menschen ab 75 Jahren haben ein erhöhtes Risiko. Laut RKI sind sogar Todesfälle möglich. Dies gibt Anlass zur Sorge und gibt die Notwendigkeit zur rechtzeitigen Aufmerksamkeit an.
Impfmöglichkeiten gegen RSV: Passive Immunisierung für Neugeborene
Die STIKO (Ständige Impfkommission) empfiehlt eine einmalige RSV-Impfung für Personen ab 75 sowie für Menschen über 60 mit schweren Grunderkrankungen oder Bewohnern von Pflegeeinrichtungen. Für Neugeborene wird eine passive Immunisierung mit dem Medikament Beyfortus (Nirsevimab) angeboten. Diese erfolgt einmalig und ist zeitlich nach der Geburtsperiode des Kindes abgestimmt. Geborene Kinder zwischen April und September bekommen die Antikörper im Herbst, während solche, die zwischen Oktober und März geboren werden, direkt nach der Geburt immunisiert werden. Dieser Schutz zielt darauf ab, schwere RSV-Infektionen in der ersten Saison zu verhindern. Jedoch lässt sich damit keine Immunität gegen zukünftige Infektionen garantieren.
RSV-Impfung: Ist sie jetzt noch sinnvoll?
Idealerweise sollte die Impfung vor saisonalem Beginn zwischen Mitte Oktober und Mitte November erfolgen. Doch auch jetzt kann eine Impfung gemäß den aktuellen Gegebenheiten durchaus empfehlenswert sein, da die RSV-Saison bis in den Mai hinein andauert. Nach der Impfung bei Erwachsenen dauert es in der Regel ein bis zwei Wochen, bis ein effektiver Schutz aufgebaut ist. Diese Informationen sind nicht nur wichtig, sondern auch von erheblicher Bedeutung für die öffentliche Gesundheit.