Sporttext ?!?!

Dieses Thema im Forum "Sport und Fitness" wurde erstellt von doctorrr50, 3. Juni 2007 .

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  1. #1 3. Juni 2007
    hallo,

    ich brauche einen Fachtext aus dem Bereich Sport für Deutsch... Habe mir gedacht hier im SPortbereich ist es viel vlt besser am Platz als im BEreich schule...
    Der Text soll mit Fachwörtern geschireben sein, sodass ich ihn in ein allgemeinverständlichen TExt umschreiben kann....

    wäre nett wenn mir einer son Sporttext geben kann, es gibt zwar viele Berichte im Internet die aber schon stark verallegmeinert sind und nicht wirkliche Fachtexte sind.

    mfg
     

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  3. #2 3. Juni 2007
    AW: Sporttext ?!?!

    Offensichtlich ist wirklich etwas an dem, was der Philanthrop Salzmann 1797 feststellte: "Wer den Himmel schon diesseits genießen will, der muss notwendig auf seinen Körper mehr Aufmerksamkeit verwenden."


    Jeder, der Sport treibt, hat so seine Erfahrungen, wie es ihm beispielsweise während eines Tennisspiels oder danach ergeht. Die Erlanger Psychologin Aberle Brehm hat das "Sich-Wohlfühlen-Phänomen" im Sport mit Zahlen belegt. Etwa 75 Prozent der Sportler, die von ihr befragt wurden, erleben eine Wohlbefindenssteigerung, zehn Prozent hatten keine Veränderung verspürt und 15 Prozent fühlten sich hinterher schlechter, wenn auch nur geringfügig.

    Auch was sich verändert, wurde untersucht. Die Sport-Akteure fühlen sich nach dem Sport vor allem ruhiger (Steigerung von 25 Prozent), kamen in "gehobene Stimmung" (20 Prozent mehr , fühlten sich aktiver (14 Prozent mehr;. "Erregtheit und Ärger" verringerten sich um 13 beziehungsweise neun Prozent, Deprimiertheit und Energielosigkeit" sanken um zehn beziehungsweise acht Prozent. Die Psychologin, die auf diesem Gebiet Pionierarbeit in der Bundesrepublik leistet, stellte aber auch fest, dass diejenigen "Sportmenschen", die Bewegung als "Mittel zum Zweck" ansahen, weit weniger in "gehobene Stimmung" kommen. Ganz im Gegenteil: "Weil sie sich abquälen, um etwa Kilos abzurennen, sie aber ihr Ziel nicht erreichen, haben sie bald keine Lust mehr, brechen manchmal auch aus Frust die Aktivitäten wieder ab und ergeben sich ihrem Schicksal.

    Doch diejenigen, die das Wohlbefinden erleben, können langfristig gesehen ihren Stress besser verarbeiten, sind ausgeglichener, finden eine positive Einstellung zum eigenen Körper. Nach längerem und regelmäßigem Sport erreicht so mancher das sogenannte "runner's high" (das LäuferHochgefühl), das zunächst einmal ein optimales psychisches und physisches Wohlbefinden sein kann. Aber manchmal schlägt es auch ins Gegenteil um. Hier gilt "allzu viel ist ungesund", dann nämlich wenn dieses Gefühl zur Euphorie, Bewegung zur Sucht wird. Es gab schon Fälle, dass Menschen unentwegt laufen mussten, weil Körper und Geist es verlangten.

    Unser Gehirn scheint schuld an diesem High-Gefühl. Bei großer körperlicher Anstrengung erzeugen die Gehirnzellen offensichtlich Opiumsubstanzen, die dieses Glücksgefühl möglich machen. Professor Dr. Wildor Hollmann vom Institut für Kreislaufforschung der Sporthochschule Köln, überraschte in einem spannenden Referat mit Thesen, die nach "experimentellen Befunden" wie er betonte, aufgestellt werden. Demnach kann sich der Mensch über sich selbst nur wundern. Also, wird eines Tages mit dem Gehirn als Leitstelle für Wohlbefinden nach dem Sport experimentiert?

    Bis jetzt jedenfalls stellte unser Verstand Sport in den seltensten Fällen nur mit Wohlbefinden gleich. Immer war Quälerei mit dabei. "Wenn's nicht weh tut, ist das kein Sport" ist ein Spruch, der manchem Schüler noch von seinem Sportlehrer während der Gymnastik im Ohr ist Für den einen ist es anstrengend spazieren zu gehen, andere erfinden Wettkämpfe wie Triathlon, in dem sie - so scheint es Außenstehenden - sich zu Grunde richten - aber im Ziel machen sie einen ganz und gar zufriedenen und gesunden Eindruck. Leistungsorientiert ging es bisher meist auch im Breitensport zu - nicht zuletzt auch wegen des menschlichen Ehrgeizes. Doch viele muteten sich da zuviel zu, der Körper nahm es übel und sie ließen sich lieber im Sessel nieder. Die Technisierung unserer Welt hat außerdem das Ihre zur Bequemlichkeit und Körpervernachlässigung beigetragen. Wer will sich nach einem mühsamen Acht-Stunden-Tag denn noch mit seinem erschöpften Leib beschäftigen?

    Doch Wohlbefinden ist in der hektischen, lärmreichen Welt nötiger denn je. Mehr Zeit für sich selbst, für seine Familie, für seine Freunde finden warum nicht beim Sport? Hans-Helmut Kämmerer, zuständig für den Breitensport im DSB, will nicht, dass der Begriff Gesundheit im Zusammenhang mit Sport die Assoziation von Verzicht und Askese erweckt. "Es geht um mehr als funktionierende Bandscheiben und ein leistungsfähiges Herz. Erst, wenn der Sport mit Humor und Spaß interpretiert und gelebt wird, dann wird er zu einem Stück Lebensqualität, die vieles ausgleichen hilft, was uns noch zum Wohlfühlen fehlt"
    Sport zum Wohlfühlen also, ein Baumeln des Körpers und auch der Seele . . .



    (B. Schreiber-Rietig, in FR, 9.6.1985)
     

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