Doch so eindeutig, wie manche es erwarten, ist das Bild nicht. Lineares Fernsehen ist keineswegs tot. Es kämpft, und gewinnt an bestimmten Fronten noch immer klar.
Lineares TV: Stärken und klare Schwächen
Das klassische Fernsehen hat eine bemerkenswerte Resilienz bewiesen. Bei Großereignissen wie der Bundestagswahl 2025 schalteten über 53 Millionen Zuschauer linear ein, eine Zahl, die kein Streaming-Dienst auch nur annähernd erreicht. Sportübertragungen wie Fußball ziehen regelmäßig über 14 Millionen Zuschauer an, mit Marktanteilen von bis zu 57 Prozent. Für Aktualität und kollektives Erleben bleibt lineares TV das stärkste Medium.
Trotzdem verliert es Boden. Die durchschnittliche tägliche Sehdauer für lineares TV sank 2025 um 13 Minuten auf insgesamt 158 Minuten. Der Rückgang ist real, besonders bei jüngeren Zielgruppen, wo lineares TV kaum noch eine Rolle spielt.
Streaming-Dienste: Flexibilität trifft Angebotschaos
Streaming punktet vor allem mit einem: Freiheit. Zuschauer entscheiden selbst, was sie wann und wo sehen. Das treibt die Nutzung spürbar an, die tägliche Streaming-Sehdauer stieg 2025 um 21 Prozent. Besonders Serien und On-Demand-Formate profitieren davon. Überraschenderweise dominiert dabei nicht Netflix die deutschen Charts.
Die ARD-Mediathek erreichte 2025 eine durchschnittliche Nettoreichweite von rund 3,5 Millionen Zuschauern pro Tag und war damit Deutschlands beliebtester Streamingdienst. Amazon Prime Video folgte auf Platz zwei. Dass eine öffentlich-rechtliche Mediathek Netflix schlägt, zeigt: Deutschsprachige Inhalte haben eine enorme Zugkraft.
Die Kehrseite ist real. Mit Netflix, Disney+, ARD-Mediathek, ZDF-Mediathek, Amazon Prime und weiteren Diensten verliert der durchschnittliche Nutzer schnell den Überblick. Abo-Kosten summieren sich, und die Suche nach einem bestimmten Film wird zur Geduldsprobe über mehrere Plattformen hinweg.
Wo digitale Freiheit heute wirklich zählt
Die Verschiebung hin zu digitalen Angeboten beschränkt sich längst nicht mehr auf TV und Film. Gaming, Social Media und andere interaktive Unterhaltungsformen konkurrieren ebenfalls um Bildschirmzeit. Auch im Bereich der Online-Unterhaltung suchen Nutzer zunehmend nach Plattformen, die außerhalb strenger nationaler Regulierungssysteme operieren.
Wer beispielsweise nach neue Sportwettenanbieter ohne LUGAS sucht, folgt demselben Grundimpuls: mehr Kontrolle, weniger Einschränkungen. Diese Seiten bieten in der Regel einen größeren Wettmarkt, Live-Wetten und auf Sportereignisse zugeschnittene Aktionen.
Dieser Wunsch nach digitaler Selbstbestimmung zieht sich durch viele Bereiche der modernen Unterhaltung. Smart TVs beschleunigen diesen Trend zusätzlich, indem sie lineares TV und Streaming auf einem Gerät fusionieren. Die Grenze zwischen „klassisch" und „digital" verschwimmt immer stärker.
Welches Format wird sich durchsetzen?
Ein klarer Sieger lässt sich nicht so einfach küren. 74 Prozent der Menschen in Deutschland sehen mindestens einmal wöchentlich lineares TV, das ist eine starke Basis, die nicht ignoriert werden sollte. Gleichzeitig halbierte sich die lineare Nutzung bei den 14- bis 49-Jährigen seit 2020, was den langfristigen Trend klar markiert.
Realistisch betrachtet gewinnt keiner allein. Lineares TV dominiert bei Live-Events und Nachrichten, Streaming bei On-Demand und jüngeren Zielgruppen. Wer beide klug kombiniert, und dabei die wachsende Konkurrenz durch Gaming und Social Media im Blick behält, versteht, wo die Unterhaltungslandschaft 2025 wirklich steht.