Viren, Trojaner und Spionagesoftware - Wie kann das Handy geschützt werden?

Artikel von Tommy Weber am 20. Dezember 2021 um 14:49 Uhr im Forum Handy & Smartphone - Kategorie: IT & Sicherheit

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Viren, Trojaner und Spionagesoftware - Wie kann das Handy geschützt werden?

20. Dezember 2021     Kategorie: IT & Sicherheit
Die Zeiten des sorglosen Surfens auf dem Computer, dem Laptop, dem Tablet oder dem Smartphone sind lange vorbei. Wer heute ohne einen verlässlichen Schutz vor Viren, Trojanern oder Spionagesoftware im Netz unterwegs ist, ist leichtsinnig. Einkaufen oder eine Banküberweisung durchführen ist heute auch vom Smartphone jederzeit möglich. Genau so etwas ist ein Anreiz für Internetkriminelle. Finanzielle Schäden sind die eine Seite, andererseits ist es der gefährliche Diebstahl der Identität. Hier gilt es, besonders vorzusorgen und sich effektiv zu schützen.

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Wie lässt sich erkennen, ob das Smartphone befallen ist?
Wenn das Smartphone betroffen ist, kommt es zu einer Vielzahl von unterschiedlichen Komplikationen. So verringert sich beispielsweise die Laufzeit des Akkus, zudem ist die Rechenleistung nicht mehr so gut wie gewohnt. Dass diejenigen, die die Trojaner, Viren oder Malware auf das Smartphone schleusen, nicht erwischt werden wollen, versteht sich von selbst. Sie verwischen ihre Spuren und agieren sehr geschickt, meint dazu Wolfgang Bartl von deftipps.com. Die Software verhält sich scheinbar normal und unauffällig, aber es gibt trotzdem eindeutige Indizien.

Auf welche Anzeichen sollten die Besitzer eines Smartphones besonders achten?
  • Wer auf dem Startbildschirm unerwünschte Werbung sieht, muss davon ausgehen, dass auf dem Smartphone eine schädliche Software vorhanden ist.
  • Gibt es vielleicht völlig unbekannte Telefonnummern in der Anrufliste? Wer feststellt, dass das Smartphone unbekannte Telefonnummern anruft oder automatisch SMS verschickt, muss sehr schnell handeln. Hier sind Betrüger am Werk, die für einen großen finanziellen Schaden sorgen können.
  • Falls sich der Akkuverbrauch stark erhöht, dann ist dies ebenfalls ein Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt. Dass ein Akku an Leistung verliert, ist nichts Besonderes, tritt dieser Effekt jedoch plötzlich auf und lässt sich nicht erklären, dann ist in der Regel ein Virus auf dem Handy. Wer sicher sein will, sollte den individuellen Verbrauch des Akkus bei jeder einzelnen App im Detail überprüfen.
  • Wenn sich die Leistung des Smartphones ganz plötzlich stark verringert, ist sehr wahrscheinlich ein Virus in der Software zu finden. Viren und andere Schädlinge beanspruchen eine Menge Rechenkapazität.
  • Steigt der mobile Datenverbrauch? Haben sich die Gewohnheiten beim Surfen nicht verändert und der Datenverbrauch ist dennoch deutlich höher, dann ist dies ein sicheres Anzeichen für einen Schädling. Eine Schadsoftware tauscht gerne Daten mit anderen Netzwerken und mit Dritten aus.
Was macht den Virus auf dem Smartphone so besonders?
„Normale“ Computer werden häufiger von Viren, Spionageprogrammen oder Trojanern befallen, als es bei Smartphones der Fall ist. Auf einem Computer vermehren sich die Viren, indem sie Daten, die noch nicht infiziert sind, kopieren und manipulieren. So entstehen schließlich Veränderungen am Betriebssystem. Bei einem Smartphone ist dies etwas anders, denn es wird durch ein schädliches Programm infiziert. Obwohl von Viren die Rede ist, handelt es sich in den meisten Fällen um Malware.

Ein Virus ist dabei eine Teilmenge der Malware, allerdings ist nicht jede Malware zugleich ein Virus. Grundsätzlich ist aber jede Malware eine Software, die für Schäden und Ärger sorgt. Die Entwickler dieser Malware sind in der Hauptsache an vertraulichen Daten interessiert und möchten beispielsweise die Bankdaten haben. Um an diese Daten zu kommen, werden sie kopiert.

Wie kann das Virus wieder entfernt werden?
Ist ein Virus auf dem Smartphone, dann ist zunächst der Schrecken groß und es stellt sich die Frage: Wie werde ich es wieder los? Einfach und effektiv ist die Lösung, die Software zu deinstallieren, bei der sich wahrscheinlich um das Virus handelt. Bei einem iPhone ist so etwas ohne Probleme möglich, da das Betriebssystem von Apple nur sehr schwer infiziert werden kann. Hier reicht es oftmals schon aus, eine fragliche Anwendung oder einen seltsam erscheinenden Download zu löschen. Hilfreich ist es auch, das Smartphone wieder auf Werkseinstellung zurückzusetzen.

Etwas schwieriger ist es bei Smartphones, die Android als Betriebssystem haben. Bei diesen Geräten kann es passieren, dass es nicht ausreicht, das Programm nur manuell zu löschen. Hier müssen die Besitzer auf eine speziell für diese Fälle entwickelte App zurückgreifen. Die entsprechende Sicherheitsanwendung wird heruntergeladen und der Besitzer muss nach dem Virenscan alle Anweisungen sehr genau ausführen.

Welche Tools oder Antivirensoftware gibt es?
Als die Zahl der Malware und Viren immer größer wurde, musste der Markt darauf reagieren und entwickelte eine Antivirensoftware. Das Smartphone ist aus dem Alltag von sehr vielen Menschen nicht mehr wegzudenken und wer sich schützen will, findet dazu heute auch die passenden Maßnahmen. So sollte beispielsweise jeder, der mit dem Smartphone seinen Kontostand checkt oder Überweisungen tätigt, immer eine entsprechende Schutzsoftware haben. Natürlich ist es nicht möglich, zu jeder Zeit alle Programme zu erkennen, die für das Smartphone zur Bedrohung werden können. Dies gilt besonders für die Geräte mit Android Betriebssystem, sie sollten eine zusätzliche Ebene mit Sicherheitssystemen haben.

Google kann viel, aber zaubern kann der Konzern auch nicht. Nur schleppend ist es Google möglich, das Betriebssystem immer wieder zu aktualisieren. Nur damit wird es auch in Zukunft möglich sein, wichtige Lücken im Sicherheitssystem zu schließen.

Gibt es vorbeugende Maßnahmen?
Bei der berechtigten Angst vor Viren ist die Frage nach vorbeugenden Maßnahmen verständlich. Jeder kann etwas tun, um sich zu schützen, so ist es beispielsweise besonders wichtig, dem Smartphone in regelmäßigen Abständen ein Update zu gönnen. Das Gerät wird dabei auf den neusten Stand gebracht und mögliche Sicherheitslücken werden geschlossen. Effektiv ist es, eine Antivirus-App zu installieren, denn vier Augen sehen bekanntlich mehr als nur zwei. Die Apps erkennen Malware sowie Viren und entfernen sie auch direkt. Wer einen Angriff von Malware und Viren verhindern möchte, sollte zudem nicht auf eher fragwürdigen Webseiten surfen.

Eine gute Idee ist es immer, keine unbekannten Links anzuklicken, die als Anhang von Mails im Postfach landen. Außerdem rät die Seite von deftipps.com allen, die ein Smartphone mit einem Android Betriebssystem haben, nur die Anwendungen für den Download zu nutzen, die Google in seinem App Store anbietet.

Den Betrügern keine Chance
Immer wenn sensible, auf einem Smartphone gespeicherte Daten in die Hände von Dieben und Betrügern geraten, entsteht nicht selten ein großer finanzieller Schaden. Vielleicht noch schlimmer ist jedoch der Diebstahl der Identität. Daher sollte jeder, der ein Smartphone besitzt, dafür sorgen, dass alles, was sich darauf befindet, effektiv geschützt ist.

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Bildquelle: © Depositphotos.com / micrologia
 

Kommentare

#3 21. Dezember 2021
Nutze seit Jahren keinen Virenscanner, wie im Vorposter Artikel zu sehen bringen die alle nichts. Das einzige was hilft ist Hirn einschalten und vorsichtig sein und immer die Updates aktuell halten.
 
#4 31. Dezember 2021
Ich nütze ebenfalls seit Jahren keinen externen Virenscanner. *Klopf klopf* reicht das gemeinsam mit regelmäßigen Updates völlig aus.
 
#5 1. Januar 2022
Ich nutze nur den Windows Defender aber genau wie du sagst: Kopf ist Trumpf!
 
#6 13. Januar 2022 um 15:44 Uhr
Bisher hatte ich seit über 20 Jahren auf noch keinem Smartphone einen Virenscanner aktiv und dennoch nie Probleme. Auf Handys ist so was wirklich überflüssig.