5 Tipps zum Erfolg beim Bewerbungsgespräch

Artikel von Burg und Er am 12. Juli 2021 um 10:32 Uhr im Forum Schule, Studium, Ausbildung - Kategorie: Wirtschaft

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5 Tipps zum Erfolg beim Bewerbungsgespräch

12. Juli 2021     Kategorie: Wirtschaft
Wer auf der Suche nach einem neuen Job ist, wird wissen, wie frustrierend es sein kann, von einem Bewerbungsgespräch zum nächsten zu wandern, im scheinbar letzten Moment dann aber doch noch zu scheitern. Die erste Hürde, vernünftige Bewerbungsunterlagen, meistern Sie inzwischen mit links und eine Einladung zu einem ersten Kennenlernen folgt oft direkt im Anschluss – zum eigentlichen Jobangebot ist es aber noch nicht gekommen.

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Woran könnte das liegen? Wer in den Bewerbungsunterlagen überzeugt, bringt definitiv die richtigen Anforderungen für die ausgeschriebene Stelle mit. Klappt es dann doch nicht mit dem Job, scheint die Konkurrenz die Kunst des Bewerbungsgesprächs eindeutig besser zu beherrschen. Doch an welcher Stellschraube können Sie noch drehen, um es von der engeren Auswahl letztendlich auch ins neue Büro, ins neue Team, in die neue Position zu schaffen?

Bevor Sie das Handtuch werfen und verzweifelt weg von Ihren Bewerbungsbemühungen hin zum Freizeitspaß umschwenken, sich online an den Games beispielsweise von Bally Wulff vergnügen oder mit dem Gärtnern beginnen, lesen Sie hier weiter! Mit den folgenden fünf kleinen Tipps könnte der ersehnte Job nämlich schon bald Ihnen gehören!


1. Die richtige Ansprache


Einen bleibenden Eindruck hinterlässt auf jeden Fall die Ansprache des Gegenübers, und zwar sowohl im negativen als auch im positiven Sinn. Soll heißen: Finden Sie heraus, mit wem genau Sie es bei Ihrem Bewerbungsgespräch zu tun haben werden und informieren Sie sich über die Namen von wichtigen Abteilungsleitern und Chefs, denen Sie eventuell unverhofft begegnen könnten. Hier lohnt es sich, nicht nur etwas Recherche, sondern tatsächlich ein klein wenig Lernaufwand zu betreiben und sich diese Namen gut einzuprägen.



Gehen Ihnen diese nämlich im Gespräch leicht von der Hand, schmeichelt das jedem Vorgesetzten und bringt Sie garantiert einen Schritt näher zum Job. Unser Tipp: Versuchen Sie, grundlegenden Smalltalk unter Verwendung der Namen zuvor wirklich durchzuspielen. So wird die richtige Ansprache zur Gewohnheit und die Wahrscheinlichkeit, dass Ihnen unter Nervosität die wichtigen Namen entfallen oder Sie gar völlig neue Namen verteilen, überaus gering.


2. Die richtige Kleidung


Die inneren Werte zählen. Das mag zwar in langen Beziehungen und tiefen Freundschaften gelten, beim Bewerbungsgespräch hingegen kann der erste Eindruck des äußeren Erscheinungsbildes und vor allem auch der Kleidung bereits über Sieg oder Niederlage, über Job oder Absage entscheiden. Doch was bedeutet es eigentlich, im Bewerbungsgespräch die richtige Kleidung zu tragen? Muss es immer ein Anzug oder ein Kostüm sein, oder kann man auch etwas legerer auftreten und dennoch überzeugen?



Die Antwort hängt hier vor allem von einem ab: dem Job, für den Sie sich bewerben. Während bei einem Bewerbungsgespräch für den Bankangestellten oder Vorstandsvorsitzenden eine Jeans wohl kaum angebracht wäre, kann eine schöne Jeans mit T-Shirt oder Bluse das ideale Outfit für das Bewerbungsgespräch im Frühstückscafé nebenan sein. Eine Frage also, bei der es keine eindeutige Antwort gibt.



Doch Sie sind natürlich dennoch nicht verloren. Mit einer simplen Regel sollten Sie für jeden Job blitzschnell das richtige Outfit für das erste Kennenlernen der Vorgesetzten finden: Kleiden Sie sich in etwa so, wie Sie auch im späteren Job gekleidet sein werden, vielleicht ein klein wenig schicker, aber keinesfalls eine ganze Stufe an Eleganz darüber. Warum das so problematisch sein kann? Sind Sie besser angezogen als der Chef, kann das überheblich wirken und negativ ausgelegt werden.


3. Die richtige Begrüßung


Der erste Eindruck besteht zum einen aus der richtigen Kleidung sowie einem gepflegten Erscheinungsbild und zum anderen aus einer angebrachten Begrüßung. Hier ist Feingefühl gefragt. Am besten schneiden Sie hier wohl ab, wenn Sie das Gegenüber in Sekundenschnelle einschätzen und an der Körpersprache erkennen können, ob ein kräftiger Händedruck angesagt ist oder doch viel eher ein formloses Hallo genügt.



Angesichts der aktuellen weltweiten Pandemie war es eine Zeit lang wesentlich einfacher – das Händeschütteln fiel weg. Doch nun kehrt es langsam aber sicher wieder in unseren Alltag zurück und bringt besonders brenzlige Situationen mit sich, in denen der Händedruck nicht nur als Begrüßung, sondern auch als virale Bedrohung angesehen werden könnte. Solange sich das noch nicht geklärt hat, empfehlen wir Zurückhaltung bei jeglicher Art von Körperkontakt im Bewerbungsgespräch. Streckt Ihnen der Boss jedoch die Hand entgegen, ist es vermutlich gut, nicht angewidert die Nase zu rümpfen, sondern auf die angebotene Begrüßung einzusteigen. Die Hände können Sie sich ja dann nach dem Gespräch desinfizieren.



4. Die richtigen Fragen


Die meisten Bewerber denken im Vorfeld eines Gesprächs vor allem über Antworten nach, die sie auf mögliche Fragen geben können. Doch ist das oft wesentlich weniger wichtig als die Fragen, die Sie im Laufe des Gesprächs stellen. Die zeigen nämlich im Idealfall, dass Sie sich intensiv mit dem möglichen neuen Job auseinandergesetzt haben, die Firma kennen und sich wirklich für genau dieses eine spezielle Unternehmen als Arbeitgeber interessieren.



In jedem Gespräch gibt es immer auch den Punkt, an dem man als Bewerber die Möglichkeit hat, Fragen zu stellen. Das ist kein Vorwand, keine rhetorische Frage, keine leichtsinnig ausgesprochene Einladung. Ganz im Gegenteil, hier erwarten HR-Personal und Vorgesetzte, dass Sie wirkliches Interesse am Job und der Firma bekunden, und zwar, indem Sie nach spezifischen Details fragen. Ob Sie darauf eine Antwort bekommen, ist vorerst vergleichsweise unwichtig. Wesentlich relevanter ist es zu zeigen, dass Sie das Unternehmen gut kennen und dass Sie als wissbegieriger potentieller Mitarbeiter aus der breiten Masse der Bewerber herausstechen.



5. Die richtigen Antworten


Sind die richtigen Antworten also ganz und gar unwichtig? Können Sie es sich sparen, Zeit und Energie in die Vorbereitung auf mögliche Fragen und erwünschte Antworten zu investieren? Ganz so einfach ist es nicht, denn auch in den Antworten auf bestimmte Fragen kann man sich als Bewerber positionieren. Durch geschickte Antworten können Sie eigene Eigenschaften hervorstreichen und andere unwichtig erscheinen oder sogar völlig unerwähnt lassen.



Grundsätzlich gilt: Versuchen Sie, Standardantworten zu vermeiden oder gar völlig auswendig gelernte Sätze abzuspulen. Sind Sie nicht gerade professioneller Schauspieler, ist das nämlich für geschulte Personaler sofort offensichtlich. Setzen Sie stattdessen auf Authentizität. Authentizität bedeutet allerdings keinesfalls, dass Sie blauäugig ins Gespräch gehen, sondern lediglich, dass Sie sich selbst treu und möglichst nahe an der Wahrheit bleiben. Bestimmte Details unerwähnt zu lassen, ist die wohl eleganteste Lösung. Lügen und falsche Behauptungen sollten Sie allerdings tunlichst unterlassen. Sie kommen am Ende doch ans Licht und werden Ihnen garantiert negativ angerechnet, egal, wie positiv die Intention dahinter auch gewesen ist.
 

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