80 Tote nach Luftangriff in Pakistan

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von Dani500, 30. Oktober 2006 .

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  1. #1 30. Oktober 2006
    Mutmaßliches Trainingszentrum ausradiert



    Bei einem pakistanischen Luftangriff auf ein mutmaßliches Trainingszentrum militanter Islamisten an der Grenze zu Afghanistan sind am Montag fast 80 Menschen getötet worden. Dies teilten Sicherheitskräfte mit. Pakistanische Hubschrauber griffen die Koranschule am frühen Morgen mit Präzisionsgeschossen an. Die Region liegt 200 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Islamabad. Dort war Anfang des Jahres die Nummer zwei des Al-Kaida-Netzwerks, Aiman al-Sawahiri, vermutet worden.

    Koranschule und Trainingscamp
    Armeesprecher Shaukat Sultan sagte dem privaten Fernsehsender Geo TV, der Angriff habe einer Koranschule im Stammesgebiet an der Grenze zu Afghanistan gegolten. Das Ziel sei "für Terroraktivitäten und als Trainingscamp" genutzt worden. Korrespondenten sprachen von Dutzenden verbrannten Leichen am Angriffsort nördlich der Stadt Khar im Bezirk Bajaur.

    Angeblich US-Hubschrauber im Einsatz
    Der Fernsehsender Indus berichtete unter Berufung auf Stammesquellen, bei den Kampfhubschraubern habe es sich um Helikopter der US-Armee gehandelt. US-Truppen kämpfen auf der anderen Seite der Grenze in der afghanischen Provinz Kunar gegen radikal-islamische Taliban-Rebellen und Anhänger des Terrornetzes Al-Kaida. Afghanistan beklagt immer wieder, dass die Rebellen von der pakistanischen Seite der Grenze aus Unterstützung erhielten.

    Islamisten protestieren
    Die Anti-Terror-Operation löste Proteste bei den mächtigen Islamisten in Pakistan aus. Der Chef der Jamaat-Islami-Partei und einer der Anführer des islamistischen Parteienbündnisses MMA, Qazi Hussain Ahmed, warf der Regierung in Islamabad vor, unschuldige Menschen zu töten, um Washington Gefolgschaft im Anti-Terror-Kampf zu beweisen. Ahmed rief zu landesweiten Protesten auf. Ein Minister der MMA-Regierung in der betroffenen Nordwest-Grenzprovinz, Sirajul Haq, trat aus Protest gegen den Militärschlag zurück.



    Quelle: http://onnachrichten.t-online.de/c/94/78/26/9478268.html
     

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