Ab heute lebt die Welt auf Pump: Ressourcen der Zukunft verbraucht

Dieses Thema im Forum "Politik, Umwelt, Gesellschaft" wurde erstellt von Jonas Hubertus, 2. August 2017 .

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  1. #1 2. August 2017
    Jedes Jahr berechnet die Global Footprint Network das Erreichen des Earth Overshoot Day also den Weltüberlastungstag. Dieser ist globaler Indikator für alle natürlichen Ressourcen welche verbraucht sind, die der Planet Erde im aktuellen Jahr regenerieren kann. Ab dem Earth Overshoot Day leben die Menschen praktisch auf Pump und greifen Ressourcen an, die welche die Erde bis Jahresende nicht regenerieren kann und erschaffen sozusagen ein Ressourcendefizit für die Zukunft. Dieses Jahr wurde die Weltüberlastung so früh wie noch nie erreicht: Seit heute, leben wir für den Rest des Jahres auf Kosten der Zukunft. Dabei nimmt die Regnerationsrate der Erde durch die extreme Umweltverschmutzung und Zerstörung sowie dem massivem Flächenverbrauch stetig ab, die Berechnungen sind also noch sehr "moderat".


    Der Earth Overshoot Day kommt immer früher
    Der Earth Overshoot Day wird seit 1986 errechnen – und seit der UNCED (United Nations Conference on Environment and Development) 1992 in Rio de Janeiro überschreitet der Ressourcenverbrauch von Jahr zu Jahr schneller die globalen Kapazitäten. 2016 lag der Overshoot Day auf dem 08.08., also 6 Tage später als dieses Jahr.

    Nach dem Earth Overshoot Day holzen wir Wälder ab, die nicht mehr nachwachsen können, überfischen die Meere und produzieren mehr CO² als die Biosphäre aufnehmen kann. Der WWF warnt seit Jahren davor, dass der überhöhte Verbrauch von Ressourcen zu Ereignissen wie Wetterkatastrophen, Hungersnöte und Artensterben führt.

    Deutschland hat den Stichtag bereits im April erreicht
    Reiche Industriestaaten tragen eine besonders hohe Verantwortung. Wenn man den Overshoot Day allein für Deutschland berechnet, so war der Stichtag bereits am 24. April erreicht – also vor mehr als drei Monaten. Das Vereinigte Königreich hat Overshoot Day am 04. Mai erreicht, die USA am 14. März. Absoluter Spitzenreiter ist Luxembourg – dort wurde der Overshoot Day bereits am 17. Februar erreicht.

    Dass der Earth Overshoot Day auch dieses Jahr „erst“ (passender wäre „schon) im August erreicht wurde, liegt an den Entwicklungs- und Schwellenländern, die tendenziell einen niedrigen Resscourcenverbrauch haben. Auf dieser Seite der Skala stehen Länder wie Kolumbien (26. November), Kuba (02. Dezember) oder Honduras, das es fast das ganze Jahr mit den für 2017 verfügbaren Ressourcen aushält und erst am 31. Dezember den Overshoot Day erreicht.

    Jeder von uns kann gegensteuern
    Auch wenn es viele Faktoren gibt, die zum Erreichen des Earth Overshoot Day beitragen und auf die wir als Einzelpersonen keinen Einfluss haben: Jeder von uns trägt Verantwortung und kann daran arbeiten, seinen persönlichen Footprint zu verkleinern. Durch weniger Fleischkonsum, weniger Gebrauch des persönlichen PKW, konsequentes Recycling und die Reduktion von Nahrungsabfällen kann jeder einzelne seinen Beitrag leisten, den Earth Overshoot Day nach hinten zu schieben. Das Global Footprint Network stellt einen Rechner bereit, mit dem jeder seinen persönlichen Earth Overshoot Day errechnen kann.


    Ich für meinen Teil glaube, das 12 Uhr schon geschlagen hat. Die menschliche Dynamik endet zwangsweise in einer Katastrophe. Da hilft nur eines, den Konsum vor allem von Umweltkillern maximal zu verringern. Freiwillig werden das nur die wenigsten machen. Also gibt es nur die Möglichkeit durch strikte Verbote und dem Entzug von Kaufkraft vorzurücken.

    Alternativ entwickelt sich natürlich der Ressourcen bzw Footprint Kampf der auf unangenehme weise auch in einer Regulierung durch Dezimierung wirkt. Mit dem Lebensstandard (Footprint) des Durchschnittsdeutschen, könnten fast 1 Milliarde Menschen auf der Erde existieren.
     

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  3. #2 3. August 2017
    Ich denke das man dies nicht berechnen kann weil unendlich viele Fakoren damit einspielen die wir gar nicht als Mensch erfassen können. Wir wissen nicht einmal wie sich die Plastikbelastung langzeitlich auswirken wird, solange gibt es dies noch nicht. Zudem wissen wir rein gar nichts über die Klimaveränderung, wir vermuten das ist aber auch alles.

    Ich lebe aber schon sehr sparend und versuche so wenig wie möglich zu konsumieren.
     
  4. #3 3. August 2017
    Zuletzt bearbeitet: 3. August 2017
    Lange genug um die ersten Schäden zu erleben, das Mikroplastik ist dabei für alle komplexeren Lebewesen schädlich. Was für weitere Folgen noch dazu kommen, wenn die Partikel zunehmen, ist sicher unklar aber besser wird es bestimmt nicht ^^

    Vorrangig geht es da wohl um Ressourcenverbrauch und damit um direkte Umweltzerstörung.

    Der Klimawandel ist da nur ein weiterer Nebeneffekt. Fakt ist das der Anteil an Sauerstoff in der Luft messbar abnimmt, logisch da der Anteil an CO2 gleichermaßen zunimmt. Das Problem dabei, wir produzieren durch Verbrennung mehr CO2 als die Natur also Pflanzenwelt wieder aufnimmt und binden kann. Und der Effekt wird immer stärker, weil es immer weniger Wälder gibt und dafür immer mehr Verbrennug von Holz, Kohle und Öl/Gas. Dazu kommt ein weiterer Effekt, denn bei zu hohen Temperaturen und zu hohem CO2 Anteil verringern die Pflanzen sogar die Aufnahme und wachsen langsamer.

    Wäre alles kein Problem wenn man das wieder Rückgängig machen könnte, aber leider dauert das dann tausende von Jahren. Denn das überschüssige CO2 weicht in höhere Luftschichten aus, wo es von Pflanzen nicht erfasst wird. Also selbst wenn der Wald wieder wachsen würde und alles CO2 aufnimmt, das wir Produzieren und noch mehr, hätten wir unten zwar gute Luft aber in den hohen Luftschichten wäre immer noch CO2 welches die Wärmeabstrahlung reduziert bzw praktisch ein Isolator ist wie im Treibhaus.

    Man kann sich das wie einen rießigen Kuchen vorstellen. Der Kuchen wächst jedes Jahr ein wenig, allerdings futtern auch ganz viele Menschen an dem Kuchen. Manche nehmen sich dicke große Stücke und manche haben keine Kuchengabel und kriegen nur ein paar Krümel die abfallen. Mittlerweile ist es so, dass so viele Menschen an dem Kuchen Appetit bekommen haben (und viele Kürmel abfallen), dass würde man ihn gerecht und gleich aufteilen, für niemanden mehr ein ganzes Stück übrig wäre, sondern jeder nur noch einen kleinen bissen hätte, der nicht satt macht. Deshalb werden sich alle um den Kuchen prügeln so lange bis die übrigen wieder oder weiterhin satt werden.
    Dabei ist es so, dass der Kuchen durch die ganze Fresserei nicht besser wird, und letztendlich die Qualität für alle schlecht wird egal wie groß das Stück ist.
    Das ein kleines Stück nicht satt macht kann verschiedene Ursachen haben, entweder es ist wirklich zu klein oder der Hunger ist zu groß. Vermutlich hat die ganze Konsumfresserei nicht gerade zum kleinen Hunger beigetragen und eine Demokratie deren Funktionalität auf Fressbefriedigung beruht wird sich schwer tun mit einer angemessenen Diät.
     
    klaiser gefällt das.
  5. #4 3. August 2017
    War damit auch so gemeint. :)
     

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