Akademikersteuer als Studiengebührenersatz?

Dieses Thema im Forum "Politik, Umwelt, Gesellschaft" wurde erstellt von zvei, 27. Oktober 2010 .

  1. 27. Oktober 2010
    Hi, in Zeiten von Studiengebühren, die ärmere Studenten an Existenzprobleme bringen können und immer wieder konfliktstoff sind, bin ich auf eine Interessante Alternative gestoßen. - Akademikersteuer.

    Da in Österreich auch gerade wieder gegen Budgetkürzungen, Studiengebührenerhöhungen und mehr Zulassungsbeschränkungen demonstriert wird betrifft mich dieses Thema.

    Das Prinzip ist simple:
    Statt Studiengebühren muss jeder, der ein Studium erfolgreich abgeschlossen hat ein Arbeitslebenlang Akademikersteuern zahlen, die den Hochschulen zu gute kommen.

    In einer Radiosendung habe ich gehört dass schon ein Steuersatz von 0,5% ausreichen würde um den deutschen Bedarf der Hochschulen zu decken.
    Ich finde eigentlich dass das ziemlich fair ist. 0,5% ist wirklich nicht viel. Außerdem bezahlt dann Jemand, der durch seine Ausbildung viel Geld verdient (z.B. Chirurg) mehr, als irgendwelche "Hippies"(die sowiso immer gegen alles sind was Geld kostet), die Etnologie oder Afrikanistik studieren.

    Hier gehts zu einem Spiegel Artikel zu dem Thema


    Was denkt ihr über die Akademikersteuer?
     
  2. 27. Oktober 2010
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15. April 2017
    AW: Akademikersteuer als Studiengebührenersatz?

    keine schlechte idee, und dies 0,5 % isn echt ein klacks, meiner meinung nach.
    ich studiere zwar in berlin, brauch deshalb keine gebühren zu bezahlen, aber ich kenne genügend leute, die es auch hier schwer haben, sich am leben zu halten.
    vor allem trifft es dann wohl auch diejenigen, die akademiker, die (hoffentlich) in einen gut bezahlten job abbekommen, sodass die sich eher wenig ums geld kümmern müssen, wobei dies ja auch studeingang bedingt ist.

    Leider ähnelt das ein bisschen einer Burschenschaft, wo du dich Verpflichtest, ein Leben lang nach dem Stuidum die Verbindung zu ünterstützen, bloß, dass keine einzelnen Studenten davon porfitieren, sondern die danze Universität.

    Das Prinzip basiert ja darauf, dass die, die das Geld eher haben, den Schwächeren unter die Armegreifen, deswegen dieser Link zu Vermögenssteuer!
     
  3. 27. Oktober 2010
    AW: Akademikersteuer als Studiengebührenersatz?

    Klar ist ein Klacks, die restlichen fast 50% Steuern einfach mal vergessen.
     
  4. 28. Oktober 2010
    AW: Akademikersteuer als Studiengebührenersatz?

    Ich find die Idee aus mehreren Gründen bescheuert:

    1. Bezahlen Akademiker aufgrund ihres zu erwartenden höheren Gehalts eh schon mehr Steuern, weshalb sich der Staat an denen eh schon gesund stößt.
    2. Ist die Lage aktuell auch viel zu bürokratisch und unflexibel. Wir bekommen jetzt mittlerweile den vierten Kopierraum im Hörsaalzentrum, weil keiner weiß wohin die Studiengebühren noch hingepumpt werden sollen (die dürfen nur zur Verbesserung der Studienbedingungen eingesetzt werden). Vielleicht sollte man erstmal daran drehen.
    3. Würde für mich eine Bezahlung nur bei Leuten Sinn machen, die das Land verlassen, also ihre Ausbildung nicht durch Steuerzahlungen refinanzieren.
     
  5. 28. Oktober 2010
    AW: Akademikersteuer als Studiengebührenersatz?

    Bei uns das selbe, wir haben Festplatten geschenkt bekommen, Buecher mussten nicht geliehen werden, die gabs geschenkt, fuer Studienarbeiten hat man auch alles bekommen und konnte es behalten. Unsere Nachfolger haben ebookreader bekommen.

    Studiengebuehren sind Schwachsinn und sollen nur dazu genutzt werden irgendwann den Laenderanteil wegfallen zu lassen, da man ja doch alles aus den Studiengebuehren zahlen kann. Laecherlich.
     
  6. 28. Oktober 2010
    AW: Akademikersteuer als Studiengebührenersatz?

    Du bist doch ein Großverdiener, da tun dir auch 90 % Steuern nicht weh. Geiz mal nicht so mit deinem Geld*, Bonze.


    *Hart erarbeitet, interessiert aber kein Schwein
     
  7. 28. Oktober 2010
    AW: Akademikersteuer als Studiengebührenersatz?

    Halte nicht viel davon, als Akademiker verdient man doch mittlerweile fast nichts mehr. Obwohl, höhere Steuern für Fachärzte, da könnte man schon was machen, die verdienen zu viel


    Btw:

    Versehentlich bedankt...eindeutig zu nahe am "Quote"-Button.
     
  8. 28. Oktober 2010
    AW: Akademikersteuer als Studiengebührenersatz?

    nett gedacht aber im endeffekt blödsinn.

    1. haben die unis genug geld und ich halte es für sinnvoller, dass diese 1. sinnvoller damit haushalten ( zum beispiel nicht den oftmals viel zu stark politisierten Studentenvertretungen sinnlos das geld in den rachen zu pusten damit die davon flyer gegen tierversuche oder die globalisierung drucken) und 2. wenn dann stärkere verbindungen in die wirtschaft aufbauen. ich rede hier nicht von einflussnahme von großen firmen, das muss natürlich unterbunden werden aber beide seiten profitieren massiv davon, wenn ein engerer kontakt herrscht. Viele firmen würden da geld geben klappt in anderen ländern ja auch.

    2. werden die leute, die den haushalt unnötig belasten gar nicht erfasst, zb langzeitstudenten, die am ende ohne abschluss abgehen und dem staat kaum geld zurückgeben weil sie wenig verdienen. usw

    es gibt noch zahlreiche argumente die dagegen sprechen.

    mal davon abgesehen: 0,5% ein leben lang ist viel zu viel geld. und damit meine ich nicht viel zu viel was genommen wird, sondern viel zu viel was gegeben wird. was sollen die unis denn mit so viel geld anfangen? am ende ist es nur ne überflüssige zusatzbelastung für akademiker die nicht wirklich sinnvoll eingesetzt werden kann
     
  9. 28. Oktober 2010
    AW: Akademikersteuer als Studiengebührenersatz?

    Keine Sorge, werden die Einnahmen höher als gedacht ausfallen wird Berlin eine Lösung finden das Geld anderweitig zu verwenden. Da ist man ja flexibel.
     
  10. 28. Oktober 2010
    AW: Akademikersteuer als Studiengebührenersatz?

    Und damit die Gelder nicht für irgenteinen Unfug ausgegeben werden, werden die Bürger gebraucht aktiv ihre Meinung zu vertreten. Nicht die Kernwähler der FDP oder gar andere Parteien, sondern die breite Masse. Wir, die breite Masse, sind die mächtigsten Kontrolleure.
     
  11. 28. Oktober 2010
    AW: Akademikersteuer als Studiengebührenersatz?

    Wie ernst Berlin die Bevölkerung nimmt sieht man jedes Jahr, wenn der Bund der Steuerzahler die nah an der Milliardengrenze kratzenden Millionenverschwendungen des Bundes präsentiert. Sieh es endlich ein, der Steuerzahler hat keinerlei Kontrolle über die Finanzen des Bundes, geschweige denn für was sie verwendet werden.
     
  12. 1. November 2010
    AW: Akademikersteuer als Studiengebührenersatz?

    Wenn der Steuerzahler denkt: "Ich zahle Steuern also habe ich ja meine Pflicht als Bürger getan." - Falsch! Steuern zahlen ist die kleinste Arbeit des Bürgers, die große ist es, seine Kontrolle als Masse nicht zu verlieren und aktiv an der Politik mitzuwirken. Wenn du sagen würdest: "Hier 50EUR kaufe dafür was anständiges aber lass mich in Ruhe" denkst du das halte ich ein? Wenn du keine Regeln hast, die du mir gibst, dann mache ich damit was ich denke gut für mich ist. Das ist mit Stuttgart 21 auch so, als der Vertrag zustande kam, hat kein Hahn danach gekräht, jetzt sind sie alle auf der Strasse, etwas zu spät, oder?
     
  13. 2. November 2010
    AW: Akademikersteuer als Studiengebührenersatz?

    Um mal wieder zum Thema zu kommen:

    Schwachsinn. Da sind ja die Kredite für Studenten schon sinnvoller und die sind zu Teil schon...naja...
    Aber nenn mir mal nen Studenten, der mit Bafög oder KfW nicht genug bekommt. Jeder Student bekommt mehr als ein Hartz4ler.

    Wobei eher die Frage offen ist, ob die Unis wirklich zuviel Geld bekommen. In Ländern mit Studiengebühren definitiv (an der HAW Hamburg wurde mal überlegt Laptops Erstsemestern zu schenken), an Unis ohne Studiengebühren ist das nicht der Fall (hier wird mit Raumknappheit etc. gekämpft).

    Und das alles lenkt eh von der Frage ab, wie sinnvoll der Bachelor/Master überhaupt in dieser Form ist. Vor allem für Ingenieurstudiengänge ist es unzumutbar (ich bin nichtmal einer)!

    Mal ganz davon abgesehen, dass ein Bachelor in den USA 4 Jahre dauert und der 3 Jahre Blödsinn, der hier betrieben wird, dort nicht gleichwertig anerkannt wird. Dazu kommt, dass der Lernstoff in Deutschland kein Stück gekürzt wurde und so der Magister von 8-10 Semestern auf 6 "gekürzt" wurde. Rein zeitlich und kein Stück vom Inhalt her.
    (Und dies gilt für Geisteswissenschaften, die schon "relativ" locker sind.)

    Wobei das Schlimmste diese Festgefahrenheit auf 6 Semester ist. Eine "freie" Studienregelzeit wäre für alle Studierenden und Dozenten wesentlich entspannter.

    Dazu kommt die nicht vorhanden Vielfältigkeit der Unis in Deutschland. Einfach nur peinlich, dass man sich schon vor Studienbeginn auf seine Fachrichtung spezialisieren muss, ohne dass man wirklich Ahnung davon hat.

    PS: Es gibt definitiv auch einige Vorteile am neuen System!

    @TE: Rechne mal immer 0,5% von deinem Monatsgehalt ab. So zufrieden wärst du damit auch nicht, vor allem weil der Wert die Kosten deines Studiums bei weitem übersteigt, solange du nicht vorzeitig sterben solltest.
     
  14. 2. November 2010
    AW: Akademikersteuer als Studiengebührenersatz?

    Wo lebst du denn?!?!
     
  15. 2. November 2010
    AW: Akademikersteuer als Studiengebührenersatz?

    500-600 Euro grob reichen zu Leben und für ne kleine Wohnung locker. Die Aussage von oben ist auf die dort genannten Kredite bezogen.
     

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