Aktenkoffer voller Geld von afrikanische Diktatoren für Frankreichs Staatschefs

Dieses Thema im Forum "Politik, Umwelt, Gesellschaft" wurde erstellt von bushido, 12. September 2011 .

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  1. #1 12. September 2011
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 14. April 2017
    "Aktenkoffer voller Geld" für Frankreichs Staatschefs


    [​IMG]
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    Drei Nicht-Freunde sitzen ausnahmsweise im selben Boot: Frankreichs Ex-Premier Dominique de Villepin, Präsident Sarkozy und Ex-Präsident Chirac (von links) werden der Korruption beschuldigt (Foto: Reuters)


    Ein Berater des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy hat nach eigenen Angaben dessen Vorgänger Jacques Chirac und dem früheren Regierungschef Dominique de Villepin jahrelang Aktenkoffer voller Geld von afrikanischen Machthabern überbracht.

    Die Millionensummen seien unter anderem zur Finanzierung von Wahlkämpfen bestimmt gewesen, sagte der Anwalt Robert Bourgi der Sonntagzeitung "Journal du Dimanche".

    Bourgi, der seinerzeit Chirac und Villepin in Afrikafragen beriet und heute Sarkozys inoffizieller Afrikaberater ist, gab den Betrag der zwischen 1997 und 2005 übergebenen Gelder in der Zeitung mit mehreren Dutzend Millionen Francs an.

    Chiracs Anwalt Jean Veil kündigte daraufhin eine Verleumdungsklage gegen Bourgi an. Der Ex-Präsident habe ihn darum gebeten, sagte Veil. An einem derzeit laufenden Prozess wegen Missbrauchs öffentlicher Gelder als Pariser Bürgermeister muss der 78-jährige Chirac wegen "gesundheitlicher Probleme" nicht teilnehmen.

    Auch Sarkozy soll seinen Koffer erhalten haben

    Für Chiracs Präsidentschaftswahlkampf 2002 flossen laut Bourgi durch seine Vermittlung etwa zehn Millionen Dollar von fünf afrikanischen Staatschefs: Abdoulaye Wade (Senegal), Blaise Compaoré (Burkina Faso), Laurent Gbagbo (Elfenbeinküste), Denis Sassou Nguesso (Republik Kongo) und Omar Bongo (Gabun).

    Der derzeitige Außenminister Alain Juppé bekam laut Bourgi über Jahre hinweg die Kosten für seinen politischen Klub 89 aus Bongos Schatulle bezahlt. Sarkozy habe ihn, Bourgi, dagegen gebeten, "für ihn zu arbeiten - aber ohne das Finanzierungssystem über Koffer".

    Chiracs damaliger Afrikaberater Michel de Bonnecorse sagte dem investigativen Journalisten Pierre Péan hingegen, Bourgi habe vor 2007 dem damaligen Innenminister Sarkozy einen "Geldkoffer vor die Füße gestellt".

    Villepin: alles Hirngespinste

    Villepin sprach im Zusammenhang mit Péans neuem Buch "La République des mallettes" (Die Republik der Geldkoffer) von einem "Hirngespinst" und warf jetzt Bourgi vor, einen "Nebelvorhang" zu errichten und Unsinn zu verbreiten. Er stellte außerdem einen Zusammenhang zu der sogenannten Clearstream-Affäre aus dem Jahr 2004 her. Im ersten Prozess war Villepin im vergangenen Jahr freigesprochen worden. Die Entscheidung im Berufungsprozess steht in den kommenden Tagen an. Die Anklage wirft dem ehemaligen Premierminister vor, an einer Verleumdungskampagne gegen seinen Erzrivalen Sarkozy beteiligt gewesen zu sein.

    Die oppositionellen Sozialisten forderten das Justizministerium angesichts der schwerwiegenden Vorwürfe auf, Ermittlungen einzuleiten. Villepins Verbündete verlangten Aufklärung über das genaue Verhältnis zwischen Sarkozy und Bourgi.

    Quelle: t-online.de, AFP



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    Ein weiterer Schritt zur Beendigung der bisherigen Herrschaftsverhältnisse auf der Welt ist eingeläutet. Bald wird sich auch der selbsternannte Napoléon, Kriegstreiber, Massenmörder "Sarkotzi" aus seinem Amt verabschieden müssen. Den Verdacht gab es lange. Gaddafi hat diese Spekulationen ausgelöst, als er behauptet hat, "Sarkotzis" Wahlkampf sei von ihm finanziert worden. Die Namen, die jetzt auftauchen, sind allerdings ein völlig anderes Kaliber was Brutalität und Rücksichtslosigkeit angeht. Auch die Ausflüchte der drei Beschuldigten werden ihnen letztlich nicht mehr helfen. Ihre Zeit ist abgelaufen. :D
     

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  3. #2 14. September 2011
    AW: Aktenkoffer voller Geld von afrikanische Diktatoren für Frankreichs Staatschefs

    Unglaublich, ist aber verständlich.
    "Geld regiert die Welt!" Die afrik. Diktatoren wissen das nur zu gut und erleichtern sich so ihr Leben.
    Ich würde mich nicht wundern, wenn in DE ähnliches schon passiert ist...
     

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