Auch das Internet kann ein Klimakiller sein

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von xxxkiller, 10. Juli 2007 .

Schlagworte:
  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  1. #1 10. Juli 2007
    Der Klimaschutz wird auch in der IT-Branche immer wichtiger. Intel, Microsoft, Google und Co. haben sich daher zu einer „Computing-Initiative der Klimaschützer“ zusammengeschlossen. Einen eigenen Weg geht das Berliner Internet-Unternehmen Strato, das für den Betrieb seiner Rechenzentren ab Anfang nächsten Jahres nur noch Strom aus erneuerbaren Energiequellen verwenden will.

    HB FRANKFURT. „Man nimmt es als Verbraucher gar nicht wahr, dass das Internet Strom verbraucht“, sagt Strato-Vorstandschef Damian Schmidt Anfang Juli im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP. Schließlich machen digitale Informationen im Vergleich zu Autos und Flugzeugen einen ziemlich sauberen Eindruck. Aber auch die Internet-Nutzung ist mit der Emission einer erheblichen Menge von Treibhausgasen verbunden. Der 24-Stunden-Betrieb eines Web-Servers mit einer Leistungsaufnahme von rund 350 Watt benötigt viel Strom. Und der kommt meist aus Kohlekraftwerken.

    Die beiden Strato-Rechenzentren in Berlin und Karlsruhe verbrauchen nach Angaben Schmidts 30 Gigawattstunden im Jahr - und sind für einen Kohlendioxid-Ausstoß von 15 000 Tonnen verantwortlich. „Wir wollen null Emission“, sagt Schmidt. Strato habe deswegen seinen Liefervertrag mit dem bisherigen Versorger EnBW gekündigt und einen neuen Vertrag mit der NaturEnergie AG geschlossen, die ihren Strom in Wasserkraftwerken am Hochrhein erzeugt.

    „Rechenzentren haben eine hohe Grundlast, da ist Wasserkraft besser als Solarenergie“, erklärt Schmidt. Die Kernenergie hingegen sei für ihn keine Alternative, weil schon beim Bau eines Reaktors mehr CO2 ausgestoßen werde als später eingespart werden könne.

    Der Ökostrom ist zwar etwas teurer. Aber Strato habe sich in Verhandlungen günstige Bedingungen gesichert, erklärt der Manager. Auch werde sich die Preisschere irgendwann schließen, da mit steigenden Kosten fossiler Energieträger zu rechnen sei. Gleichwohl kritisiert Schmidt, dass bislang zwar die Erzeugung regenerierbarer Energien staatlich gefördert werde, nicht aber die Abnahme.

    Schlecht geschriebener Code belastet

    Der Wechsel beim Stromversorger ist nur ein Teil der Umweltstrategie von Strato. „Wir sind seit über zwei Jahren dabei, die Energieeffizienz zu erhöhen, was letztlich kostengesteuert ist“, erklärt der Chef des nach Marktführer 1&1 zweitgrößten Web-Hosters in Europa, auf dessen Servern drei Mill. Internet-Adressen zuhause sind. Hardware, Gebäudetechnik und Software sind die drei Ansatzstellen, um den Stromverbrauch so effizient wie möglich zu gestalten.

    So wurden beim „Shared Hosting“, dem Massengeschäft mit mehreren Internet-Auftritten auf einem Server, kürzlich die Rechner auch mit Blick auf den Stromverbrauch ausgewechselt. Die neuen Maschinen vom Typ „Sun Fire T200“ verbrauchen nach Angaben Schmidts 90 Prozent weniger Energie je Rechenvorgang, da ihre Niagara-Prozessoren besonders auf die Abwicklung von HTTP-Anfragen im Internet abgestimmt sind.

    Außerdem kommen Netzteile mit möglichst geringer Abwärme und Lüfter mit geringerem Reibungswiderstand zum Einsatz. „Wir gehen Komponente für Komponente durch“, sagt Schmidt. Webseiten und Daten mit besonders hohen Abrufzahlen werden auf File-Servern des Herstellers NetApp gelagert, um den Stromverbrauch von Festplattenzugriffen einzusparen.

    Bei der Gebäudetechnik richtet sich der Blick vor allem auf die erforderliche Kühlung der Server. Bei niedrigen Temperaturen kommt in den Strato-Rechenzentren eine Wasserkühlung zum Einsatz, die weniger Energie verbraucht als die Kompressionskühlung. Um auch kleinste Einsparmöglichkeiten aufzuspüren, arbeitet Strato mit der TU Berlin zusammen.

    Ein großes Potenzial für effizienteren Stromverbrauch sieht Schmidt in der Software-Entwicklung: „Schlecht geschriebener Code ist ein Klimakiller.“ Denn wenn der Prozessor wegen komplizierter Software-Befehle mehr arbeiten muss als nötig, wird entsprechend mehr Strom verbraucht. „Wir haben durch schlecht geschriebene PHP-Skripte eine hohe Ressourcenbelastung“, sagt Schmidt. Was sich im Einzelfall kaum bemerkbar macht, wird bei millionenfacher Verwendung zum Kosten- und Klimafaktor.

    Alle Maßnahmen zusammengenommen haben Schmidt zufolge bewirkt, dass der Energieverbrauch pro Kunde in den vergangenen zwei Jahren um 30 Prozent gesenkt werden konnte. Aber die Zahl der Internet-Nutzer nimmt ja weiter zu, und auch die Datenflut ist ungebrochen. Bis 2010 soll sich die Menge der jährlich produzierten digitalen Daten nach einer Schätzung des Marktforschungsinstituts IDC auf 988 Exabyte versechsfachen, das sind 988 Mrd. Gigabyte. Entsprechend weit reichende Initiativen sind notwendig, um den Beitrag der IT-Branche zur globalen Erwärmung einzudämmen.

    Web-Design und Klimaschutz

    Das Design von Webseiten beeinflusst nicht nur die Ladezeiten im Browser, sondern auch den Strombedarf, der für die Bereitstellung der Daten erforderlich ist. Was bei einer einzelnen Webseite kaum ins Gewicht fällt, summiert sich bei Mill. von Internet-Auftritten zu einer im Sinne des Klimaschutzes vermeidbaren Stromverschwendung.

    Schlechter HTML-Code, umständliche Skripte und nicht gepflegte Datenbanken verlängern die Ladezeiten von Webseiten. Daher sollten Inhalt und Layout mit Hilfe von CSS sauber voneinander getrennt werden. Bilddateien sollten so klein wie möglich gehalten werden. In MySQL-Datenbanken sollten überflüssigen Daten entfernt werden, um die Zugriffszeiten kurz zu halten. Zu einer derart verstandenen Web-Hygiene gehört auch, dass Multimediale-Elemente zurückhaltend und nur dort eingesetzt werden, wo sie wirklich sinnvoll sind.

    Quelle: handelsblatt.com
     

  2. Anzeige
    Dealz: stark reduzierte Angebote finden.
  3. #2 11. Juli 2007
    AW: Auch das Internet kann ein Klimakiller sein

    ich finde es vor allem laecherlich mit den websites die doch alle
    besser mit css gecodet werden sollen um das klima zu schuetzen...
    ich mein nix gegen css :) aber das kanns doch wohl nicht sein.
    erstens wird es wohl noch groessere stromfresser geben als die
    server die ein paar sekunden leanger laden und
    zweitens ist das co2 nicht verantwortlich fuer den klimawandel,
    da die industrie weitaus schlimmere gase in die atmosphäre pustet.
    klimaerwaermung und abkuehlung hats halt immer gegeben und da wird das
    internet wohl nicht viel zu beisteuern.
     
  4. #3 11. Juli 2007
    AW: Auch das Internet kann ein Klimakiller sein

    Langsam aber sicher nerven diese Weltuntergangs Theorien.
    Als ob man dass davor noch nicht gewusst hätte, alles wird jetzt so hochgeschaukelt.
     
  5. #4 11. Juli 2007
    AW: Auch das Internet kann ein Klimakiller sein

    boar, das geht mir so auf die nerven mit dem Klima. mach hier was, mach da was und und und. Ok, es ist schon ein ernstes Thema, aber warum kommen die leute jetzt auf die Idee da was zu ändern??? Und dann immer die unwichtigen sachen mit dem HTML Code. Morgen die news: BEI JEDEM KLICK IM EXPLORER STIRBT EIN BAUM!!!

    Genau so sehe ich das auch! BW ist raus!!!

    Ich lebe so weiter wie ich jetzt gelebt habe und schreibe mein HTML Code so wie ich es für richtig halte. Kling Egoistisch, ist aber so! Vielleicht gibt es ja bald neben The W3C CSS Validation Service auch die Adresse: http://jigsaw.w3.org/klimacode-validator/
     
  6. #5 11. Juli 2007
    AW: Auch das Internet kann ein Klimakiller sein

    Langsam nervt mich die Story rund um den Klimaschutz.
    Ich mein damals im Mittelalter wars wärmer als heute.
    Abgesehen davon wird nich zuerst der Co² Ausstoß höher sondern erst die Temperatur
    Anschliessend passt sich der CO² Ausstoß dieser an.
    Das haben einige Forscher aus einem Verband mal bewiesen indem sie das Polareis ausgegraben und somit das Klima der vergangenheit nachvollzogen haben.
    Hier mal ein Video dazu:
    Der Klimaschwindel! - Fun Videos bei iSNiCHWAHR.de
    Dauert zwar ziemlich lange aber wie ich finde ist es sehenswert.

    Echt langsam gehts mir auf den Geist dieses Gelabere um den Klimaschwindel.

    //hoi da gibts ja viele die derselben meinung sind^^
     
  7. #6 11. Juli 2007
    AW: Auch das Internet kann ein Klimakiller sein

    Vielen dank für den Link: Der Klimaschwindel! - Fun Videos bei iSNiCHWAHR.de

    Ich habe die Doku schon gesucht. BW ist raus!!!

    Vorallem Pro7 geht mir auf die nerven mit ihren CO²NTRA. Aber das ist mal gut zu wissen, das es anderen auch so geht. Weil wenn man immer von solchen zeug genervt wird, macht man sowas erst recht nicht...
     
  8. #7 11. Juli 2007
    AW: Auch das Internet kann ein Klimakiller sein


    genau so ist es und Ende des Jahres redet keiner von ist genau so wie Vogelpest und sonstiges....
     
  9. #8 11. Juli 2007
    AW: Auch das Internet kann ein Klimakiller sein

    Find ich blöd ! ich meine So Angfelegenheiten wie Auto oder Strom oder Licht kann man ja net bstreiten aba anscheindn is ohl bald auch das Atmen schädigend für das Klima , jetzt soll auch das internetsurfen keinen Spaß mehr machen findsch schadö :(
     
  10. #9 11. Juli 2007
    AW: Auch das Internet kann ein Klimakiller sein

    gute sache, auch wenns mehr ein werbe gag ist ... und wegen co2 = klimawandel oder auch nicht ich denke jeder sollte das ganz vorsichtig sein wofür man einsteht, da auf beiden seiten grooße lobbys stehen ganz besodners auf der seite welche den menschen verurschten klimawandel leugnet.
    man sollte sich nicht zu sehr von einer doku beeinflusen lassen man weiß nie wer sie finanziert hat, andersrum sollte man natürlich auch nicht gegenargumente ignorieren ... wie immer solllte man bversuchen sich ne eigene meinung aus vielen verschiedenen quellen zu bilden.

    und wenn die it branche wirklich was gegen den energieverbrauch tun will sollte die hardware als ansatzpunkt genommen werden. Desktop pc sind wahre stromfresser und wahre heizungen ... der trend muss hier zu sparsamen techn iken gehen und die notebook technologie sollte als inspirationsquelle diennen.

    also leute denkt nicht zu einseitig ;-) blöd waere es doch wenn die doku eine falsche aussage trifftu ndwir alle in 50 jahren bzw unsere kinder in 100 die :poop: ausbaden müssen.
    Ein bischen energie psaren kann nicht schaden auch dem eigenen geldbeutel nicht.

    gruß paine
     
  11. #10 11. Juli 2007
    AW: Auch das Internet kann ein Klimakiller sein

    Finds super, dass sich die IT-Branche gedanken macht. Und HANDELT! Is wohl der größte Unterschied zum Rest der Welt ... :)

    Weiter so :)
     

  12. Videos zum Thema
Die Seite wird geladen...
  • Annonce

  • Annonce