Aufklärungsseite für Drogen

Dieses Thema im Forum "Alltagsprobleme" wurde erstellt von Ange!uz, 17. Juli 2007 .

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  1. #1 17. Juli 2007
    Da es immer wieder Berichte gibt, wo Jugentliche in ernste Gefahr kommen, weil sie Drogen konsumiert haben, ohne über Nebenwirkungen bescheid zu wissen, habe ich mal Recherchiert.

    Das Problem an den meisten Seiten im Internet ist, das sie zu sehr drohend oder sogar mahnend sind. da schreckt viele Leser ab, obwohl es viel über Drogen zu wissen gibt. Ich hab euch mal die wichtigesten hier erklärt.:

    Ich möchte hiermit ausdrücklich darauf hinweisen, dass die hier aufgeführten Darstellungen rein informativen Charakter besitzen.
    Sie stellen keine Anleitung bzw. Aufforderung zum Konsum illegaler sowie legaler Drogen dar.

    Alkohol

    Reiner Alkohol ist eine klare, farblose, würzig riechende und brennend schmeckende Flüssigkeit, die mit Sauerstoff zu Kohlendioxid und Wasser verbrennt. Ethanol/ Ethylalkohol (C2H5OH) wird in Dosierungen bis zu 80% in verschiedenen Getränken angeboten. Alkoholische Getränke gehören als Genussmittel gesetzlich zu den Lebensmitteln.

    Wirkung
    Die Aufnahme von Alkohol über den Zwölffinger- und Dünndarm ins Blut dauert ungefähr 30-60 Minuten und ist abhängig von der Alkoholkonzentration, dem Kohlensäuregehalt des Getränkes sowie vom Füllungszustand des Magens.
    Alkohol bewirkt in der Regel ein Gefühl allgemeinen Wohlbefindens, der Entspannung, der Heiterkeit, der Minderung von Ängsten, den Verlust von Hemmungen und eine gesteigerte Kontaktfreudigkeit. Bei höheren Dosierungen wirkt Alkohol zunehmend hemmend und betäubend.
    Es kommt zu verminderter Sehleistung, die Hör- und Konzentrationsfähigkeit ist eingeschränkt sowie die Fähigkeit zur Selbstkritik. Die Bewegungskoordination und die Reaktionszeit werden mit Erhöhung der Dosis schlechter, Fahruntüchtigkeit ist z.B. die Folge.
    Häufig gibt es den "Kater" am Morgen danach! Alkohol ist ein Zellgift! Er wirkt ab einer täglichen Menge von ca. 20-60g reinen Alkohols (dies entspricht etwa 1 Liter Bier bzw. 0,5 Liter Wein) zerstörerisch auf die Nervenzellen und schädigt sie irreversibel. Außerdem schädigt anhaltender Alkoholmissbrauch die Leber, das Nervensystem, den Magen-Darm-Trakt, das Herz und die Bauchspeicheldrüse. Die geistige Leistungsfähigkeit sinkt. Hinzu können Hautveränderungen, vorzeitiges Altern, Depressionen, Angstzustände und die Zerstörung von Gehirnzellen kommen. Das Krebsrisiko ist erhöht. Es besteht die Gefahr einer schweren, sich langsam entwickelnden körperlichen und psychischen Abhängigkeit!

    Safer Use
    Um die Risiken des Alkoholkonsums zu minimieren, solltest du einige Hinweise beachten:
    Alkohol verstärkt oftmals die Wirkung anderer Drogen, wodurch ein gesundheitliches Risiko extrem verstärkt werden kann.
    Die Einnahme von Medikamenten solltest du in Verbindung mit Alkohol unterlassen, da auch hier Wirkungen verstärkt bzw. gefährliche Nebenwirkungen oder Komplikationen auftreten können.
    Besondere Vorsicht ist im Umgang mit GHB (Liquid Ecstasy) und Alkohol geboten, da diese Mischung äußerst lebensgefährlich werden kann.
    Vermeide das Fahren von Fahrzeugen, da Fahren unter Alkoholeinfluss durch veränderte Wahrnehmung, verlangsamte Reaktionszeit und Selbstüberschätzung stets eine starke Selbst- und Fremdgefährdung darstellt.
    Alkohol entzieht dem Körper viel Flüssigkeit, deshalb solltest du zusätzlich zum Alkoholverzehr ausreichend Wasser oder Säfte trinken.
    Alkohol solltest du nicht auf leeren Magen trinken, da er sonst schneller und schädlicher auf Organe wirkt.




    Nikotin

    Substanz
    Das Alkaloid Nikotin wird in der Wurzel der Tabakpflanze gebildet und wandert bei Reifung der Pflanze in die Blätter. Nikotin ist in Reinform geschmacklos. Der Zigarettenrauch enthält 2000 weitere, vor allem gesundheitsgefährdende Stoffe, wie z.B. Teer (sorgt für den Geschmack), Kohlenmonoxid, Benzol, Cadmium, Stickstoff und Blausäure.
    In der Umgangssprache gibt es vielerlei Synonyme für das Wort Zigarette, z.B. Fluppe, Kippe, Zichte.

    Konsumform
    Nikotin wird in Form von Zigaretten geraucht. Es gibt auch Kau- und Schnupftabak.

    Wirkung
    Die Freisetzung des in Tabak enthaltenen Stoffes Nikotin erfolgt sofort beim Anzünden der Zigarette und gelangt, gebunden an Teerteilchen zuerst in die Lunge und von dort ins Blut. Dann erreichen die Nikotinmoleküle das Gehirn, heften sich an die Nervenzellen und beeinflussen so deren Aktivitäten.
    Nikotin wirkt anregend und bei höherer Dosierung beruhigend und muskelentspannend. Hunger-, Angst- und Aggressionsgefühle werden gemildert. Sonstige Begleiterscheinungen sind Zunahme der Atem- und Herzfrequenz, ein Anstieg des Blutdrucks, ein Absinken der Körpertemperatur, Schwindelgefühle und Übelkeit (v.a. bei Erstkonsum oder bei stark abgesenktem Nikotinspiegel im Blut, z.B. am Morgen), vermehrte Freisetzung von Adrenalin sowie eine überhöhte Aktivität des Magen-Darm-Traktes.
    Die eigentlichen gesundheitlichen Schädigungen des Körpers gehen zu Lasten der zahlreichen Begleitstoffe des Tabakrauchs. Jedoch sind die relativ "harmlose" Droge Nikotin und deren Begleitsubstanzen ziemlich unzertrennlich.
    Langfristiges Rauchen führt oft zu Atemwegserkrankungen wie Asthma und chronischer Bronchitis. Die Beimengungsprodukte beim Rauchen sorgen für eine vermehrte Schleimproduktion sowie eine reduzierte Sauerstoffmenge im Blut. Des Weiteren wird die Magenschleimhaut angegriffen, dies kann zu unangenehmen Magengeschwüren führen. Zudem birgt Rauchen das höchste Risiko an Lungen-, Mundhöhlen-, Kehlkopf-, Speiseröhren-, Blasen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs in sich. Kohlendioxid und Nikotin erhöhen das Risiko von Gefäßverengungen durch Ablagerungen an den Blutgefäßwänden (Arteriosklerose) und damit die Wahrscheinlichkeit einer Thrombose.
    Regelmäßiger Nikotinkonsum führt zu physischen Entzugserscheinungen und psychischer Abhängigkeit. Bei "Entzug" sind Depressionen, Angstgefühle, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit und Gewichtszunahme möglich. Mit einer Einschränkung des Geruchs- und Geschmackssinnes ist ebenfalls zu rechnen.

    Safer Use
    Um die Risiken des Nikotinkonsums zu minimieren, solltest du einige Hinweise beachten:
    Personen mit Herz-Kreislaufproblemen sollten keinen bzw. nur kontrollierten Tabakkonsum genießen.
    Auch Personen mit diversen Lungen- und Atembeschwerden (Asthma, Bronchitis) sollten diese nicht durch Tabakkonsum unterstützen.
    Zigaretten gegessen, können u.U. zum Tod führen.

    BtMG
    Nikotin ist eine legale Substanz also sind Besitz, Erwerb und Handel nicht strafbar.


    Cannabis

    Substanz
    Der Wirkstoff von Cannabis ist THC (delta-9-Tetrahydrocannabinol) und ist eine psychoaktive Substanz. Cannabisprodukte sind Marihuana, Haschisch und Haschischöl. Marihuana sind klein geschnittene Pflanzenteile der Hanfpflanze. Der THC-Gehalt ist etwas geringer als bei Haschisch. Haschisch ist das gepresste Harz der Hanfpflanze. Haschisch-Öl hat einen sehr hohen THC-Gehalt, es ist allerdings weniger verbreitet.
    Szenenamen sind Dope, Gras, Grass, Hasch, Kiffe, Pott, Shit usw..

    Konsumform
    Cannabis-Produkte können pur oder mit Tabak in Joints (selbst gedrehte Zigarette) und Pfeifen jeglicher Art geraucht, in Tee gelöst oder mit Essen zubereitet werden.

    Wirkung
    Beim Rauchen tritt die Wirkung nach etwa 5 Minuten ein, beim Verzehr dauert es mitunter 0,5-2 Stunden. Die Wirkung dauert, je nach Dosis, 2-4 Stunden.
    Abhängig von der körperlichen und seelischen Verfassung sowie der Konsumform kommt es zu beruhigenden, entspannenden und stimmungsaufhellenden Effekten, einem Gefühl der Entspannung und Heiterkeit mit gesteigerter Kontaktfähigkeit. Hohe Dosierungen führen zur Intensivierung der Sinneswahrnehmungen, z.B. akustischer und visueller Art oder auch im sexuellen Erleben. So wird das Zeitempfinden oftmals falsch eingeschätzt, so dass Minuten wie Stunden erscheinen. Hunger- und Durstgefühl werden verstärkt.
    Unmittelbar nach dem Konsum können kurzzeitige Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit, "rote Augen", Steigerung der Herz- bzw. Pulsfrequenz ohne Blutdrucksteigerung, leicht herabgesetzte Körpertemperatur, Verminderung der Reaktionsfähigkeit, stark verminderter Antrieb, Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses sowie der Konzentration und der kognitiven Leistung auftreten. Bei sehr hohen Dosierungen können außerdem Übelkeit, Erbrechen, alptraumartige halluzinationsähnliche Erlebnisse und Angstzustände auftreten.
    Bei Dauergebrauch besteht die Gefahr von Atemwegserkrankungen, wie Asthma und Bronchitis sowie ein erhöhtes Lungenkrebsrisiko. Bei Männern kann der chronische Gebrauch von Cannabis den Testosteronspiegel senken und dadurch die Spermienproduktion hemmen. Bei Frauen kann der Menstruationszyklus betroffen sein. Die Gedächtnisleistung lässt stark nach. Doch sämtliche dieser Wirkungen sind wahrscheinlich reversibel und verlieren sich nach Absetzen der Droge.
    Verborgene (latente) Psychosen können aktiviert werden. Des Weiteren ist eine psychische Abhängigkeit möglich!

    Safer Use
    Um das entstehende Risiko durch den Konsum von Cannabis zu reduzieren, solltest du unbedingt einiges beachten:
    Konsumiere nur, wenn du dich wohl fühlst, da Cannabis deine jeweilige Stimmung verstärkt.
    Sorge für eine dir angenehme Umgebung.
    Konsumiere nicht regelmäßig, denn Cannabis sollte nicht der Mittelpunkt in deinem Leben werden.
    Der häufige und exzessive Gebrauch birgt die Gefahr einer psychischen Abhängigkeit in sich.
    Du solltest nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen, da deine Fahrtauglichkeit eingeschränkt ist.
    Wenn du Cannabis rauchst, dann rauche es möglichst pur, das vermindert das Risiko einer Atemwegs- und Lungenkrebserkrankung. Das Lungenkrebsrisiko kann des Weiteren reduziert werden, indem du Vaporizer, Wasserpfeifen bzw. Joints mit speziellen Kohle-aktiv-Filtern benutzt.
    Wer Cannabis in Getränken oder im Essen einnimmt, sollte vorsichtig mit der Dosierung sein. Der Wirkungseintritt kann stark variieren und muss nicht zwangsläufig nach etwa einer halben Stunde eingetreten sein. In diesem Falle sollte die Dosis nicht erhöht werden, da sich die volle Wirkung noch entfaltet und das Risiko einer Überdosierung vergrößert werden würde.
    Um unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden, solltest du keinen Alkohol oder auch andere Drogen in Verbindung mit Cannabisprodukten einnehmen.
    Sollte es Dir nach dem Konsum von Cannabisprodukten schlecht gehen, suche dir eine ruhige Umgebung, rede mit Freunden und versuche dich auf schöne Dinge einzulassen.
    Da Cannabisprodukte gefäßerweiterende Wirkungen haben, sollten Personen mit Herz-Kreislauf-Problemen auf den Konsum verzichten.


    Ecstasy

    Substanz
    Der Wirkstoff ist das Amphetaminderivat MDMA. Es werden aber auch andere Derivate wie MDA, MDBD, MDE und MDEA bzw. Kombinationen mehrerer Derivate und Wirkstoffe als Ecstasy gehandelt. Als Beimengungen und auch Hauptwirkstoffe sind Amphetamine (wie z. B. in Speed), Halluzinogene (z.B. DOB), Koffein und andere toxische Substanzen wie PMA und Atropin oder Methamphetamin zu finden. Form und Aussehen geben dabei keinen sicheren Rückschluss auf vorhandene Inhaltsstoffe.
    Szenenamen sind "Adam" (für MDMA), "Eve" (für MDEA), "E", "Teile", "Pille" usw..

    Konsumform
    XTC wird oral als Tabletten bzw. Pille, zusammen mit Wasser, eingenommen. In seltenen Fällen wird es gesnieft.

    Wirkung
    Die Wirkung setzt gewöhnlich 30-45 min. nach der Einnahme ein. Die Wirkungsdauer beträgt, je nach Wirkstoff und Wirkstoffgehalt, 2-8 Stunden.
    Ecstasy beeinflusst den Dopamin- (körpereigenes Belohnungs- system/ Emotionen/ Motorik) und Serotoninhaushalt (Stimmung, Schlaf-/ Wachrythmus) des Körpers. Die Folgen sind eine Verstärkung von Gefühlen, wie Glück und Euphorie, eine erhöhte Wachheit und Aufmerksamkeit, Hunger und Durst werden nicht wahrgenommen. Blutdruck, Herzfrequenz, Atmung, Motorik und Körpertemperatur steigen an.
    Es kommt zu Schweißausbrüchen, die Pupillen weiten sich und die Kiefermuskulatur verkrampft, dadurch kommt es häufig zum Zähne knirschen. Ein Risiko ist das Ansteigen der Körpertemperatur auf bis zu 41°C. Dadurch kann es zu einem Kreislaufkollaps durch Überanstrengung kommen. Die Gefahr einer Überhitzung und die daraus resultierende Austrocknung des Körpers können u.U. zum Tod führen.
    Bei Abklingen der Wirkung kann ein "Ecstasy-Kater" einsetzen (Depressionen, niedrige Frustrationstoleranz, Angst). Bei regelmäßigem Konsum ist eine Toleranzentwicklung beobachtbar (um die gleiche Wirkung zu erhalten, muss die Dosis erhöht werden). Nach 6-12 Wochen Pause kann ein Rausch wieder voll erlebt werden, da der Körper diese Zeit zur Regeneration seines Serotoninhaushaltes braucht.
    Bei intensivem Gebrauch treten meist Abmagerung sowie Leber- und Nierenschäden auf. Ecstasy kann psychisch abhängig machen. Dauerhafte und irrreversible Hirnschäden werden noch erforscht.

    Safer Use
    Um das entstehende Risiko durch die Einnahme von XTC zu reduzieren, solltest du unbedingt einiges beachten:
    Personen mit folgenden körperlichen Beschwerden sollten auf keinen Fall XTC konsumieren: Asthma, Zuckerkrankheit, Epilepsie, Bluthochdruck mit Störungen der Herz-Kreislauf-Regulation. Menschen mit psychischen Problemen bzw. Menschen, die sich in psychischen Belastungssituationen befinden, sollten ebenso auf den Konsum verzichten.
    Achte auf dein "Set"! Set ist dein innerer Zustand, d.h. ob du dich gut/ schlecht fühlst, ob du gesund bist/ Schmerzen hast, ob du müde/ wach bist, ob du gestresst/ ausgeruht bist. Dein Set beeinflusst die Drogenwirkung dementsprechend im positiven oder negativen Sinn.
    Benutze deshalb XTC niemals zur Stimmungsaufhellung oder als Problembeseitiger.
    Benutze XTC nur, wenn du dich mit den Menschen und in deiner Umgebung wohl fühlst (Setting).
    Nimm lieber erst eine halbe Pille, um dich vor Überdosierungen oder "schlechten" Pillen zu schützen. Am besten ist es, keine Pillen nachzuwerfen. Wenn die Wirkung nachlässt, ist das in Ordnung, denn jeder Rausch geht irgendwann zu Ende!
    Beim Gebrauch von XTC musst du auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr und die Aufnahme von Vitaminen achten, dies kann unter Umständen Risiken herabsetzen.
    Da koffeinhaltige Getränke dem Körper zusätzlich Wasser entziehen, solltest du besser Mineralwasser oder Säfte trinken.
    Vermeide es beim Tanzen eine Kopfbedeckung zu tragen, da dies zum Wärmestau und im Extremfall zum Hitzschlag führen kann.
    Mischkonsum mit anderen Drogen verstärkt das gesundheitliche Risiko, weil es zu unberechenbaren Wechselwirkungen kommen kann.
    Lege immer wieder Konsumpausen ein (mindestens 4-6 Wochen).
    Alkoholfreie Getränke, Vitamin C (Frischobst), Tanzpausen und Frischluft verringern das Risiko gesundheitlicher Schäden und des Katers danach.
    Bei dem „Psychokater“ nach dem „Runterkommen“ helfen außerdem eine heiße Dusche, frische Klamotten und ausreichend Schlaf. Außerdem solltest du nach der Party was essen (Suppe, Obst...).
    Bei Notfällen: Giftnotruf : 0361 730730 oder Notruf 112.

    BtMG
    Erwerb, Handel und Herstellung von Ecstasy ist laut BtMG verboten.

    LSD

    Substanz
    Die chemische Bezeichnung von LSD ist d-Lysergsäurediäthylamid-25. Das halbsynthetische Produkt wird aus dem Mutterkornpilz gewonnen. Die Substanz ist farb-, geruchs- und geschmacklos und wird meist als Löschpapier- bzw. Papierstückchen ("Trips", "Pappen"), welche mit LSD benetzt wurden, in Umlauf gebracht. Seltener kann man es in Form von kleinen Tabletten ("Micros"), welche aus winzigen Filzköpfen oder Gelatine bestehen, bekommen. LSD gibt es aber auch in Kapselform. Der Wirkstoffgehalt ist dabei starken Schwankungen unterlegen (zw. 50 und 200 Mikrogramm). "Micros" sind meist extrem hoch dosiert (bis 250 Mikrogramm).
    Szenenamen sind u.a. "Acid", "Pappen", "Trips", "Säure", "Blotters" oder auch "Blots".

    Konsumform
    Die Aufnahme erfolgt meist über den Speichel (Schleimhäute) durch Schlucken oder auch über die Haut.

    Wirkung
    Die Wirkung setzt nach ca. 30-60 Minuten ein und lässt nach 6 Stunden nach, kann aber auch bis zu 12 Stunden anhalten.
    LSD ähnelt chemisch dem Neurotransmitter Serotonin, welches im Gehirn die Steuerung bestimmter Prozesse wie die Stimmung, den Schlaf- und Wachrhythmus des Körpers usw. übernimmt. Der Wirkstoff setzt an verschiedenen Rezeptoren im Gehirn an. Dadurch kommt es zu einer Reizüberflutung, da die Rezeptoren falsch angesprochen werden.
    Die Folgen sind Halluzinationen, welche sich auf alle Sinne auswirken können. Emotionen, Töne und Farben werden anders wahrgenommen. Des Weiteren kommt es zu Stimmungsveränderungen, Bewusstseinserweiterung (die Welt mit anderen Augen sehen/ hinter die Dinge sehen), Zeitverschiebungen (alles wird langsamer), Überlagerung von Sinneswahrnehmungen (Töne schmecken, Farben riechen) etc.... Es kommt zu einem Anstieg der Körpertemperatur, der Pulsfrequenz, des Blutdrucks und des Blutzuckerspiegels. Die Pupillen weiten sich. Außerdem kann es in der Anfangsphase zu Übelkeit und Erbrechen kommen.
    Gefahren des Konsums können sein: Unsicherheit, Orientierungsstörungen und unkontrollierbare Angstzustände ("Horrortrips"). Die größte Gefahr beim LSD-Gebrauch liegt darin, dass die Konsumenten einen Zustand krankhafter Selbstüberschätzung aufweisen, wobei der Gedanke fliegen zu können oder die Annahme unverletzbar zu sein, sehr typisch sind. Während des Konsums kann es zum so genannten "Hängen bleiben" (das Nichtverarbeiten eines Rausches) kommen.
    Besonders nach der Einnahme von Halluzinogenen können "Flashbacks" auftreten, d.h. dass selbst nach Tagen oder Wochen Symptome, die durch die psychoaktive Substanz hervorgerufen worden sind, erneut auftreten können. Diese halten einige Sekunden bis Minuten an und treten spontan auf. Allerdings ist die Ursache hierfür noch nicht gefunden.
    LSD kann der Auslöser von schweren Psychosen, Depressionen und Phobien sein. Des Weiteren führt regelmäßiger Konsum zu Persönlichkeitsveränderung und einer Änderung der Selbstwahrnehmung.
    Bei regelmäßigem Konsum kommt es zu einer Toleranzbildung (um die gleiche Wirkung zu erreichen, ist eine höhere Dosis notwendig). Die Gefahr einer psychischen Abhängigkeit ist gegeben.

    Safer Use
    Um das entstehende Risiko durch die Einnahme von LSD zu reduzieren, solltest du unbedingt einiges beachten:
    Wenn du dich in psychiatrischer Behandlung befindest, Herz-Kreislaufkrankheiten hast oder an Krampfanfällen, Epilepsie leidest, solltest du unbedingt auf den Gebrauch von LSD verzichten.
    Niemals solltest du LSD nehmen, wenn du ein Fahrzeug zu führen hast, schlecht drauf bist oder Angst hast.
    Der Rauschzustand ist immer abhängig von Set (innerer Zustand) und Setting (Umfeld), insbesondere bei Halluzinogenen, wie bei LSD!
    Beim Gebrauch von LSD muss dein Umfeld (Setting) stimmen.
    Ein positives Wohlbefinden (Set) und eine Vertrauensperson in deiner Nähe können dir helfen, schwierige Situationen zu vermeiden.
    Den Mischkonsum mit anderen Drogen, auch Alkohol, solltest du auf jeden Fall unterlassen, da die Wechselwirkungen nicht berechenbar sind.
    LSD solltest du nicht auf vollen Magen einnehmen, da sich dadurch die Wirkung verzögern kann.
    LSD ist keine Partydroge! Da deine Sinnesorgane auf Party regelrecht überflutet werden, können "Horrortrips" die Folge sein.
    Auf halluzinogenen Reisen ist die Lust auf Sex häufig stark ausgeprägt. Denk dran: Zum Safer Use gehört auch Safer Sex: Vorbereitung ist alles, deshalb Kondome, wasserlösliche Gleitcreme (fetthaltige Gleitcreme lässt Kondome undicht werden) etc. immer schön griffbereit haben!
    Nach einem Trip braucht dein Körper die Möglichkeit sich zu entspannen und es ist wichtig, ausreichend zu schlafen.
    Nach schlechten Erlebnissen solltest du versuchen, dich auf schöne Dinge einzulassen. Wenn du das Gefühl hast, allein nicht mehr klar zu kommen, dann wende dich an deine Freunde, an uns oder suche eine Beratungsstelle in deiner Nähe auf.

    BtMG
    Erwerb, Handel und Herstellung von LSD sind laut BtMG verboten.
     

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    Dealz: stark reduzierte Angebote finden.
  3. #2 17. Juli 2007
  4. #3 18. Juli 2007
    AW: Aufklärungsseite für Drogen

    hi, also ich finds echt klasse, dass du hier so einen Thread aufmachst wo so einiges über die drogen und ihre wirkung erzählt bzw. berichtet wird.

    kann für den ein oder anderen durchaus hilfreich und sicherlich auch den ein oder anderen in sachen drogen u.s.w gut aufklären. echt klasse zusammengestellt.

    mfg
     
  5. #4 18. Juli 2007
    AW: Aufklärungsseite für Drogen

    Wenn wir grade dabei sind, hier nen paar gute Seite für Infos aller Art über Drogen. Auch spezieller ;)

    xtc-forum.de <-- Forum über alle Arten von Drogen + Teile (XTC) Datenbank
    Pill Reports - Ecstasy Test Results Database by Enlighten <-- Riesengroße Datenbank für Teile (XTC)
    Information statt Vorurteile! | drugscouts.de <-- Sehr gute deutsche Infoseite, alles neutral beschrieben
    Erowid Psychoactive Chemical Vaults <-- Liste aller Psychoaktiven Drogen
    Eve & Rave Schweiz <-- Kleine Ergänzung, eve n rave halt ;)

    just my 2 cents

    mfg. sub0!
     
  6. #5 18. Juli 2007
  7. #6 18. Juli 2007
    AW: Aufklärungsseite für Drogen

    Es gibt auch Zeugs mit noch mehr Alkohol ;)

    Hab mal in Tschechien nen Absynth getrunken. Vorher Husten, danach vollkommen geheilt ^^
     

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