Bayern bringt "Killerspiel"-Verbot in Bundesrat ein

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von Bacardi Joe, 9. Januar 2007 .

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  1. #1 9. Januar 2007
    Bayern geht mit der Forderung nach einem Verbot gewaltverherrlichender Spiele in den Bundesrat. Durch eine Änderung des Strafgesetzbuches sollen Produktion und Vertrieb dieser Spiele verboten werden, heißt es in der vom Ministerrat heute beschlossenen Initiative. "Killerspiele gehören in Deutschland verboten", sagte Ministerpräsident Edmund Stoiber unter Verweis auf Amokläufe von Schülern. Neben Computerspielen sollen auch Spiele verboten werden, bei denen die Teilnehmer mit Spielzeugwaffen aufeinander schießen.

    Für diese "unverantwortlichen und indiskutablen Machwerke" dürfe es in der Gesellschaft keinen Platz geben, erklärte Stoiber. Die Staatsregierung will außerdem erreichen, dass ein ausdrückliches Verbot jugendgefährdender Filme und Computerspiele ins Jugendschutzgesetz aufgenommen wird. Auch der Verleih und die Vermietung auf dem Index stehender Filme und Spiele solle strafbar werden, forderte die Staatsregierung.

    Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) unterstützt die Initiative. BLLV-Präsident Albin Dannhäuser betonte jedoch, ein Verbot allein reiche nicht aus. Die Schulen bräuchten die Unterstützung von Eltern und Politik und mehr Zeit für medienpädagogische Arbeit. "Jede noch so zynische und entwürdigende Grausamkeit gelangt in die Kinderzimmer."

    Die Landtags-SPD befürwortete die Pläne ebenfalls. Bildungssprecher Hans Ulrich Pfaffmann warnte jedoch, dass ein Verbot schwierig zu kontrollieren sei. Die Landtags-Grünen hingegen kritisierten die Initiative als populistische Aktion. Das Strafgesetzbuch gewährleiste bereits jetzt den Schutz vor "Killerspielen". "Es gibt sicher gefährliche Spiele, die verboten werden sollten. Aber nicht alle Spiele sind grundsätzlich von Übel, sondern Teil der Jugendkultur", sagte die medienpolitische Sprecherin Ulrike Gote.


    Quelle: www.heise.de
     

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  3. #2 10. Januar 2007
    AW: Bayern bringt "Killerspiel"-Verbot in Bundesrat ein

    Umfrage: Mehrheit der deutschen Bevölkerung für "Killerspiel"-Verbot

    Umfrage zu
    65 Prozent der deutschen Bevölkerung befürworten ein Verbot von brutalen Gewaltdarstellungen im Fernsehen und in Videospielen. Gegen ein solches Verbot sind laut einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach 22 Prozent. Am ehesten dagegen sind mit 47 Prozent junge Leute aus Westdeutschland im Alter von 16 bis 29 Jahre, während die Jüngeren in Ostdeutschland zu 52 Prozent dafür sind.

    Die große Mehrheit der Bevölkerung, nämlich 60 Prozent, sei davon überzeugt, dass viele Jugendliche von brutalen Killerspielen ferngehalten würden, wenn der Gesetzgeber diese für illegal erklären würde. Nur eine Minderheit halte das Verbot von Computer-Killerspielen für schwierig, "weil man heutzutage solche Spiele ohne weiteres im Internet herunterladen kann". Deshalb bleibe ein solches Verbot wirkungslos, glauben 34 Prozent.

    Das Meinungsforschungsinstitut hat nach eigenen Angaben vom 1. bis 12. Dezember 2077 Menschen im Alter ab 16 Jahren in Deutschland befragt. Eine Ende November veröffentlichte Forsa-Umfrage im Auftrag der Zeitschrift Stern kam zu einem ähnlichen Ergebnis. Kurz zuvor lief an einer Realschule in Emsdetten ein 18-Jähriger Amok.

    Gestern hat die bayerische Landesregierung ein Verbot von "Killerspielen" in den Bundestag eingebracht, das von der niedersächsischen CDU unterstützt wird. Das führte dort laut Medienberichten zu einem Streit mit dem Koalitionspartner FDP, dem der eingebrachte Vorschlag zu weit geht. Der Medienexperte der FDP-Bundestagsfraktion Hans-Joachim Otto bezeichnet in einer Mitteilung den CSU-Vorstoß als "aktionistischen und naiven Rundumschlag". Die bayerische Forderung nach mehr Verboten und Verschärfungen verschließe die Augen vor der gesellschaftlichen Realität und "bevormundet die Bürger, anstatt sie zu beschützen".

    Quelle: heise.de





    Ich bin der Meinung, dass ein Großteil der "alten" Leute sich mit einem solchen Voting nur vor der Verantwortung drücken will, sich mit dem ganzen Thema auseinander zu setzen. Die meisten wissen eh nicht, was ihre Kinder am PC machen. Killerspiele zu verbieten ist da sehr einfach.
     
  4. #3 10. Januar 2007
    AW: Bayern bringt "Killerspiel"-Verbot in Bundesrat ein

    Lass sie es doch verbieten, bringt sowieso nix.
    Die, die es sich verbieten lassen brauchen sowas eh nicht,
    (ich hasse diese 120%igen Gesetzestreuen Spiesser wie die Pest)
    naja und die anderen haben sich noch nie von irgendwelchen verboten aufhalten bzw. einschränken lassen .
    Ich glaub sowieso, das die Amokläufer
    aus diesen total verspiessten Elternhäusern kommen,
    weil diese meist superbrutstätten füt
    irgendwelche Neurosen und Komplexe sind.


    grüz
    KK
     
  5. #4 10. Januar 2007
    AW: Bayern bringt "Killerspiel"-Verbot in Bundesrat ein

    Komischerweise reden nur die Leute schlecht über "Killerspiele" die selber noch nie welche gesehen geschweige denn gespielt haben. Wenn die früher die Möglichkeit gehabt hätten, hätten die wohlkaum gesagt "Nee die sind mir zu brutal" usw. Erwiesen ist ja auch, dass die Amokläufer nicht wegen den Spielen Amok gelaufen sind... was sagt uns das? Wichtigtuerei.. wenn man sonstwo nichts vernünftig hinbekommt dann wenigstens mal schnell was verbieten.. bringt aber sowieso nichts...
     
  6. #5 10. Januar 2007
    AW: Bayern bringt "Killerspiel"-Verbot in Bundesrat ein

    Sehr treffende Formulierung.
    Fraglich ob die Politiker tatsächlich daran glauben, ein Verbot würde etwas verändern oder ob es doch nur der Beruhigung des Volkes dient, was nach Veränderung ruft.
    Sehe in dem ganzen Vorhaben ausschließlich negative Aspekte... Schlag für den Einzelhandel zB, guckt man sich Gamescharts an, so sind es doch fast immer "Killerspiele" die auf den oberen Plätzen trohnen. Dann die Tatsache, dass Verbotenes doch erst recht reizvoll ist und das gilt doch besonders für die Jugendlichen, die man ja "schützen" will. Ändern wird sich dadurch doch dann nur die Beschaffungsmethode.

    Naja glaube aber eh nicht dran, dass das durchgesetzt wird.
    Aber wenn man etwas verbieten will, warum dann nicht Schule? :] Wenn ich mich recht entsinne, wird die Schule bzw. schulische Ereignisse in den Abschiedsbriefen immer als Grund oder Auslöser genannt.
     

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