BayTSP: Tauschbörsenreleaser sollen mit neuer Software identifiziert werden

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 3. Mai 2005 .

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  1. #1 3. Mai 2005
    BigBrother-Software will die ersten Uploader erfassen
    BayTSP drohen mit der Erweiterung ihres Angebots zur Überwachung von Filesharern: Mit ihrer neuen Software "Firstsource" sollen die ersten Anbieter von Dateien in den großen Tauschbörsen identifiziert und belangt werden. BayTSP bietet bereits jetzt Softwarepakete zum Tracking von Webseiten sowie der großen Tauschbörsen an, mit welchen automatisiert Takedown-Aufforderungen an Anbieter verschickt werden können. Mit ihrer neuen Software können sie mittels nach eigenen Angaben google-ähnlichen Suchtechnologien die ersten Releaser einer Datei in einem Tauschnetz identifizieren und entsprechend zur Erhebung einer Klage beitragen. BayTSP erhoffen sich davon eine Verlangsamung der Verbreitung der entsprechenden Dateien.

    "...Kopien von Filmen und Software erscheinen typischerweise bereits Stunden nach ihrem Erscheinen online", so Mark Ishikawa, CEO von BayTSP. "Das Identifizieren und Verfolgen der ersten Uploader kann die Verbreitung illegal angeeigneten geistigen Eigentums stark verlangsamen und User zweimal nachdenken lassen, bevor sie dies tun." Erste Tests hätten ergeben, dass Tausende von Dateien, die im eMule oder im Torrent verfügbar waren, zu einer einzigen ursprünglichen Uploadquelle zurückverfolgt werden konnten.

    Die Software biete nach Muster der bisherigen Programme BayTSPs weiterhin die Möglichkeit, automatisiert sowohl an Filesharer als auch an ihre ISPs Takedown-Aufforderungen zu verschicken, welche zum umgehenden Entfernen des angebotenen Materials aus der Tauschbörse auffordern. Darüberhinaus werden die Nutzer darüber belehrt, dass nach Herausnehmen des Angebots das Einleiten weiterer rechtlicher Schritte dennoch im Ermessen des Klienten BayTSPs liege.

    BayTSP hoffen stark darauf, dass sich Berichte über ihre Erfolgsquote schnell im Netz unter den Filesharern herumsprechen - und entsprechend weniger Releaser das Risiko eingehen wollen, eine neue Datei zu uppen. Um nur mit der Ankündigung ihrer Software Angst zu verbreiten, bleiben sie dabei jedoch zu vage im Erklären ihrer Technik. Weder auf die Möglichkeit der Verwendung anonymer Proxies seitens der User wird eingegangen, wie eine automatisierte Benachrichtigung eines Torrent-Users vonstatten gehen soll, bleibt ebenfalls das Geheimnis von BayTSP - wenngleich gerade diese Technik als besonders effizient angepriesen wird: es wäre möglich, User teilweise schon anzuschreiben, solange der Download noch im Gange sei.

    Dennoch ist das Vorgehen BayTSPs bedenklich: es wird angekündigt, eine große Datenbank von IP-Adressen anzulegen, unter denen Filesharing von Dateien betrieben wurde, deren Angebot nicht erlaubt sei. Die IPs würden verknüpft mit Angaben über die Files, die man von der entsprechenden IP laden konnte. Von Löschfristen ist keine Rede - ein Datenkrake scheint sich hier dabei zu etablieren, der zur Kriminalisierung von Netzusern beitragen will, deren Tun der entsprechenden Industrie keine Verluste verursacht - in Gegenteil, wenn man genauer hinsieht.


    quelle: gulli untergrund news
     

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  3. #2 4. Mai 2005
    lol, haja, wer tauschbörsen benutzt is selba schuld, is doch eh imma kack speed!
     
  4. #3 4. Mai 2005
    Leermedien?
    Was heist das?

    Finde ich auf leeren Cassetten Musikvideos oder was?
     

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