Betreiber sozialer Netzwerke unterzeichnen Verhaltenskodex

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 12. März 2009 .

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  1. #1 12. März 2009
    Betreiber sozialer Netzwerke unterzeichnen Verhaltenskodex

    Mit einer gemeinsamen Selbstverpflichtungserklärung wollen die Plattformen StudiVZ sowie SchülerVZ, Lokalisten und wer-kennt-wen.de ein Signal setzen für die Stärkung von Jugend-, Daten- und Verbraucherschutz. Der 17-seitige Verhaltenskodex (PDF-Datei), den die drei Betreiber der reichweitenstarken sozialen Netzwerke unter dem Dach der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) innerhalb der vergangenen neun Monate ausgearbeitet haben, soll Nutzer der virtuellen Gemeinschaften etwa vor unerwünschten Belästigungen ("Cyber-Bullying") abschotten und durch gezielte Informationen auch Eltern und Pädagogen gezielt auf Schutzmöglichkeiten für Minderjährige hinweisen.

    Zu dem Maßnahmenpaket gehören etwa strengere Voreinstellungen der Privatsphäre bei unter 14-Jährigen. Deren Profildaten sollen grundsätzlich anfangs direkt nach dem Registrierungsprozess nur noch für Freunde freigegeben werden. Weiter verpflichten sich die Anbieter, Profile von unter 16-Jährigen vor externen Suchmaschinen abzuschotten und eine Auffindbarkeit über diese zu verhindern. Diese Einstellung darf nicht aufhebbar sein. Optional wird die Möglichkeit für alle Nutzer, ihre Homepage in sozialen Netzen für die Bots von Suchmaschinen zur Tabuzone zu erklären.

    Dazu kommen deutlicher sichtbare Ignorierfunktionen für andere Mitglieder etwa zur Blockade des Sendens von Fotos, Nachrichten oder anderer Daten. Weiter soll es für die User einfacher werden, ihre Profile komplett mitsamt allen hochgeladenen Dateien zu löschen und damit auch dem Zugriff durch Suchmaschinen zu entziehen. Dazu kommen prominenter platzierte Meldefunktionen für regelwidriges Verhalten, was die Selbstregulierung innerhalb der Gemeinschaften verbessern soll. Nicht zuletzt wollen die Betreiber verbotene Profil- oder Gruppenbezeichnungen und zu sperrende Wörter zusammentragen und in entsprechende schwarze Listen eintragen.

    Markus Berger de Lèon, Geschäftsführer von StudiVZ, bezeichnete den Kodex als Fortsetzung vieler bereits ergriffener Maßnahmen: "Wir freuen uns, dass diese jetzt zum Industriestandard erhoben werden". Das von ihm geführte Unternehmen beschäftige bereits 100 Mitarbeiter im Kundendienst, welche die Punkte aus der Selbstverpflichtung bereits alle umsetzen würden. Zugleich forderte er die "US-Kollegen" wie Facebook auf, dem Kodex beizutreten. Laut FSM-Geschäftsführerin Sabine Frank war vor allem MySpace bereits eng in die Verhandlungen einbezogen gewesen. Sie hoffte ebenfalls, dass sich die Plattform und andere ausländische Betreiber zeitnah anschließen.

    "Jeder soll wissen, was mit seinen Daten passiert", erläuterte Stefanie Waehlert, Geschäftsführerin der Lokalisten Media GmbH, den gemeinsam verfolgten Ansatz. Auch das immer wieder für Unmut sorgende Thema der personalisierten Werbung sei mit eingefangen. Für entsprechendes "Targeting" sieht die Vereinbarung vor, dass eine datenschutzrechtliche Einwilligung der Nutzer vorliegen muss und diese über die Verwendung ihrer personenbezogenen Informationen in Kenntnis gesetzt werden sollen.

    Eine Opt-in-Vorschrift für zielgruppenspezifische Werbung, wie sie etwa die Grünen im Bundestag fordern, ist nicht vorgesehen. Frank bezeichnete es als "goldenen Weg", wenn die Nutzer aufgeklärt würden und sich dann "opt-outen" könnten. Dies sei auch der internationale Ansatz. Patrick Ohler, Geschäftsführer der hinter wer-kennt-wen.de stehenden Firma Lemonline Media, versicherte zudem, dass keine nutzerspezifischen Mitglieder an Dritte weitergegeben würden und die gruppenbezogene Werbung auf hohe Akzeptanz stoße. Nur ein Prozent der Mitglieder würde sich dagegen aussprechen. Der Kodex lässt den Unterzeichnern theoretisch bis Mitte des Jahres Zeit, die Vorschriften zu implementieren und sieht eine Evaluierung durch externe Experten vor. Alle drei Betreiber versicherten aber, die Regeln schon während des Prozesses der Erarbeitung der Prinzipien berücksichtigt zu haben.


    quelle: heise online
     

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  3. #2 15. März 2009
    AW: Betreiber sozialer Netzwerke unterzeichnen Verhaltenskodex

    Ich finde, dass das der falsche Weg ist.

    Im SchülerVZ tummeln sich nur ein paar kleine Kinder die ihren Spaß haben wollen. Man sollte lieber die zur Strecken bringen die mit den Daten Scheiße bauen. Irgendwelche Spam-"Betreiber" o.ä.

    Als Beispiel: Eine Zeit lang wurden wir immer von irgendeiner Faxnummer mit Müncher Vorwahl angerufen und wirklich belästigt, auch nachts. Wenn man abgehoben hat kam nichts. Die Nummer wurde ja angezeigt und ich bin damit zur Polizei und wollte Anzeige erstatten wegen Belästitung. Aber sie konnten / wollten oder durften nix machen.

    Also entweder ist meine Telefonnummer im Telefonbuch nur noch für "Freunde" sichtbar oder man sollte anhand dieser Nummer den Betreiber / die Person ausfindig machen können.
     
  4. #3 15. März 2009
    AW: Betreiber sozialer Netzwerke unterzeichnen Verhaltenskodex

    Also ich würde sagen, bevor sie so etwas machen, sollten sie lieber für Fehlerfreie Seiten sorge. Wenn das geschehen ist, kann man über solche maßnahmen weiter reden.

    grEEz Kauicheck
     
  5. #4 15. März 2009
    AW: Betreiber sozialer Netzwerke unterzeichnen Verhaltenskodex

    tropfen auf dem heissen Stein, ich bin aus solchen Seiten fast weg, also studi ist für mich geschichte.
     
  6. #5 15. März 2009
    AW: Betreiber sozialer Netzwerke unterzeichnen Verhaltenskodex

    Also ich bin ja auch generell nicht auf solchen seiten angemeldet.

    Aber sowas is auf jedenfall richtig.
    Diese ganzen ****** die sich auf solchen seiten anmelden wissen doch garnich was für Folgen des haben kann seine Daten einfach so preiszugeben. ****paradise sag ich nur.....
     
  7. #6 15. März 2009
    AW: Betreiber sozialer Netzwerke unterzeichnen Verhaltenskodex

    Ich finde's richtig auch in dieser richtung was zu unternehmen. Und sowas ist ja schon was handfestes und kein wischiwaschi iwie. Natürlich entscheidet jeder selbst ob er sich da anmeldet und welche Daten er/sie von sich preisgibt... Allerdings weiß kaum einer was die Konsequenzen sein könnten, wenn man da z.B. mal seine handynummer etc. eingibt o_O. Ich erlebe's gerade bei meiner kleinen schwester (12 jahre). Jeder ist iwie im Schülervz und dann will sie natürlich auch darein. Ich fand's zwar nicht so gut, aber dagegen kann man dann nict viel machen. also habe ich ihr erklärt was sie auf keinen fall machen darf und ihr nen acc eingerichtet, der keine persönlichen daten enthält. viele kinder stellen dann aber alles rein, was sie über sich wissen und machen es auch noch für alle sichtbar o_O. diese privatsphäre nun zu schützen finde ich verdammt wichtig, besonders bei kindern, die noch nicht einmal wissen, was das wort bedeutet...
     
  8. #7 17. März 2009
    AW: Betreiber sozialer Netzwerke unterzeichnen Verhaltenskodex

    Diese Seiten sind zwar recht amüsant, aber wer braucht das... und den Verhaltenskodex gab es schon seit jahren :)
    nur ob sich jemand dran hält... das ist eine andere frage.

    gz
     

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