Bitte artig hinten anstellen...

Dieses Thema im Forum "Sport und Fitness" wurde erstellt von JTR suspend, 19. Juni 2007 .

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  1. #1 19. Juni 2007
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15. April 2017
    18.06.2007


    Der Große Preis der USA hat gleich in mehrfacher Hinsicht für Klarheit gesorgt. Während McLaren-Mercedes dominiert, die Nacht zum Tage wird und Sebastian Vettel begeistert, rollt Ralle Richtung Ruhestand.

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    Vettel als neuer Hoffnungsträger? (imago)


    Nach dem spannenden Saisonauftakt kann das Rennen in Indianapolis durchaus als Wendepunkt betrachtet werden. Wieder dominierten die Boliden von McLaren-Mercedes das Geschehen und setzen sich in der Fahrer- und Konstrukteurs-Wertung immer weiter von den Verfolgern ab. Klar, die Saison ist noch lang, doch die Entwicklung der letzten Jahre legt die Vermutung nahe, dass sich Ferrari auch 2007 artig hinten anstellen muss, wenn es um den Titel geht.

    Vor zehn Jahren waren 19 Punkte Rückstand in der WM-Wertung, die Felipe Massa momentan auf Lewis Hamilton hat, noch kein Grund zur Sorge, doch die F1-Boliden haben in den letzten Jahren derart an Zuverlässigkeit hinzugewonnen, dass Massa und Co. jetzt schon ziemlich verunsichert dreinschauen. Wer hätte gedacht, dass Zuverlässigkeit nicht nur zu Sicherheit, sondern auch zu Langeweile führen könnte...

    Geheimoperation "Nacht-GP" ein Erfolg

    Während sich Formel-1-Boss Bernie Ecclestone mental bereits vom Rennen in Indy verabschiedet zu haben scheint ("Die Formel 1 braucht Amerika nicht"), setzt er die Verhandlungen über einen Verbleib im Rennkalender trotzdem fort. Sein eigentliches Interesse galt an diesem Wochenende allerdings einem streng geheimen Kommando-Unternehmen.

    Als die Fans die Strecke am Freitagabend schon lange verlassen hatten, fuhren vier große LkW auf den Motor Speedway und aktivierten ihre riesigen Scheinwerfer-Batterien, um die ersten vier Kurven des Kurses auszuleuchten. Was folgte war keine Landung von Außerirdischen, sondern ein Test für die geplanten Nachtrennen in Asien.

    Safety-Car-Pilot Bernd Mayländer setzte sich in sein Dienstfahrzeug und fuhr einige Male hin und her. Neben den Sichtverhältnissen für die Fahrer sollte auch getestet werden, ob die TV-Kameras einen möglichen Nacht-GP übertragen können. Der Test war ein voller Erfolg und somit ist die erste Hürde auf dem Weg zu einem nächtlichen F1-Spektakel genommen.

    Rollt Ralle Richtung Ruhestand?

    Die USA-Bilanz von Ralf Schumacher als desaströs zu bezeichnen, wäre wohl die Untertreibung des Jahres. Von den acht Rennen, die bisher in Indianapolis stattgefunden haben, hat der Kerpener sechs Mal die Zielflagge nicht gesehen, bei den anderen beiden GPs wurde er nicht gewertet.

    Doch auch der Rest der Saison 2007 verlief für Ralf Schumacher alles andere als erfolgreich. Zwei Punkte aus sieben Rennen sprechen eine klare Sprache. Bei Schumacher ist die Luft raus. Trotz eines Etats von geschätzten 400 Millionen Euro dümpelt Toyota weiter im hinteren Mittelfeld herum. Kein Wunder also, dass Ralle das Team wechseln will, doch mit diesen Leistungen befindet er sich auf direktem Weg in den Ruhestand.

    Kein Team würde einen Fahrer verpflichten, der sich von schlechten Ergebnissen derart demotivieren lässt wie der Kerpener. Zudem ist der Toyota-Pilot mit seinen fast 32 Jahren auch nicht mehr der Jüngste und hätte es ohnehin nicht leicht, sich gegen die aufstrebenden Youngster zu behaupten. Und auch die Hoffnung, dass ihm der Name Schumacher Tür und Tor öffnen könnte, ist absurd. In der Formel 1 zählt nur die Leistung und zur Zeit sieht es doch sehr danach aus, als würde die Königsklasse am Ende der Saison auch den zweiten Schumacher verlieren - diesmal aber nicht freiwillig.

    Vettel debütiert mit Rekord

    Zum Glück gibt es aus deutscher Sicht aber auch noch Sebastian Vettel. Der 19-jährige Testfahrer von BMW Sauber legte ein fantastisches Debütrennen hin und holte sich als jüngster Formel-1-Fahrer aller Zeiten einen WM-Punkt. Vettel gilt als absolutes Jahrhundert-Talent und stellte dies in Indianapolis auch unter Beweis.

    Kaltschnäuzig erkämpfte sich der in Heppenheim geborene Nachwuchsfahrer im Qualifying Platz sieben und ließ sich im Rennen auch nicht von seinem Verbremser in der ersten Kurve beirren, durch den er zunächst auf Rang 12 zurückfiel. Mit viel Geschick und Einsatz kämpfte er sich nach vorne und belegte am Ende Rang acht.

    Beim Großen Preis von Frankreich am 1. Juli wird natürlich wieder Robert Kubica hinter dem Steuer des zweiten BMW Sauber sitzen, doch Vettel hat mit seinem Einsatz nicht nur die Hoffnungen des eigenen Teams bestätigt, sondern auch die anderen Rennställe auf sich aufmerksam gemacht. Es wäre keine Überraschung, wenn Vettel kommende Saison als Einsatzfahrer in einem der elf Teams beschäftigt würde

    Quelle: Hier

    Mfg
     

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