Brot selber backen - einfach, köstlich und gesund

Artikel von Tommy Weber am 9. Februar 2021 um 10:37 Uhr im Forum Essen & Trinken - Kategorie: Trend & Lifestyle

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Brot selber backen - einfach, köstlich und gesund

9. Februar 2021     Kategorie: Trend & Lifestyle
„Eigenbrötler“ nannte man in früheren Zeiten die Dorfbewohner, die ihr Brot nicht im öffentlichen Backhaus, sondern zu Hause im Ofen gebacken haben. Heute gibt es immer mehr dieser „Eigenbrötler“, die ihr Brot nicht beim Bäcker oder im Supermarkt kaufen, sie backen köstliche Brotsorten im heimischen Ofen. Brot selber backen ist keine Kunst, trotzdem erfordert das Backen Umsicht, Geduld und auch jede Menge Zeit, wenn mit Sauerteig gebacken wird. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen.


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Allein der Duft nach frisch gebackenem Brot ist wunderbar. Wer einmal ein herzhaftes Bauernbrot, ein deftiges Brot mit Schrot und Korn oder einen süßen Rosinenstuten selbst gebacken und probiert hat, wird sehr wahrscheinlich kein anderes Brot mehr essen wollen.

Mehr als Wasser, Hefe, Salz und Mehl
In Deutschland kommen geschätzt mehr als 3000 verschiedene Brotsorten in den Verkauf. Dazu gehören das beliebte Roggenmischbrot, das gesunde Vollkornbrot, leckeres Weißbrot, Fladenbrot, Toastbrot und viele andere Sorten. Jeder Bäcker hat sein spezielles Brot, was nach einem gut gehüteten Rezept gebacken wird. Brot ist mehr als Wasser, Mehl, Hefe und Gewürze, jedes Brot hat seine Eigenschaften. Es gibt viele unterschiedliche Mehltypen und Mehlsorten, als Treibmittel dienen Hefe, Backpulver oder Sauerteig. Wer damit beginnt, selber Brot zu backen, muss auch mit Rückschlägen rechnen, denn nicht immer gelingt das perfekte Brot beim ersten Versuch. Wer aber nicht aufgibt und sich weiter mit dem spannenden Thema Brot backen befasst, wird für seine Bemühungen mit köstlichem Brot belohnt.

Backen mit Sauerteig
Alle, die sich bisher auf das Kuchenbacken beschränkt haben oder Brotrezepte kennen, bei denen ein Würfel Hefe auf ein Kilogramm Mehl verwendet wird, müssen beim Backen mit Sauerteig umdenken. Das Wichtigste, was ein Brot mit Sauerteig braucht, ist Zeit. Wer möchte, kann seinen eigenen Sauerteig ansetzen, fertiges Pulver im Reformhaus oder im Bioladen kaufen oder den Bäcker um etwas bereits angesetzten Sauerteig bitten. Für Anfänger ist der Sauerteig aus der Dose die beste Wahl, wer mehr Übung hat, kann seinen Sauerteig später selbst ansetzen. Am besten schmeckt das Brot mit selbst angesetztem Sauerteig, wobei das Ansetzen relativ einfach ist. Ob Roggen- oder Weizenmehl zum Einsatz kommt, spielt keine Rolle, es sollte aber ein Mehl mit viel Nährstoffen sein, was als W-Typ gekennzeichnet ist.

Das Ansetzen dauert sieben Tage und in dieser Woche wird der Teig, der anfänglich aus 50 Gramm Mehl und 50 Gramm Wasser besteht, immer wieder mit Mehl und Wasser gefüttert. Wichtig ist es, dass der Sauerteig immer warm steht, beispielsweise auf dem Heizkörper. Am vierten Tag beginnt er leicht säuerlich zu riechen und an Tag fünf blubbert er bereits. Fertig und bereit zum Brotbacken ist der Teig, wenn er ordentlich Blasen wirft.

Leckere Brote mit Hefe
Neben dem Sauerteig gibt es mit der Hefe ein weiteres bewährtes Treibmittel, um Brot zu backen. Hefe kennen viele vom Kuchenbacken und nicht selten will der Kuchen mit der empfindlichen Hefe so recht gelingen. Entweder geht der Teig nicht wie gewünscht auf oder er wird zäh wie Gummi. Wie der Sauerteig, so braucht auch die Hefe Zeit und vor allem Wärme. Zwar dauert es keine Woche wie beim Sauerteig, aber einige Stunden sollten schon eingeplant werden. Hefe muss mehrmals „gehen“, bevor sich das Volumen des Brotteigs verdoppelt hat. Erst wenn der Teig sichtbar größer sowie locker und leicht geworden ist, dann ist er perfekt, um daraus leckeres Brot zu backen. Ob Trockenhefe oder frische Hefe zum Einsatz kommen, spielt keine so große Rolle. Alle, die noch nie mit Hefe ein Brot gebacken haben, sollten mit der Trockenhefe anfangen, da sie sich leichter verarbeiten lässt.

Brot mit Backpulver backen
Wenn es schnell gehen muss, ist ein Brot mit Backpulver die ideale Lösung. Backpulver braucht keine Zeit zum Gehen und ist trotzdem ein wunderbares Treibmittel. Klassisches Backpulver besteht aus Natron und Zitronen- oder Weinsteinsäure, sowie einem natürlichen Treibmittel. Dabei kann es sich um Maisstärke, Weizen- oder Reisstärke handeln. Bei Wärme reagiert das Natron im Backpulver mit der Säure und die Luftblasen, die dabei entstehen, machen den Brotteig locker. Da Backpulver nicht die Treibkraft von Sauerteig oder Hefe hat, wird der Teig kleinporig, da sich weniger Gase bilden. In der Folge ist das Brot später etwas kompakter, aber nicht weniger lecker.

Wer ein schnelles, sehr leckeres Brot mit Backpulver backen möchte, braucht dazu:
  • 500 Gramm Dinkel- oder Weizenmehl
  • Einen halben Teelöffel Salz
  • Einen Teelöffel Backpulver
  • Einen halben Liter Buttermilch
Die Zutaten zu einem weichen, geschmeidigen Teig kneten, wobei die Milchsäurebakterien in der Buttermilch für den Gärprozess sorgen. Bitte nicht zu lange kneten, denn sonst kann es passieren, dass der Teig zäh wird oder das Brot nicht aufgeht. Den Teig zu einer Kugel formen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und bei 200° Grad auf der mittleren Schiene eine gute halbe Stunde backen. Um festzustellen, ob das Brot fertig ist, einfach mal anklopfen. Klingt es hohl, dann ist es fertig.

Was ist beim Brotbacken zu beachten?
Sicher gibt es fertige Brotbackmischungen, die sich im Brotautomaten schnell und einfach backen lassen. Aber Brot selbst zu backen, mit allem, was dazu gehört, macht mehr Spaß und das Brot ist aromatischer. Wer ein „Eigenbrötler“ werden möchte, sollte sich eingehend mit den unterschiedlichen Mehlsorten befassen, alles über das Kneten, Dehnen und Falten des Teigs wissen und zu jedem Brot die passende Form kennen. Wer möchte, kann sogar sein Brot selber mahlen und sein Getreide selbst schroten. So etwas ist einfacher, als viele jetzt vielleicht denken und macht das Brotbacken zu einem echten Erlebnis.

Alle, die gerne Brot backen, können natürlich auch leckere Brezen oder köstliche Semmel für das Frühstück backen. Die Herstellung ist ganz einfach, und zwar aus 200 Gramm Naturjoghurt, 200 Gramm Mehl, einer Prise Salz und zwei Teelöffeln Backpulver. Die Zutaten verkneten und dann bei 200° Grad auf der mittleren Schiene 20 Minuten backen. Fertig sind die köstlichen Sonntagsbrötchen, die mit Sicherheit jeder gerne isst. Brot oder Brötchen in der eigenen Küche selbst zu backen, ist nicht schwer. Zudem hat es den Vorteil, dass alle Zutaten stets frisch sind und man immer genau weiß, welche Zutaten tatsächlich im Brot sind. Bei fertig gekauftem Brot aus dem Supermarkt ist das leider selten der Fall.

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Bildquelle: © Depositphotos.com / pkorotkov
 
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Kommentare

#2 9. Februar 2021
Brot mit Backpulver das schmeckt nicht so gut, außer bei reinem Weißbrot geht das noch.

Schwer ist Sauerteigbrot da braucht es schon etwas Übung um das schmackhaft zu bekommen.

Roggenmehl geht langsamer und schwerer als Weizen, wer also ein 100% Roggenbrot machen will der sollte folgendes mal machen:

Apfelessig (ca 6-10EL auf 1Kg Mehl) und etwas Naturjogurt unterstützen die Hefe und Sauerteig beim Aufspalten der Kohlenhydrate in Zucker, so vermehren diese sich besser und die Masse wird geschmeidiger und geht besser.

Um der Hefe richtig Kick zu geben schütte ich immer etwas Malzbier mit rein und ggf. auch normales Bier für den Geschmack, der Rest ist für'n Bäcker

Brot-Gewürze nehme ich: getrocknete Zwiebel oder Knoblauch, Piement und Kümmel/Fenchel etwas Pfeffer und zermörsere das. Salz ca 1-2% vom Mehlgewicht. Also bei 1Kg Roggenmehl ca 2EL

Ganz wichtig ist, dass der Sauerteig deutliche länger ruhen und gehen muss!

Ich stelle den fertigen Sauerteig ca 3 Stunden in den kalten Ofen also schon fertig in der Backform oder auf dem Blech und schalte dann an.

10 Minuten lang auf 250C hochheizen lassen, dann absenken auf 200C - Backzeit war bei mir ca 50 Minuten bei einer Laib Höhe von etwa 7cm und 30cm Durchmesser.