bürgerkriege usa: warum soldaten in reihe und auf kommando schießen?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines & Sonstiges" wurde erstellt von Michi, 7. August 2011 .

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  1. #1 7. August 2011
    warum wurden bei den konförderationskriegen von den generälen die soldaten alle in eine reihe gestellt, musketen geladen und auf kommando geschossen? und wenn die dann tot waren, kam die nächste reihe ein paar schritte vor um dann weiterzuschießen.

    das is doch bescheuert. keine deckung, aller einfachstes kanonenfutter.

    klar brauchen musketen zeit zum laden, aber warum so krieg mit solchen regeln? wer dachte sich den schwachsinn aus?

    ich spiel grad darkest of days, und da kam mir die frage auf.
     

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  3. #2 7. August 2011
    AW: bürgerkriege usa: warum soldaten in reihe und auf kommando schießen?

    Lineartaktik nennt sich diese Aufstellung.

    Desweiteren kam diese Taktik auch auf europäischen Schlachtfeldern zum Einsatz,also nicht nur bei den Konförderationskriegen.
     
  4. #3 8. August 2011
    AW: bürgerkriege usa: warum soldaten in reihe und auf kommando schießen?

    trotzdem recht bescheuert dieses vorgehen.
    wär mir zu doof gewesen son unfug mitzumachen.

    reines glück und pech das spiel
     
  5. #4 8. August 2011
    AW: bürgerkriege usa: warum soldaten in reihe und auf kommando schießen?

    Willkommen im Krieg.
     
  6. #5 8. August 2011
    AW: bürgerkriege usa: warum soldaten in reihe und auf kommando schießen?

    Öhm, wie hätten sie es ansonsten machen sollen?
    Zumal ich glaube, dass die erste Reihe feuert, beim Nachladen in die Hocke geht und dann die zweite Reihe gefeuert hat....also die, die noch am leben waren.
     
  7. #6 9. August 2011
    AW: bürgerkriege usa: warum soldaten in reihe und auf kommando schießen?

    Die Militärtechnologie und vor allem auch Kampftaktik hat sich in den letzten 300 Jahren enorm verändert.

    Ich glaube früher hat man einfach nicht großartig an sowas gedacht, wie das Kampfgebiet zu seinem Vorteil zu verändern (Schützengräben).
    Damals waren eigene Verluste aber auch nicht so schlimm, weil es kaum Medien gab, die rumgeheult haben.
     
  8. #7 9. August 2011
    AW: bürgerkriege usa: warum soldaten in reihe und auf kommando schießen?

    Schützengräben wurden schon von den Türken vor Wien eingesetzt, die sind nicht so neu. Sie waren nur nicht in dem Ausmaß notwendig, wie im 1. Weltkrieg mit Artillerie und flankierenden MG Stellungen.
     
  9. #8 11. August 2011
    AW: bürgerkriege usa: warum soldaten in reihe und auf kommando schießen?

    Einer der Gründe ist, dass es für effektiver gehalten wurde.

    Eine gewisse Berechtigung besitzt diese Taktik jedoch durchaus, die ersten beiden Reihen bleiben ständig im Feuerwechsel.
    Darüber hinaus und das ist der eigentliche Grund, bleibt so eine bestimmte Schlachtformation erhalten. Die Soldaten halten sich diszpliniert an eine Vorgabe und daraus ergibt sich ein psychologischer Effekt, für die, die Formation einhalten: Man wird dazu gedrängt, nicht so schnell die Nerven zu verlieren und sein Programm für den "Job" nach einem festen Schema abzuspielen. Aber auch auch für den Gegner in einer eher freien Formation, die sich dazu genötigt sehen, die kontrahierende Menschenmasse als ein großes Ganzes zu sehen. Aus der subjektiven Wahrnehmung eines Einzelnen, kann dies durchaus mächtiger wirken.

    Von den Nachteilen dieser Formation, möchte ich gar nicht erst anfangen, aber das lässt sich ja leicht nachhvollziehen... Stichwort Mobilität ;).

    Einer wissenschaftlichen Studie zur Folge, ergibt sich bei der Feuerrate und Effektivität jedoch kein entscheidener Unterschied.
     
  10. #9 11. August 2011
    AW: bürgerkriege usa: warum soldaten in reihe und auf kommando schießen?

    Eines der Hauptprobelme der damaligen Zeit, denke ich(kenne mich eigentlich eher mit "moderneren" Kriegsführung aus), war, dass die Waffen noch nicht gezogen waren.
    Dies vermindert die Trefferchance sehr deutlich, das kannst du nicht mit der Genauigkeit der Gewehre des letzten Jahrhunderts messen.

    Durch diese Ungenauigkeit ergibt sich kein Nutzen aus der Waffe, wenn nicht genug Gewehre gleichzeitig feuern um die Trefferwahrscheinlichkeit zu erhöhen.
    Viele Kugeln -> Viele Treffer.
    Und wenn eine Kanonenkugel in die Gruppe fliegt ist die Todesanzahl geringer.
    Wenn du in ne horizontale Mauer horizontal schießt richtest du viel mehr Schaden als vertikal an.(Bei Drauf-Sicht)

    Zweitens waren damals Söldner oder Leibeigenen Heere noch viel häufiger als heutzutage.
    Heutzutage kämpft ein Großteil der Soldaten "freiwillig". Bundeswehr z.b. meldest du dich freiwillig für den längeren Dienst. USA Armee genauso.

    Wenn du jedoch wie früher große Teile von Menschen hattest die gezwungen wurden in den Krieg zu gehen, so kann man mit Lineartaktik die Moral deutlich erhöhen, da der einzelne Mann von beiden Seiten gepresst wird und so nicht fliehen kann. Und hinten wartet der Spieß mit dem "Spieß" um die Truppe vorne zu halten.


    Der psychologische Effekt darf jedoch auch nicht vergessen werden. Stell dir einfach vor du stehst einer waffenstarrenden Mauer an Menschen gegenüber, das ist imposant und durch die Einschüchterung verringer sich Moral, Zielgenauigkeit usw der Gegner, sofern diese nicht sehr gut ausgebildet sind.
     
  11. #10 12. August 2011
    AW: bürgerkriege usa: warum soldaten in reihe und auf kommando schießen?

    Ergänzend möchte ich noch hinzufügen das die Lineartaktik zusammen mit den damals meist einfarbigen (ich glaube rot oder blau?) Uniformen die beste Tarnung bot (klingt komisch ist aber so) da es auf größere Entfernung nicht möglich war die Feinde zu zählen.
     
  12. #11 17. August 2011
    AW: bürgerkriege usa: warum soldaten in reihe und auf kommando schießen?

    Überdies als möglicher Grund warum solch Formationen dermaßen etabliert waren ist meiner Ansicht nach ein grundsätzlich unterschiedliches Bild vom "Kriege" an sich. Ein romantisch verklärter, männlicher Kriegsepos duckt sich nicht in ein Schützenloch und kriecht im Schlamm umher sondern marschiert stolz und furchtlos Seite an Seite mit seinen Kriegsbrüdern et cetera.
     

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