Bundesregierung: Markt soll flächendeckendes Breitband richten

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von rainman, 8. Dezember 2007 .

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  1. #1 8. Dezember 2007
    Die Bundesregierung lehnt umfassende staatliche Subventionen zum Stopfen bestehender Versorgungslücken bei schnellen Internetanschlüssen ab. Das Bundeswirtschaftsministerium baut vielmehr weiter darauf, dass die Wirtschaft in absehbarer Zeit "in weiten Teilen" der Republik ein "flächendeckendes Angebot" kostengünstiger Breitbandzugänge schafft. In einer jetzt veröffentlichten Antwort (PDF-Datei) auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag hebt das Ressort von Minister Michael Glos (CSU) in diesem Zusammenhang "vielfältige Aktivitäten" der Telekommunikationsunternehmen, "neue technologische Entwicklungen" wie die breitbandige Funktechnik sowie "regulatorische Weichenstellungen und politische Hilfestellungen" als derzeitige Tendenzen zur raschen Verbreitung breiter Zufahrten zur Datenautobahn hervor.

    Angesichts der "durchaus positiven Marktentwicklung" sollten so nach Ansicht der Bundesregierung direkte Fördermaßnahmen in leitungsgebundene oder funkgestützte Technologien nur in Ausnahmefällen zur Anwendung kommen. Die Bereitstellung von Breitbandanschlüssen sei aber gerade in strukturschwachen ostdeutschen Kommunen von großer Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung und die soziale Integration. Das Wirtschaftsministerium will daher für die Förderung der Breitbandversorgung in ländlichen Räumen 2008 über das mit den Ländern aufgestellte Gemeinschaftsprojekt "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" mindestens 10 Millionen Euro Bundesmittel einsetzen. Von den Ländern kämen gut 6,7 Millionen Euro hinzu. Für 2009 und 2010 seien dieselben Aufwendungen von beiden Seiten vorgesehen. Die Fördersumme würde sich damit über drei Jahre hinweg auf über 50 Millionen Euro belaufen.

    Ziel dieser staatlichen Unterstützung sei es unter anderem auch, vor allem land- und forstwirtschaftlichen Unternehmen in ihrer Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Gefördert werde die Verlegung oder Verbesserung der erforderlichen Infrastruktureinrichtungen bis hin zu den Verteilerkästen. Bei funkbasierten Lösungen sei der Aufbau der drahtlosen Netze bis einschließlich des Sendemastes zu berücksichtigen. Dieser Ansatz soll garantieren, dass alle im jeweiligen Gebiet ansässigen Betriebe die neu geschaffenen Anschlussmöglichkeiten nutzen können.

    Deutschland besetzt diversen Studien zufolge in der EU nur einen Mittelplatz bei der Verbreitung schneller Internetanschlüsse. Das Wirtschaftsministerium setzt diesen Statistiken die Zahlen des eigenen Breitbandatlasses entgegen. Demnach liegt die Nutzung breitbandiger Internetzugänge hierzulande mit 21,1 Anschlüssen pro 100 Einwohner zumindest über dem EU-Durchschnitt von 18,2 Anschlüssen. Mitte des Jahres habe es insgesamt rund 17,4 Millionen Breitbandanschlüsse gegeben, die etwa 45 Prozent der Haushalte abgedeckt hätten. Davon entfielen 16,47 Millionen beziehungsweise 94,8 Prozent aller Anschlüsse auf kabelgebundenes DSL, der Rest auf das TV-Kabel mit 810.000 Anschlüssen. Weiter vertreten waren Funkverbindungen mit 54.000 und Satellit mit 56.000 sowie Powerline via Stromversorgung mit 9.500 Anschlüssen.

    Laut der jüngsten Ausgabe des Breitbandverzeichnisses könnten theoretisch schon heute 97 Prozent der deutschen Haushalte mit schnellen Netzanschlüssen versorgt werden. Zum Breitband werden derzeit alle Verbindungsformen gezählt, die Übertragungsraten von mehr als 128 kbit/s erreichen und somit auch durch eine ISDN-Kanalbündelung nicht erreichbar sind. Eine Anhebung dieser Maximalbestimmung und eine damit einhergehende Änderung der Breitbanddefinition plant das Wirtschaftsministerium "frühestens mit der nächsten Veröffentlichung" des Atlasses im kommenden Jahr. Damit einhergehen könnten "gewisse Veränderungen des Flächendeckungsgrades". Die Grünen forderten auf ihrem Parteitag Ende November "gezielte Infrastrukturmaßnahmen für eine flächendeckende kostengünstige Breitbandversorgung". Die Leistungen der "öffentlichen Daseinsvorsorge in der Wissensgesellschaft" müssten neu definiert werden. (Stefan Krempl) / (jo/c't)

    Quelle:http://www.heise.de/newsticker/meldung/100262
     

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  3. #2 10. Dezember 2007
    AW: Bundesregierung: Markt soll flächendeckendes Breitband richten

    Breitband muss es nicht sein, aber hätte schon gerne DSL 6000.

    Welcher normaler Surfe braucht mehr als DSL 6k? Jetzt mal ehrlich...
     
  4. #3 10. Dezember 2007
    AW: Bundesregierung: Markt soll flächendeckendes Breitband richten

    Ähm ich denke doch mal stark das DSl6000 schon Breitband ist?

    Also find ich gut dass solche Aktionen gestartet werden so dass man mit wenig Geld eine schnelle Internetanbindung erhalten kann.
    Das in so nem Staat auch mal was sinnvolles rauskommt hätte ich nicht vermutet^^
     
  5. #4 10. Dezember 2007
    AW: Bundesregierung: Markt soll flächendeckendes Breitband richten

    mehr als zustimmen kann ich dir da nicht! hoffe nur dass die das auch durchziehen... will mit meinem notebook endlich unabhängig im sinne von funkwellen ins netz gehen und auch ordentliche bandbreiten haben.... ist ja imo am kommen *freu*
     

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