Dachboxen fürs Auto

Artikel von Fabiane Herbst am 21. Januar 2019 um 16:26 Uhr im Forum Auto & Motorrad - Kategorie: Ratgeber & Wissen

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Dachboxen fürs Auto

21. Januar 2019     Kategorie: Ratgeber & Wissen
Wenn die Ski-Saison auf Hochtouren läuft, werden jedes Jahr viele Ski- und Dachboxen für den PKW gekauft. Natürlich spielen da insbesondere die Händler im Internet eine wichtige Rolle, sind doch die Preise meist deutlich günstiger und zudem die Auswahl größer, als im stationären Handel. In diesem Artikel dreht es sich um Dachboxen bzw Skiboxen und worauf beim Kauf zu achten ist.

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Eine Dachbox für jeden PKW?
Auch wenn es einfach klingt, so ist eine Dachbox doch nicht auf jeden Wagen zu montieren. Cabrios, aber auch Fahrzeuge mit den modernen Vario-Dächern, lassen in der Regel gar keine Aufbauten auf dem Dach zu.

Die Dachlast, die ein Fahrzeug zulässt, ist zudem eine wichtige Größe, die ganz entscheidend für den Kauf ist. Die Angabe der zulässigen Dachlast findet sich nicht im Fahrzeugschein, bzw. der Zulassungsbescheinigung, sondern steht nur in der Bedienungsanleitung des Herstellers. Dieser Wert der Dachlast gibt das maximale Gewicht an, was auf dem Dach mitgeführt werden darf.

In der Regel variiert diese erlaubte Dachlast zwischen 50 und 100 kg. Zu beachten ist, dass eine große Dachbox mit Gepäckträger und Halterung alleine schnell 25-30 kg oder sogar mehr wiegen kann. Entsprechend darf dann nur noch wenig zugeladen werden.


Materialien
Material der Dachbox
Die gängigsten Materialen für Dachboxen sind Kunststoffe (die Box heißt dann Hardbox) oder manchmal auch Stoffsäcke (die Box heißt dann Softbox). Beide Varianten haben Vor- und Nachteile.

Während die Hardbox sich leichter handhaben und montieren lässt und aufgrund ihrer ergonomischen Form beim Fahren auch weniger Kraftstoff benötigt, weil der cw-Wert geringer ist, so ist sie leider auch schlecht zu verstauen. Die Größe bleibt und wenn die Box vom Fahrzeug entfernt ist, muss sie in der Garage oder im Keller gelagert werden. Dafür an dieser Stelle ein kleiner Tipp: es gibt die Möglichkeit, mittels spezieller Mechaniken die Boxen unter der Decke zu befestigen. Solche Lösungen sind leider nicht ganz billig und bei höheren Autos (SUV, Van oder Geländewagen) auch nicht immer nutzbar.

Die Softbox hat den unschlagbaren Vorteil, dass sie bei Nichtgebrauch zusammengefaltet und im Schrank gelagert werden kann. Leider verbraucht das Fahrzeug aufgrund des ungünstigen cw-Wertes mehr Sprit, als bei einer stromlinienförmigen Dachbox. Auch die Handhabung der Softbox auf dem Dach (das Be- und Entladen) ist schwieriger.

Material des Gepäckträgers
Eine Dachbox, egal ob Hard- oder Softbox, wird mit Hilfe eines Dachgepäckträgers, dem sogenannten Grundträger, auf das Dach montiert. Dabei kann der Grundträger ein auf das Fahrzeug abgestimmter Dachträger sein oder ein sogenannter Universalträger. Wichtig ist, dass der Grundträger am eigenen Auto zu befestigen ist. Dies ist selbst bei einem sogenannten Universalträger nicht selbstverständlich, denn es gibt verschiedene Haltepunkte am Dach, wie die Dachreling, die Regenrinne, Fixpunkte oder Verankerungen am Dach. Vor Kauf sollte man also genau prüfen, ob der Grundträger ans eigene Auto passt.

Verwendet wird meist Stahl oder Aluminium. Aluminium ist sehr leicht und gerade wenn es hochwertige Träger sind, so sind diese auch auf einen guten Luftwiderstand optimiert. Die Variante aus Stahl ist meist sehr günstig; häufig handelt es sich nur um lackierte Vierkantrohre. Dabei spielt der hohe Gewichtsunterschied gerade dann eine große Rolle, wenn das Fahrzeug nur eine niedrige zulässige Dachlast hat.

Betrachten wir einmal den Extremfall: Ein Dachträger aus Stahl plus eine große, massive Box mit Befestigung aus Stahl wiegen zusammen 37 kg. Die erlaubte Dachlast beträgt bei manchen Fahrzeugen nur 50 kg. Somit sind dann nur noch 13 kg Zuladung in der Box erlaubt. Das ist natürlich nicht viel. Über Träger aus Aluminium lassen sich hier schnell ein paar zusätzliche kg Nutzlast für die Autobox gewinnen.

Worauf muss man bei einer Dachbox achten?
Wie bereits beschrieben, muss in jedem Fall die zulässige Dachlast ebenso beachtet werden, wie die Befestigungsmöglichkeiten. Das ist aber längst nicht alles. Es gibt viele weitere Punkte, die zu beachten sind.

Prüfen Sie genau, welche Größe Sie benötigen. Für eine Skibox, die nur 4 oder 6 Paar Skier fassen soll, benötigen Sie keine hohe und über die gesamte Breite des Fahrzeugs gehende Breite. Hier reicht eine schmale und flache Skibox, die keinen hohen cw-Wert hat und Sprit spart.

Wenn man die Dachbox belädt, so ist es am sinnvollsten, die schweren Gegenstände genau in der Mitte zu lagern. Vorne und hinten platziert man hingegen leichte Gegenstände. So behält das Auto den Schwerpunkt mittig. Gesichert werden müssen alle Gegenstände in der Box ausreichend, damit sie sich nicht selbstständig machen. Gerade bei einer Vollbremsung ist dies wichtig. Übrigens: scharfkantige Gegenstände, die vielleicht sogar die Außenwand durchschlagen können, haben in einer Dachbox nichts verloren, da sie bei einem Aufprall unkontrolliert zum Geschoss werden können.

Wer mit dem Fahrzeug plus Dachbox fährt, muss sich zudem immer bewusst sein, dass das Fahrzeug gegenüber Seitenwinden sehr anfällig ist. Auch sollte man mit einer Box auf dem Dach nicht zu schnell fahren, da die Belastung durch den Fahrtwind mit zunehmender Geschwindigkeit immer größer wird. Geschwindigkeiten die sich deutlich jenseits von 130-140 km/h abspielen, können dazu führen, dass die Dachbox abreißt.

Unser Tipp: Kaufen Sie nur Dachboxen und Gepäckträger mit Prüfzeichen wie GS (geprüfte Sicherheit) oder dem TÜV-Siegel. Hier kann man sicher sein, dass die Boxen ausgiebig auf Stabilität, Fahrverhalten, Langlebigkeit, etc. getestet sind und auch hohen Ansprüchen genügen.
 

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