Das elitäre Uni-Denken Europas: ein gescheitertes Bildungssystem?

Dieses Thema im Forum "Politik, Umwelt, Gesellschaft" wurde erstellt von bushido, 10. Januar 2012 .

  1. 10. Januar 2012
    Haben Sie studiert? - Das elitäre Uni-Denken Europas, ein gescheitertes Bildungssystem

    Europas Bürger haben sich unlängst in einer festen, elitären Bildungsstruktur verfangen, welche für sämtliche gesellschaftliche, wirtschaftliche sowie politische Probleme verantwortlich ist. Diese Tatsache möchte auf Grund einer trügerischen guten Volkserziehung jedoch kaum jemand erkennen oder gar hinterfragen; gilt das durch Staatshand vermittelte Wissen im Lande schließlich als Statussymbol, der eigenen Reputation dienlich. Aus diesem einseitigen Gleichschaltungsdenken heraus entstanden infolgedessen unzählige Götzenbilder zum Zwecke weiterer geistiger Manipulationen.

    So kam es, dass die Masse immer abhängiger wurde von zum Teil abstrusen Bildungsreformen, denn sämtliche Industrienationsgesellen haben bis dato Angst um ihren Ruf, darum folgen sie festgeschriebenen Normen fernab ganzheitlicher, eigenständiger Denkprozesse. Warum auch aus dem System ausbrechen? Man bekam Wissen vermittelt, setzte es ein und lebte an seinem eigentlichen Leben im Schnellverfahren vorbei - kurzfristig gesehen wesentlich leichter, als freiheitliche Verantwortung zu übernehmen.

    Kein Wunder also, dass der Wert eines Menschen durch den Bildungsgrad bestimmt wird, dem Klassifizierungssystem sei Dank. Frieden und Demokratie bleiben somit scheinbar ein endloser Wunschtraum, weil industrielle Bildung nach starrem Lehrplan niemals zum emotionalen Reifeprozess beitragen kann, daher Völker ohne jedwede natürliche Vernunft leben. Wer einmal etwas genauer den täglichen, zwischenmenschlichen Umgang beobachtet, kann schnell erkennen, wie lieblos, ja geradezu leer dieser sich offenbart. Immer wieder fragen Menschen nach dem Bildungsgrad, den beruflichen Status, machen Beziehungen, Familienleben, ihre eigene Selbstbestimmung davon abhängig - sie kennen es angesichts staatlicher Fesseln nicht anders. Zuweilen bekommen Beobachter den Eindruck vermittelt, dass Menschen nur mit Abitur bzw. Studium als vollwertiges, gesellschaftliches Mitglied anerkannt werden.

    Die Abgründe eines funktionalen Bildungssystems

    Ergo stumpften Menschen emotional drastisch ab, was dazu führte, dass der permanente Leistungsdruck bis heute weiter zunimmt: Vorgegebenes Wissen muss der Verstand in einem fixierten Zeitraum verarbeiten. Keine Fragen stellen, keine Gedanken fließen lassen, nichtmals Zeit für Empfindungen bleibt dem ♂️♂️ sapiens, nur: speichern, umsetzen, speichern, umsetzen. Gewissen? Oh, pardon, was ist das?

    Selbstverständlich kann der Mensch das ganze Szenario auf natürlichem Wege keinesfalls verarbeiten, weil die Seele niemals schweigt, egal wie sehr das Individuum auch davonlaufen mag vor dem eigenen Spiegelbild. Je lauter allerdings die eigene Prägung wird, desto mehr rennt unsere Art in den projizierten Irrgarten hinein, wo Verantwortliche den hörigen Untertanen immer wieder suggerieren, wie legitim Aufpuschmittel oder anderweitige Hilfsmittel seien. Einmal dem unsichtbaren Imperator verfallen, sind sie Sklaven ihrer selbst, weil ihr Leben einzig aus der Erfüllung von fremdartigen Anforderungen besteht.

    Das Ergebnis? Zunahme von Suizidfällen, zerstörte Familien, Geistergesellschaften, Wirtschaftskrisen, Panikattacken - eine globale, extrem gefährliche Trance!

    Gut zu erkennen in der Onlinewelt: Diskussionsbeteiligungen erfolgen meistens dann, wenn eine Chance auf Erniedrigung seines Mitmenschen besteht. Anstatt in lieber, verbaler Ausdruckform aufeinander zuzugehen, einander zu helfen, warten Weggefährten darauf, den anderen runterzuziehen, um jeden Preis. Sehr kurzweilig gedacht, dank ihres falsch existierenden Bildungsglaubens - schon morgen können sie diejenigen sein, welche Hilfe benötigen, kein Mensch ist perfekt.

    Freie Bildung baut auf Selbstbestimmung und Vernunft auf

    Fakt bleibt in jedem Fall, dass der ♂️♂️ sapiens kein Roboter ist, jeder von Natur aus unterschiedlich geprägt wurde, was wiederum bestätigt, dass Wissensvermittlung für alle Völker zwar erforderlich, diese allerdings flexibel sich gestalten sollte, stets unter Beachtung der freien Persönlichkeitsentfaltung. Die Lehr- sowie Lernwege könnten vielfältiger nicht sein. Ein Mensch benötigt Tage, andere Monate, der eine lernt oder vermittelt mithilfe von Musik und Spaziergängen, der andere am Schreibtisch. Wissensentwicklung oder Ausdruck kann man anhand von Notensystemen keinesfalls objektiv ,,bewerten", da neuartige Sichtweisen, andere emotionale Auffassungsgaben nicht falsch sein müssen, sie sind einfach nur anders. Solange ganze Gesellschaftsschichten keine Akzeptanz für Individualität entwickeln, Menschen nur Ideen umsetzen dürfen mit anerkannten Bildungstiteln, werden alle Generationen immer wieder mit Kriegen, dem dauerhaften Elend konfrontiert werden.

    Unsere Art muss begreifen, wie wichtig freie, unabhängige Bildungsprozesse, fernab jedweder bürokratischer Mechanismen tatsächlich sind, damit Verantwortung aus dem Selbstbestimmungsprozess heraus gelebt werden kann. Wenn wir alle uns gegenseitig Vertrauen schenken, muss keiner mehr in Angst vor Enttäuschungen verweilen - so einfach kann Bildung sein.



    Ich schließe mit einem eigenen Zitat:

    Krieg beginnt mit der herzlosen Frage nach einem stumpfen Bildungsgrad und mündet mitunter sehr zeitnah im Untergang unserer Erde. Spätestens dann wird der Mensch verstehen müssen, was ihm von Geburt an eigentlich geschenkt: seine Gabe, einfach frei das Leben zu gestalten, doch er nutzte sie nie, weil eine offene Kommunikationsbasis im Maskenball der Zeit erstickte, welch ein trauriges Ende.


    Ihr

    Joachim Sondern



    Quelle: http://www.buergerstimme.com/Design...ken-europas-ein-gescheitertes-bildungssystem/



    ----------------------------------------------------------------------------------------



    Ich würde diesen Artikel gerne der zur generellen Diskussion stellen, OHNE eine Wertung abzugeben, damit der Thread nicht wieder in den üblichen Grabenkämpfen endet.


    Eine mögliche Lösung hat der Autor bereits präsentiert. Diese ist unter folgendem Link zu finden:

    http://www.buergerstimme.com/Design2/2010-06/10-stufen-lehrsystem-harmonische-bildung/
     
  2. 10. Januar 2012
    AW: Haben Sie studiert? – Das elitäre Uni-Denken Europas,ein gescheitertes Bildungssystem

    Ich möchte dazu eigentlich gar keinen richtigen Diskussionbeitrag liefern, sondern einfach nur sagen 100% true! Dieser Artikel spricht mir von Anfang bis Ende aus der Seele.
    THX @ Bushido
     
  3. 10. Januar 2012
    AW: Haben Sie studiert? – Das elitäre Uni-Denken Europas,ein gescheitertes Bildungssystem

    wieder ein Artikel von irgendeiner komischen Quelle.
    Vielleicht sollte man mal seriöse Seite als Stand hier einführen.

    Dieser Artikel glänz ja schon fast von falschen Aussagen, z.B.:
    Frieden und Demokratie bleiben somit scheinbar ein endloser Wunschtraum, weil industrielle Bildung nach starrem Lehrplan niemals zum emotionalen Reifeprozess beitragen kann, daher Völker ohne jedwede natürliche Vernunft leben.

    Wenn ich mir wissen aneigne, leidet mein "emotionaler Reifeprozess" darunter? Selten so einen Blödsinn gehört. Komplett falsche Kausalität.

    Immer wieder fragen Menschen nach dem Bildungsgrad, den beruflichen Status, machen Beziehungen, Familienleben, ihre eigene Selbstbestimmung davon abhängig

    Beziehungen davon abhängig machen ist laut meinen Erfahrungen ein typisch deutsches Denken. Schaut man sich Staaten im Osten an, sieht das ganze anders aus. Es gibt auch deutsche Familien, bei denen das nicht so ist. Das hat mehr was mit kulturellen Werten zu tun. Das zu Pauschalisieren ist somit quatsch.

    Ergo stumpften Menschen emotional drastisch ab, was dazu führte, dass der permanente Leistungsdruck bis heute weiter zunimmt

    Klar, weil jemand lernt und seine Bildung verbessern will, ist er zu einer emotionalen Beziehung nicht fähig? Jeder normale Mensch liest nach diesem Satz schon, dass der Artikel mehr als Quatsch ist. Eine Kausalität ist nicht vorhanden.

    Den Rest des Textes kann man sehr leicht auseinanderpflücken und sieht, dass der Text nur aus Schwachsinn steht. Für die Zukunft sollte ein Blick auf die Quelle genügen: Blogs von WordPress sind beispielsweise keine guten und kann ich in 5min selbst erstellen. Man kann somti auch davon ausgehen, dass solche Seiten in der Regel nur irgendeinen Blödsinn oder Kontroverses schreiben, um von anderen Fachpressen wahrgenommen zu werden, um dort eventuell als fest beruflicher Autor einsteigen zu können.
     
  4. 10. Januar 2012
    AW: Haben Sie studiert? – Das elitäre Uni-Denken Europas,ein gescheitertes Bildungssystem

    Hmmm ich kann dem Artikel nicht wircklich zustimmen. Ich habe eine abgeschlossene Berufsausbildung und gehe derzeit auf die Berufsoberschule um mich weiterzubilden. Ein für jedermann perfektes Schulsystem gibts sicherlich nicht. Aber woran soll man in der Berufswelt in welcher ständiger Wettbewerb herrscht, zwischen Arbeitgebern sowie auch Arbeitnehmern, ansonsten eine Messlatte setzen wenn nicht am Wissen eines Menschen? Die Schulwelt bringt einem sicherlich nicht alles bei, aber wozu hat man Familie, Freunde und soziales Umfeld wo man den sozialen Aspekt lernt, verschiedene Sichtweisen ebenfalls diskutieren könnte? Ich weiß nicht von welchen Schulen, Bildungssystem der Artikel ich zitier mal nen Abschnitt

    "Vorgegebenes Wissen muss der Verstand in einem fixierten Zeitraum verarbeiten. Keine Fragen stellen, keine Gedanken fließen lassen, nichtmals Zeit für Empfindungen bleibt dem ♂️♂️ sapiens, nur: speichern, umsetzen, speichern, umsetzen. Gewissen? Oh, pardon, was ist das?"

    Es ist klar das jeder unterschiedlich schnell lernt jeder braucht anders Zeit um Dinge zu verarbeiten. Hier fällt mir besonders der Begriff "fixierter Zeitraum" auf das ist schon ein sehr dehnbarer Begriff der hier bestimmt falsch interpretiert wird. Natürlich muss man Wissen in einem bestimmten Zeitraum aufnehmen und der normale Mensch der etwas Zeit und Fleiß aufbringt schafft das auch alles. Bei uns an der Schule ist alles soweit das man selbst zu hause noch die "freiwillig erledigten Aufgaben" per E-Mail an Lehrer senden kann und das am Abend korriegiert zurückbekommt. Fixierter Zeitraum ist also sehr dehnbar und zwar für jeden der seine Freizeit dafür aufbringt zu lernen.

    Man könnte natürlich Ganztagsschulen einführen wenn die Familie und das soziale Umfeld nicht fähig ist den sozialen Aspekt eines Individums zu fördern. Ich kann mir nicht vorstellen wie eine Schule wo der Schultag gerade mal 5 Stunden hat das auch noch schaffen soll.
     
  5. 10. Januar 2012
    AW: Haben Sie studiert? – Das elitäre Uni-Denken Europas,ein gescheitertes Bildungssystem

    Die wahrlich Wissenden eignen sich ihre Persönlichkeitsstruktur primär abseits des Schulweges an, diejenigen aber, die in sich selbst keinen Zugang zum "Wissen aus Eigeninitiative" finden, sollten nicht hilflos sich selbst überlassen werden, denn das fördert eine sozialdarwinistische Kultur noch mehr, als es der Druck eines Schulsystems tut.
     
  6. 10. Januar 2012
    AW: Haben Sie studiert? – Das elitäre Uni-Denken Europas,ein gescheitertes Bildungssystem

    Wissen != industrielle Bildung

    Es geht wohl darum, dass der Lehrplan nach den Bedürfnissen der Industrie ausgerichtet ist und nicht nach den Bedürfnissen der Menschen. Dass dabei der emotionale Reifeprozess wenig (/keine) Priorität hat, kann man sich denken.

    (Es geht der folgende Satz voraus: Zuweilen bekommen Beobachter den Eindruck vermittelt, dass Menschen nur mit Abitur bzw. Studium als vollwertiges, gesellschaftliches Mitglied anerkannt werden.)
    Das heißt nicht, dass jemand der lernt nicht zu emotionalen Beziehungen fähig ist, sondern dass durch das im Artikel kritisierte Denken die Emotionalität abnimmt. Wenn ich mir anschaue mit welcher Arroganz viele Abiturienten und Studenten durch's Leben laufen und welche Verachtung sie der "Unterschicht" entgegenbringen, oder wie Real- und Hauptschüler eine oft aggressive, ablehnende Haltung gegenüber Abiturienten/Studenten einnehmen, dann kann ich diesem Fazit absolut zustimmen.


    Den Rest des Textes kann man sehr leicht auseinanderpflücken und sieht, dass der Text nur aus Schwachsinn steht.Für die Zukunft sollte ein Blick auf die Quelle genügen: Thrake7

    ---

    Fakt bleibt in jedem Fall, dass der ♂️♂️ sapiens kein Roboter ist, jeder von Natur aus unterschiedlich geprägt wurde, [..]
    Die wirtschaftliche Lösung dieses Problems ist die maschinelle Züchtung von Menschen, so wie es in "Brave New World" beschrieben wird. So kann man die "natürliche" Prägung vorgeben - ganz nach dem Bedarf der Industrie.
     
  7. 10. Januar 2012
    AW: Haben Sie studiert? – Das elitäre Uni-Denken Europas,ein gescheitertes Bildungssystem

    Zeige mir mal den Lehrplan einer staatlichen Universität, die nach den Bedürfnissen der Industrie ausgerichtet ist? Woran erkennst du sowas? Wie sieht daraufhin im Gegenzug der Lehrplans deines ausgewählten Faches aus, der nach dem Bedürfnissen der Menschen gerichtet ist?


    Das erste, was ich einem Menschen frage, wenn ich ihn kennenlerne ist auf gar keinem Fall: "Was machst du beruflich?". Auch wenn ich beim Einkaufen, beim Friseur oder in der Gaststätte bin. Gleiches gilt auch für die Unterschicht. Die ist auch immer freundlich zu mir, wenn ich mit Anzug und Kravatte rumlaufe. Das kannst du nicht pauschalisieren. Es ist nämlich auch nicht so, dass Studenten/Uniabsolventen andauernd Arrogant durch die Gegend laufen und jeder Real/Hauptschüler häufig aggressiv auftretet. Dieser Stereotypen ist in der Gesellschaft alles andere als verbreitet.
     
  8. 10. Januar 2012
    AW: Haben Sie studiert? – Das elitäre Uni-Denken Europas,ein gescheitertes Bildungssystem

    Alle! Das Bachelor-System war nur der logische Schluss einer vorangegangenen Entwicklung, die noch nie etwas mit freier Bildung und Individuation zu tun hatte. Im Bachelor der BRD manifestiert sich der Hunger der Industrie nach vielen, halbgelernten Fachkräften, der Master liefert die wenigen, welche das Kapital braucht, die mehr können. Das Diplom und der Magister waren sicher nicht das Paradies, deutsche Hochschulen schon immer zum Kotzen feudalistisch, aber der Bachelor hat das ganze noch potenziert.
     
  9. 10. Januar 2012
    AW: Haben Sie studiert? – Das elitäre Uni-Denken Europas,ein gescheitertes Bildungssystem

    totaler mist, 95% von dem was du im studium lernst wirst du nie wieder im beruf brauchen. das wurde auch mal ganz passend ausgedrückt:"Ein abgeschlossenes studium ist wie eine eintrittskarte. Das was draufsteht interessiert spätestens nach einlass keinen mehr."
     
  10. 10. Januar 2012
    AW: Haben Sie studiert? – Das elitäre Uni-Denken Europas,ein gescheitertes Bildungssystem

    Man du Quatschkopf laberst ja nur alles nach was du in deinen kommunistischen bzw. anarchistischen Quellen liest, ohne selbst ne Meinung zu haben.
    Es ist wie knut sagt, die Lehrpläne können garnicht so nach der Industrie ausgerichtet sein.

    Klar das Bachelor-Master System ist schon etwas fürn *****, aber er ist auch noch recht neu und wird sich hoffentlich noch besser etablieren.
     
  11. 10. Januar 2012
    AW: Haben Sie studiert? – Das elitäre Uni-Denken Europas,ein gescheitertes Bildungssystem

    In diesem Artikel werden wahllos Fakten in den Raum geworfen, aber keineswegs bewiesen.

    Hier werden große Zusammenhänge auf das Bildungssystem von Deutschland reduziert. Es ist aber ziemlich banal Kausalität genannter Konzepte auf einer unabhängigen Variabel aufzubauen - kurz gesagt, der Text ist it.

    Durch Pseudo-Intellekt fallen dann auch noch viele auf den Text herein. Der Text gaukelt euch eine intellektuelle Autorität vor, die, bei genauerem Hinsehen, ihren Glanz verliert.
    Eine intellektuelle Autorität ist jemand, der durch mehr Wissen eine gewisse Source-Credibility schafft. (zum Beispiel Doktoren haben eine hohe Source-Credibility)
     
  12. 10. Januar 2012
    AW: Haben Sie studiert? – Das elitäre Uni-Denken Europas,ein gescheitertes Bildungssystem

    Jetzt hast Du mich aber widerlegt! :lol:

    Echt? Warum? Wechsel mal den Betrieb, dann sind auch 90 Prozent des vorher erlernten eventuell für den Eimer. Das sagt nichts!
    In anderen Ländern funktioniert der Bachelor, der ist da aber ganz anders aufgebaut. Hier wird sich nichts, aber auch gar nichts ändern, weil die Hochschulen gar keine Lust haben, was zu ändern.
     
  13. 10. Januar 2012
    AW: Haben Sie studiert? – Das elitäre Uni-Denken Europas,ein gescheitertes Bildungssystem

    Die Quelle ist in diesem Fall doch völlig wurscht. Der Text spiegelt die Meinung des Autors wieder und ist kein wissenschaftliches Abstract, dass sich auf irgendwelche anderen Studie bezieht.

    Aber ansonsten finde ich die Idee des Autors auch nicht besonders überzeugend. Ich mein in unserem Schulsystem gibt es doch schon sowas ähnliches wie es der Autor vorschlägt und zwar die Walldorfschule. Außerdem haben wir noch christliche Schulen, private Schulen und eben die staatlichen Schulen. Viele Schulen setzen zu dem unterschiedliche Schwerpunkte. Ich denke für fast jeden erzieherischen Gedanken gibt es eine Schule, wo er seine Kinder hinschicken kann.
     
  14. 10. Januar 2012
    AW: Haben Sie studiert? – Das elitäre Uni-Denken Europas,ein gescheitertes Bildungssystem

    ich hoffe ernsthaft du studierst selbst bzw hast selbst studiert und arbeitest jetzt. es ist nunmal so, das was du im studium lernst ist für die katz, genau wie das was du in der schule lernst für die katz ist.
     
  15. 10. Januar 2012
    AW: Haben Sie studiert? – Das elitäre Uni-Denken Europas,ein gescheitertes Bildungssystem

    Kannst du das nochmal bitte etwas ausführen? Wieso sollte man Kausalität nicht auf einer unabhängigen Variablen aufbaun? Was soll sonst die Ursache eine Phänomens sein wenn nicht eine unabhängige Variable?
    Sorry aber der Text ist doch nicht Pseudo-Intelligent geschrieben. Pseudo-Intellekt, davon strotz wohl eher dein Beitrag.
    Man könnte fast meinen, du versuchst den Artikel 1:1 zu bestätigen.."Source-Credibility"..du folgst deiner intellektuellen Autorität wahrscheinlich auch blind ohne irgendwelche Fragen zu stellen oder?

    Der größte Feind der Wahrheit ist der blinde Gehorsam gegenüber Authoritäten.


    Ansonsten kann ich dem Text sonst zustimmen. Sieht man doch gut an manchen Leuten hier, denen schon der Sabber runterläuft wenn man nur USA - Präventivschlag - Iran erwähnt. Null emotionale Intelligenz aber schön die Zusammenhänge zu steigenden Spritpreisen und dem eigenen Auto sehen.
     
  16. 10. Januar 2012
    AW: Haben Sie studiert? – Das elitäre Uni-Denken Europas,ein gescheitertes Bildungssystem

    Ich hab gearbeitet und jetzt studiere ich und glaub mir, ich lerne hier (Forst) einiges mehr, was ich später einsetzen kann, als in meiner Ausbildung als Tischler. Klar, ich hab auch ein bis zwei völlig sinnlose Fächer, in der Masse aber würde ich das gar nicht behaupten.
    In der fu****** Schule hab ich nur Müll gelernt, da sind wir und einig.
    Das ändert aber nichts dran, dass das deutsche Hochschulsystem den Erfordernissen der Industrie angepasst ist: in kurzer Zeit wenig qualifizierte, aber Methodikgeschulte ArbeiterInnen, die man aufgrund ihres Abschlusses dann schlechter bezahlen kann als Diplomer. Die wenigen, die mehr können sollen, gehen dann in den Master und spezialisieren sich wiederum, um für einen bestimmten Teil des Kapitals Gewinne erwirtschaften zu können. Die Arbeitsteilung und der Zerstückelung der Fähigkeiten des Arbeiters an sich ist ein über die gesamte Geschichte der Industrialisierung sich hinziehender Prozess.
     
  17. 10. Januar 2012
    AW: Haben Sie studiert? – Das elitäre Uni-Denken Europas,ein gescheitertes Bildungssystem


    Ich meinte eher eine einzige unabhängige Variabel, da habe ich mich wohl undeutlich ausgedrückt. Die Konzepte, die er anspricht, sind nun einfach nicht nur auf einen Faktor zurückzuführen, deswegen macht seine Argumentation keinen Sinn.
    Zum Thema "Source-Credibility" - tut mir Leid, ich studiere und wohne nicht in Deutschland, zu vielen Ausdrücken fällt mir nun mal das englische Wort schneller ein.
    Und wieso du deshalb meine intellektuelle Blindheit ableitest, bleibt mir auch verschleiert.

    Ich finde den Text pseudo-intellektuell, weil er mit großen Worten und geladener Sprache jongliert, aber ganz sauber sieht das für mich absolut nicht aus. Vor Allem, weil eine Lösung fehlt.
     
  18. 10. Januar 2012
    AW: Haben Sie studiert? – Das elitäre Uni-Denken Europas,ein gescheitertes Bildungssystem

    @Thrake7: Ich habe weder den Begriff "alle", noch den Begriff "jeder" benutzt. Das ist nämlich ein sehr einfaches Angriffsziel um eine Aussage auf "niedrigem Niveau" zu "widerlegen". Es geht mir um Tendezen und vielleicht hätte ich es noch schwächer ausdrücken sollen..

    Dass du Menschen nicht nach ihrem Bildungsgrad beurteilst, finde ich gut. Ändert leider nur wenig an der Gesamtsituation.


    @zvei: Das "Image" der Walldorfschule bei der breiten Masse ist doch bezeichnend. Den Witz hier kennen die meisten wahrscheinlich, aber ich finde er passt ganz gut:
    Spoiler
    Hauptschule:

    Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln
    für 50,- Euro. Die Erzeugerkosten betragen
    40,- Euro. Berechne den Gewinn !


    Realschule:

    Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln
    für 50,- Euro. Die Erzeugerkosten betragen
    4/5 des Erlöses. Wie hoch ist der
    Gewinn ?


    Gymnasium:

    Ein Agrarökonom verkauft eine Menge
    subterraner Feldfrüchte für eine Menge
    Geld (G). G hat die Mächtigkeit 50.
    Für die Elemente aus G gilt: G ist 1. Die
    Mengehat die Herstellungskosten (H). H ist
    um 10 Elemente weniger mächtig als die Menge
    G. Zeichnen Sie das Bild der Menge H
    als die Tilgungsmenge der Menge G und geben
    sie die Lösung (L) für die Frage an: Wie
    mächtig ist die Gewinnsumme?


    Gesamtschule:

    Ey, kommt der alte vom Land
    und verkauft einen Sack von dene braune
    Dinger. Musst du 50 ? zahlen.
    Ey, die zu machen hat aber nur 40 ?
    gekostet. Musst du jetzt mal krass denken
    was übrig bleibt!
    (Anmerkung vom Lehrer: 'Bitte diskutiert diese Aufgabe mit euren
    Mitschülern. Waffen sind nicht erlaubt!')


    Waldorfschule:

    Ein Bauer verkauft einen Sack
    Kartoffeln für 50,- Euro. Die Erzeugerkosten
    betragen 40,- Euro und der Gewinn 10,- Euro.
    Aufgabe: Unterstreiche das Wort
    'Kartoffeln' und singe ein Lied dazu.

    @Skelletor: Die Lösung wird in einem anderen Artikel präsentiert (im Startpost verlinkt). Ich bezweifel allerdings, dass es in einem kapitalistischen System, so wie es momentan existiert, überhaupt möglich ist eine "freie Bildung" (so nenn ich das jetzt mal ganz pseudointellektuell) geben kann.
     
  19. 10. Januar 2012
    AW: Haben Sie studiert? – Das elitäre Uni-Denken Europas,ein gescheitertes Bildungssystem

    Vielen Dank für den Hinweis. Ich habe es für die "Überflieger" nochmal fett hervorgehoben.

    Ist es nicht das kapitalistische System, welches momentan vor dem Kollaps steht?

    Bietet nicht genau dies eine Chance auf etwas Neues, vielleicht sogar etwas, was uns momentan noch utopisch erscheint?

    Nicht nur an dem Beispiel lässt sich dies verdeutlichen. Hier ein paar Vorwürfe des Autors, die sich in diversen Diskussionen zu unterschiedlichsten Themen immer wieder bestätigen.


    Insofern trifft der Artikel voll den Kern des Problems. Dass sich das Gros der Studenten im Forum wahrscheinlich wieder auf die Füsse getreten fühlt, obwohl man ihnen überhaupt nichts Böses will, bestätigt die Analyse zusätzlich.
     
  20. 10. Januar 2012
    AW: Haben Sie studiert? – Das elitäre Uni-Denken Europas,ein gescheitertes Bildungssystem

    Ich hoffe es doch sehr! Utopisch wird auch die Welt bezeichnet, die George Orwell in seinem Roman 1984 darstellt (im Vorwort, wenn ich mich recht erinnere) und man siehe sich an, wo wir heute gelandet sind. Vielleicht geht es ja auch "andersrum".

    Hab doch noch mal was rausgesucht:
    Spoiler
    Q: http://www.nachdenkseiten.de/?p=11811

    Zu Gert Heidenreich (von wiki):

    Interessant vielleicht auch die geplante Teilprivatisierung der Hochschulzulassung, bzw. der Antrag dagegen (von den Linken).
     
  21. 10. Januar 2012
    AW: Das elitäre Uni-Denken Europas: ein gescheitertes Bildungssystem?

    Na dann nehmen wir diese "Einzelmeinung mal auseinander"

     
  22. 10. Januar 2012
    AW: Haben Sie studiert? – Das elitäre Uni-Denken Europas,ein gescheitertes Bildungssystem

    Wir reden von Universitäten, nicht vom Betrieb....

    Fast alle Studiengänge haben starke Veränderungen an meiner alten Uni durchleben müssen.

    stimmt eigentlich nicht sooo ganz. Vieles ja, aber nicht 90%. Ich würde sagen, ich brauch davon 70% nicht. Das liegt aber daran, dass anfangs ein größeres Spektrum war und ich mich am ende mehr spezialisiert habe.

    Zum Thema lehrplan hätte ich gerne nur ein Beispiel gesehen. z.b. das die Uni Bamberg ein Fach namens "Motoren des 21. Jahrhunderts" vom Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik, wo es nur um BMW-Motoren geht und ihren Aufbau sowie ihre Funktionsweise. Ich hätte also gerne "ein" Beispiel und nicht "alle" Beispiele oder "jedes" Beispiel
    Ich kenne nämlich keine Uni, die generell von einer Firma geprägt wird. Es gibt Gast-Dozenten von Firmen, aber jede Vorlesung, die ich von denen besucht habe (Frauenhofer, Audi, EON und Nokia) haben nie "Product-Placement" oder für ihre eigenen Produkte geworben bzw. sich nur darauf spezialisiert. EoN z.B. kennt sich gut mit den Arten von Kraftwerken aus, wann beispielsweise Kraftwerke eingesetzt werden, wie die Kategorisiert werden usw. Das lässt sich auf jeden anderen Energie-Konzern ebenfalls übertragen. Und obwohl EON in der Richtung was erzählt hat, wusste ich nicht, welche Kraftwerke EON alles hat, wo die stehen und wie die von denen aufgebaut sind. EON hat eben die Infos darüber und können auch sehr gut über die aktuelle Lage unterrichten.
     
  23. 12. Januar 2012
    AW: Haben Sie studiert? – Das elitäre Uni-Denken Europas,ein gescheitertes Bildungssystem

    Auch ich kann leider erst jetzt einsteigen da ich, immer wenn grad was dazu schreiben wollte, entweder von einem meiner Kinder gebraucht wurde oder etwas terminliches dazwischen kam.
    Doch die Posts habe ich alle lesen können und kann mich der Erkenntnis nicht entziehen das der Autor mit seiner Meinung ziemlich genau ins schwarze trifft.
    Einerseits wenn ich die meisten der obigen Posts lese:
    von Thrake:
    Thrake will nur diskreditieren.
    oder dem Knut:
    Hat nicht wirklich gecovert worum es in dem Artikel eigentlich geht.
    oder der Klassiker; Winans:
    ..ohne Worte... denn dazu sind genügend Bezüge im Text. Welchen man gar nicht auseinander nehmen kann, im eigentlichen Sinne. Es handelt sich dabei weniger um eine Ansammlung von Fakten sondern eher um eine Betrachtung.
    Und genau mit dieser Betrachtung liegt der Autor nicht falsch. Genau das wird hier auch bewiesen indem die " Studierten" hier sich lediglich die These des Lehrplans rauspicken, sich in ihrem "elitären" Studentenwahn angegriffen fühlen und darauf rumhacken ohne wirklich zu begreifen welche Auswirkungen ( seelisch, moralisch, gesamtgesellschaftlich, aus Sicht der Sozialkompetenz, der zwischenmenschlichen Beziehung) ihr Verhalten, oder das erlernte ( Hallo ich bin Student/Studiert und besser als der Bergmann)auf sich selbst und auf ihre Umwelt/ die Gesellschaft und deren Fortentwicklung hat.
    In Zusammenhang mit dem Artikel und den meisten obigen Posts kann ich eigentlich beinahe nur noch Mitleid für die seelische Degeneration der Generation " Elite" empfinden.
    Kurz: Denkt doch erst mal richtig nach was der Verfasser des Textes, respektive Bushido wirklich zum Ausdruck bringen wollte, bevor Ihr hier auf dem Nutzen oder Unnutzen des Bildungssystems für die Industrie rumreitet-> Es gibt wichtigeres als das. Das ist die Kernaussage des Textes. Lebt und denkt. Bewahrt die Freiheit, sie hat viele Leben gekostet. Lasst euch nicht belügen, umso einleuchtender die Lüge auch sei.


    F.
     
  24. 12. Januar 2012
    AW: Haben Sie studiert? – Das elitäre Uni-Denken Europas,ein gescheitertes Bildungssystem

    Jeder halbwegs kundige, der mit einigermaßen Reflektionsvermögen ausgestattet ist, wird einsehen, dass Unis Orte sind, in denen lediglich Arbeitskraft für den Markt zugerichtet wird. Unis gleichen Ausbildungsstätten, in denen spezielle Kenntnisse vermittelt werden, welche für die Ausübung von Berufen erforderlich sind. Es wird tendenziell jeweils nur das an Informationen vermittelt, was wirtschaftlich verwertbar scheint; dies entspringt aus der Systemlogik unserer Gesellschaft.

    Im krassen Gegensatz dazu steht ein Bildungsbegriff, der dem Menschen in die Lage versetzt, die Welt als ganze zu verstehen und ihm dabei hilft, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
     
  25. 12. Januar 2012
    AW: Haben Sie studiert? – Das elitäre Uni-Denken Europas,ein gescheitertes Bildungssystem

    Woher nimmst du diesen "Bildungsbegriff" ? Ist der irgendwo definiert oder verfasst, sodass ein einheitliches Konzept gibt, an das wir uns hier halten?
    Weiterhin setzt sich niemand das Ziel die Welt als Ganzes zu verstehen, weil es allein zeitlich nicht möglich ist. Um die Welt als Ganzes zu verstehen, müsste man, theoretisch, alles gesehen und erlebt haben. Das liegt nunmal außerhalb unserer Möglichkeiten.

    Außerdem studiert man nicht Wirtschaftsingenieurwesen, um die Welt zu verstehen, sondern eben weil man in die Industrie möchte. (nicht, dass ich es studierte)
    Ja, wir sind in einem kapitalistischen System. Ja, es gibt negative Aspekte. Ja, wir möchten nach unserem (harten) Studium eine erfüllende Tätigkeit, die im Bestfall auch noch bezahlt wird.

    Wenn Euch die Unis so anwidern, wieso bildet ihr Euch nicht einfach selbst? Keiner hindert Euch daran ein Buch zu kaufen - oh nein, dann würde man ja die großen Kapitalisten unterstützen, die mit Sicherheit im Druck des Buches involviert sind - und euch nach euren eigenen Werte- und Moralvorstellungen zu bilden. Da ihr ja anscheinend nicht daran interessiert seid in die Industrie zu gehen, wird Euch ein fehlender Abschluss auch nicht behindern und ihr werdet in eurer Selbsterkenntnis glücklich werden.

    Nur zu, keiner hindert Euch, keiner schränkt Eure Bildung ein, außer ihr selbst.

    Aber wahrscheinlich haben wir hier sowieso nur Antikapitalisten mit Macbook...Pro.
     

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