Das Ende der ersten Demokratie

Dieses Thema im Forum "Politik, Umwelt, Gesellschaft" wurde erstellt von Dani500, 30. Januar 2008 .

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  1. #1 30. Januar 2008
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15. April 2017
    Hitlers Machtübertragung

    Das Ende der ersten Demokratie



    Vor 75 Jahren wurde Adolf Hitler deutscher Reichskanzler. Es war der Auftakt zum größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte.




    Es war ein schöner Wintertag, an dem das düsterste Kapitel der deutschen Geschichte seinen Anfang nahm. Es war der Tag, an dem der greise Reichspräsident Hindenburg in der Berliner Wilhelmstraße jenen Mann zum deutschen Reichskanzler ernannte, dessen Partei und Politik Deutschland binnen 18 Monaten in eine Diktatur verwandeln sollten. Wie war Hitler möglich? Wie hatte es passieren können, dass ein ungelernter, sozial isolierter, gebürtiger Österreicher ohne herausragende militärische Meriten und politische Erfahrung, bis 1932 sogar ohne deutsche Staatsbürgerschaft und bis zuletzt ohne parlamentarische Mehrheit, am 30. Januar 1933 in der Berliner Wilhelmstraße in das Amt des deutschen Reichskanzler gehoben wurde – von demjenigen, der monatelang genau dies um keinen Preis hatte zulassen wollen? Das ist die zentrale Frage der deutschen Geschichtswissenschaft. Es ist zugleich die Frage, auf die Generationen von Forschern keine eindeutige Antwort finden konnten. So viel scheint heute klar: Der 30. Januar 1933 war „weder ein zwangsläufiges Ergebnis der vorangegangenen politischen Entwicklung noch ein Zufall“, wie der renommierte Historiker Heinrich August Winkler bilanziert. „Hitlers Ernennung zum Reichskanzler war nicht der unausweichliche Ausgang der deutschen Staatskrise“.


    Viele Gründe führten zu Hitler

    Historiker sind sich heute einig, dass es ein ganzes Bündel von Gründen gewesen ist, das Hitler und der NSDAP seit Ende der 1920er-Jahre einen unvergleichlichen Aufstieg bescherte – und die zugleich den Glauben an jene Weimarer Republik und ihre Verfassung allerseits auflösten. Es war eine ungeliebte Republik, an deren Anfang die als Schmach empfundene Niederlage im Ersten Weltkrieg stand. Nicht zuletzt waren es am Ende die konservativen, revisionistischen und gegeneinander um die Macht konkurrierenden Kräfte, die Hitler als starke Integrationsfigur benutzen wollten, um sich mit seiner Hilfe des Parlaments zu entledigen. Und die ihn, dem sie sich überlegen fühlten, damit gnadenlos unterschätzten. Hitler ließ sich nicht als „Werkzeug“ missbrauchen, mit dem das Parlament ohne Putsch oder Bürgerkrieg, auf „legalem“ Weg also, außer Kraft gesetzt werden sollte (Historiker Albrecht Tyrell). Auch Reichspräsident Hindenburg, der Hitlers Reichskanzlerschaft zuvor entschlossen verhindern wollte, willigte letzten Endes nicht zum Wohle der Republik in diesen Machtkompromiss ein, sondern wohl mit dem Ziel eines autoritären, vielleicht sogar monarchischen Staates. Er vermochte dem neuen Reichskanzler und seinem auf Terror ausgerichteten Gefolge aber nichts entgegenzuhalten – krank, schwach, am Ende seines Lebens, das im darauffolgenden 86. Lebensjahr enden sollte.
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  3. #2 30. Januar 2008
    AW: Das Ende der ersten Demokratie

    die republik ist auch im wesentlichen an ihrer eigenen verfassung gescheitert und vor allem an dem starken mangel an demokraten, daher auch der name "die ungeliebte republik" oder "demokratie ohne demokraten". die menschen waren nach jahrhunderten des absolutismus und der unmündigkeit einfach noch nicht bereit jetzt gemeinsam einen staat zuführen. dazu kam das eigentlich keine partei bis auf die spd kompromissbereit war (bei der spd wurde es ihr schließlich als schwäche ausgelegt), daher wurde es immer schwieriger koalitionen zu finden die vielleicht das abdriften in die extreme verhindern könnte.
     
  4. #3 30. Januar 2008
    AW: Das Ende der ersten Demokratie

    wenn ich mir hier die umfragen zur wahl im board ansehe und lese das die NPD theoretisch, wenn hier im board alle wählen dürften, um die 20% der stimmen bekommen würde, dann muss ich sagen, das die meisten hier im board nichts gelernt haben.
     
  5. #4 30. Januar 2008
    AW: Das Ende der ersten Demokratie

    Mit 36 Jahren sollte man wissen, dass Nationalismus kein Nationalsozialismus ist und die NPD sicher nicht die Nachfolgerpartei der NSDAP ist... :crazy: :rolleyes:
     
  6. #5 1. Februar 2008
    AW: Das Ende der ersten Demokratie

    die linken reden auch die ganze zeit nur von sozialismus statt von kommunismus und trotzdem sind sie die nachfolgerpartei aus der alten sed bzw. der noch älteren kpd..
     
  7. #6 1. Februar 2008
  8. #7 1. Februar 2008
  9. #8 1. Februar 2008
    AW: Das Ende der ersten Demokratie

    Ach, nicht, hmm, mal sehen.

    Friedrich Thielen, Bundesvorsitzender von 1964 bis 1967

    Thielen war vorher Mitglied bei der DRP (Deutsche Reichspartei), die hauptsächlich von Nazis gegründet wurde, und der auch Nazis angehörten. Außerdem gehörte ihr auch

    Adolf von Thadden, Bundesvorsitzender 1967 bis 1971

    an.

    Martin Mußgnug, Bundesvorsitzender 1971 bis 1991

    Ebenfalls Mitglied der DRP und Gründer des BNS (Bund Nationaler Studenten), der 1963 auf Grund von rechtsextremen Ideologien verboten wurde.

    Günter Deckert, Bundesvorsitzender 1991 bis 1996

    Holocaustleugner und Antisemit; saß mehrmals wegen verschiedener Aussagen, die mit Juden und dem Holocaust zu tun haben im Gefängniss.

    Udo Voigt, Bundesvorsitzender seit 1996

    Sieht Hitler als "großen deutschen Staatsmann" an. Schlägt Heß für den Friedensnobelpreis vor. Außerdem spielt er den Holocaust runter:

    „Sechs Millionen kann nicht stimmen. Es können maximal 340.000 in Auschwitz umgekommen sein. Dann sagen zwar die Juden immer: Auch wenn nur ein Jude umgekommen ist, weil er Jude ist, ist das ein Verbrechen. Aber es ist natürlich ein Unterschied, ob wir für sechs Millionen zahlen oder für 340.000. Und dann ist auch irgendwann die Einmaligkeit dieses großen Verbrechens – oder angeblich großen Verbrechens weg.“

    Und was auch interessant ist:

    "Am 15. März 2007 wurden in der ARD-Sendung Panorama geheime Aufnahmen eines Treffens in Budapest zur Ehrung gefallener SS-Angehöriger gezeigt. Udo Voigt nahm daran teil. Am Abend kam es während der dazugehörenden Musikveranstaltung zu antisemitischen und rassistischen Ausfällen.[4] Die NPD-Kadermitglieder Norman Bordin und Mathias Fischer sind mit „Heil-Hitler“-Rufen zu sehen. Udo Voigt bezeichnete daraufhin in einem Interview die Begrüßung per „Heil Hitler“ als Friedensgruß, welcher 60 Jahre nach Kriegsende erlaubt sein sollte."

    QUELLE: Wikipedia.de



    Stimmt, lediglich drei von den bisherigen fünf Bundesvorsitzenden waren Altnazis, die anderen zwei lediglich Neonazis.
     

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