Das Geschäft mit den Win/Office-Lizenzen

Dieses Thema im Forum "Windows" wurde erstellt von TKay, 31. Oktober 2018 .

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  1. #1 31. Oktober 2018
    Hallo,

    mal eine Warnung aber auch eine Frage an alle die darüber nachdenken Office oder Windows Lizenzen für günstig Geld im Netz zu kaufen.

    Ich hatte den Fall jetzt im Freundeskreis gehabt. Kumpel kauft 2x Office für einen unschlagbaren Preis innerhalb eines Jahres bei zwei unterschiedlichen Händlern. Allerdings erhält er von beiden Shops den exakt gleichen Schlüssel zum aktivieren:

    • http*://software-outlet24.de
    • http*://eurokeys.de
    Da es sich hier sehr wahrscheinlich um einen MAK (Multi-Activation-Key) handelt, der eigentlich NUR Unternehmenskunden mit Volumenlinzenzvertrag vorbehalten ist, darf dieser eigentlich nicht an Privatpersonen verkauft werden.
    Da Volumenlizenzen aber sogar in einer Stückmenge von 1x verkauft werden können, jedoch Microsoft für jede Volumenlizenz ein Aktivierungsvolumen von ca. 50 ausschreibt, können die Händler (so nehme ich es jedenfalls mal an) aus einer Office-Lizenz bis zu 50 Kunden bedienen bzw. 50 Lizenzen verkaufen.
    Sind die 50 Aktivierungen aufgebraucht, guckt der 51'te dann in die Röhre, weil dieser dann telefonisch aktivieren darf oder gar keine Aktivierung mehr möglich ist.

    Anders lassen sich die Preise auch nicht erklären.
    "Microsoft Office Home and Student 2016" bei Amazon [Boxed-Version] 134,99€ [Link]
    "Microsoft Office Home and Student 2016" bei software-outlet24.de 23.90€ [Link]
    "Microsoft Office Home and Student 2016" bei eurokeys.de 23.90€ [Link]

    Der Kauf einer solchen Lizenz mag ja für den Privathaushalt nicht problematisch sein, da Microsoft Lizenzprüfungen meist nur bei Firmen durchführt. Allerdings werden hier ja auch die Edition "Home & Business" verkauft. Somit kann es auch kleinere Unternehmen treffen für die sowas im nachhinein teuer werden kann.
    Steht solch eine Lizenzprüfung allerdings an, hat man keinen Lizenznachweis mit so einer erworbenen Lizenz. Der ProductKey (möglicherweise auch auf einer Rechnung) ist kein Nachweisdokument! Man ist dann gezwungen die entsprechende Anzahl nach zu lizenzieren für den Originalpreis - eine Strafe gibt es wohl nicht.


    Ich frage mich jetzt aber, warum Microsoft solchen Shops nicht in die Suppe spuckt und rechtliche Konsequenzen drohen.
    Microsoft versucht doch sonst immer mit jedem Mist Geld zu verdienen und hier schaut man tatenlos beim Lizenzbetrug zu? o_O
    Hab schon gesucht, ob es eine Art 'Abuse-Mailadresse' gibt um solche Shops zu verpfeifen - leider nicht fündig geworden... =(

    Gruß
    tkay
     
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  3. #2 31. Oktober 2018
    Zuletzt bearbeitet: 31. Oktober 2018
    Das ist ein großer Markt, auf Ebay und Co werden auch Massen-Lizensen verkauft, sind aber sogar Einzigartige die aus einer Schnittstelle angefordert werden. Vermutlich eigentlich für Kunden in China oder Drittweltländer vorgesehen, wo die Lizenzen wirklich nur 5-10 Euro kosten.

    Legal ist das natürlich nicht, aber es funktioniert. Microsoft wird auch nicht viel Geld und Aufwand dort investieren um irgend welche Privatleute zu finden und zu verklagen... Kosten-Nutzen gering, zudem besser überhaupt 5€ verdient an der China-Lizenz als gar nichts oder noch schlimmer er verwendet eine Raubkopie oder Linux. Microsoft hat sogar mal intern über Raubkopieren diskutiert wo dann aus den Managerkreisen Aussagen kamen wie "Besser 10 Raubkopien von Windows am laufen, als 1er der auf Linux umsteigt oder sich einen Apple kauft".

    Sicherlich wird und muss Microsoft Hinweisen nachgehen, vor allem wenn es gewerbliche Ausmaße annimmt, beste Beispiel wäre jetzt PCfritz: Windows-Fälschungen: Sechs Jahre Haft für “PC Fritz”-Chef

    Möglicherweise ist es auch nicht so einfach die Shops zu schließen bzw die Keys zu sperren, wenn es sich um eine Massenlizenzen handelt die auch wo legal genutzt werden und damit ein Unternehmen lahmlegen könnten. Zudem ist es schwer dann die Quelle oder das Leck zu finden. Viel Aufwand.

    Dazu kommt ein Kosten-Nutzen Rechnung: jemand der sehr billig oder günstig Keys kauft, weis meist das es wohl irgend wo faul ist, würde aber lieber etwas zahlen, als Tools mit Viren zu nutzen. Müsste er aber 100€ und mehr zahlen, würde er es mit einem Tool riskieren. Daher Microsoft würde so oder so nichts daran verdienen. Das Vorgehen und Aufspüren oder gar Rechtsmittel einsetzen, wären erheblich teurer. Zumal Microsoft realistisch gesehen keinen Schaden hat... sie benötigen keine Rohstoffe für den Key. Es ist ja nicht so als würde jetzt Ware mit Eigenwert geklaut werden.

    Dazu muss man sagen, das Microsoft sich seine Marktmacht mit illegalen Praktiken ergaunert hat und nach wie vor über Monopole mit Vorinstallationen und sonstigen Deals arbeitet. Zudem wird ein wissentlich fehlerhaftes und unsicheres Softwareprodukt verkauft, dass auch noch Hintertüren für Geheimdienste einbaut und offen lässt und letztendlich jeden Datenschutz untergräbt oder gefährdet.
     
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  4. #3 1. November 2018
    Darauf läuft es im Endeffekt hinaus. Viele Unternehmen wollen auch nicht auf ein anderes OS umsteigen, da i.d.R. 75% der Mitarbeiter mit der Umstellung total überfordert wären...

    ---------
    Habe mir selber mal vor 7-8 Jahren eine Office Lizenz im Unternehmen gekauft: 3 Lizenzen für 25 € von einem großen B2B Konzern für ihre Mitarbeiter. Gültigkeit "solange es uns gibt", funzt bis heute mit neuesten Updates ohne Probleme.
     
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  5. #4 6. November 2018 um 19:06 Uhr
    Das es diese Raubkopien oder was weiß ich gibt liegt einzig und allein in der Tatsache das Microsoft mittlerweile auch sehr teuer geworden ist. Musste man sich früher das Programm einmal kaufen und konnte es den Rest seines Lebens nutzen muss man jetzt Jährlich seine Lizenz erweitern. Das finde ich einfach etwas zuviel. Daher nutze ich OpenOffice.
     

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