Der Hauskauf: Ein Kredit gehört für viele dazu

Viele Menschen kennen das Problem: Sie haben sich vorgenommen sich irgendwann ihr Traumhaus zu kaufen stellen jedoch fest, dass dies aus finanziellen Gründen nicht (oder nur schwer) möglich ist. Wenn sich die Summen die für das Objekt die Arbeit des Notars und die Steuern fällig werden zu einem fünf- oder sechsstelligen Betrag auftürmen, stellt sich die Frage „Wie soll ich all das bezahlen?“. Gleichzeitig wird der Wunsch sich einen besonderen Lebenstraum zu erfüllen immer größer.

Der Hauskauf: Ein Kredit gehört für viele dazu

17. April 2024 von   Kategorie: Ratgeber & Wissen
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Das Haus mit Fremdkapital finanzieren: Manche Immobilien kosten mehr als andere. Wer sein Haus nicht geerbt hat, hat oft kurz vor dem Kauf einen Kredit aufgenommen.

Es verwundert dementsprechend sicherlich nicht, dass es mittlerweile viele Kreditanbieter gibt die sich mit ihren Vertragsmodellen und -konditionen explizit an zukünftige Hauseigentümer richten.

Dennoch wäre es definitiv falsch einfach beim erstbesten Angebot zuzuschlagen. Oder anders: Der Umstand, dass ein Unternehmen dazu bereit ist die „Summe X“ zur Verfügung zu stellen bedeutet noch nicht, dass auch wirklich alle Randdaten stimmen würden. Die folgenden Abschnitte zeigen auf, worauf Interessenten achten sollten.

Tipp Nr. 1: Die eigenen Möglichkeiten checken


„Meine Freundin kann sich das auch leisten!“, „Ich glaube, unser Budget reicht aus!“ – Sätze wie diese gilt es bei der Suche nach dem passenden Kredit zu vermeiden. Wer die Kreditrate berechnen möchte, die zu seinen Möglichkeiten und zu seinem Anspruch passt, sollte ausschließlich die „harten Fakten“ berücksichtigen. Rechner aus dem Internet helfen dabei keine wichtigen Details zu vergessen.

Zudem ermöglichen sie es, innerhalb kurzer Zeit verschiedene Kreditoptionen einander gegenüberzustellen und somit herauszufinden, welche Rahmenbedingungen dazu geeignet sind, um die Basis für das eigene Traumzuhause zu schaffen.

Tipp Nr. 2: Flexible Angebote individuell bewerten


Unabhängig davon, für welchen der unterschiedlichen Haustypen sich ein Eigentümer in spe entscheidet: Heutzutage geht es um weitaus mehr als nur darum, einen Kreditvertrag über eine bestimmte Summe abzuschließen und diesen dann abzubezahlen. Viele Kreditanbieter bieten ihren Kunden noch etwas mehr Flexibilität, indem sie es ermöglichen, Sonderzahlungen ohne Gebühren zu leisten.

So können Summen, die zum Beispiel aus einer Erbschaft resultieren, in Teilen oder komplett in das Abbezahlen des jeweiligen Kredites investiert werden, ohne dass hierfür eine „Entschädigung“ verlangt werden würde. Aufgrund der Tatsache, dass hier jeder Kreditanbieter individuell vorgeht, ist es wichtig, die verschiedenen Verträge eingehend zu vergleichen.

Tipp Nr. 3: Alternativen zur aktuellen Lebenssituation berücksichtigen


Egal, ob in einer der größten Städte in Deutschland oder auf dem Land: Die aktuelle Lebenssituation eines Menschen kann sich verändern. Und obwohl möglicherweise der Job besonders sicher und die Ehe glücklich erscheinen: Gelegentlich sorgen Schicksalsschläge dafür, dass diejenigen die sich gerade ein Haus gekauft und einen Kredit aufgenommen haben sich neu orientieren müssen.

Dementsprechend ist es sinnvoll, sich vor der Aufnahme eines Kredites mit Fragen auseinanderzusetzen, wie zum Beispiel:
  • Wie kann ich all das abbezahlen, wenn ich berufsunfähig werde?
  • Wäre ich dazu in der Lage, die Raten im Notfall allein zu bedienen?
  • Wie sicher ist mein Job tatsächlich?
Parallel dazu gilt es natürlich zu berücksichtigen, dass sich die Vorlieben eines Menschen mit Hinblick auf die „perfekte Wohnsituation“ verändern können. Somit ist zudem die Frage „Werde ich mich in dieser Wohngegend auch noch in zehn bis zwanzig Jahren wohlfühlen?“ legitim.

Tipp Nr. 4: Die jeweiligen Möglichkeiten gegebenenfalls in der „Mitte des Lebens“ nutzen


Wer an den typischen Hauskäufer denkt, hat oft ein klar definiertes Bild vor Augen. Oft handelt es sich hierbei um einen Menschen zwischen 25 und 35, der fest im (Berufs-)Leben steht und dementsprechend noch viel Zeit bis zur Rente hat.

Mittlerweile gibt es jedoch zahlreiche Personen die sich erst ab 40 oder 50 Jahren dazu entschließen zum Immobilieneigentümer zu werden. Hier wissen es viele Kreditanbieter zu schätzen, dass ihre Kunden oft – aufgrund der Berufserfahrung, die sie im Laufe der Jahre sammeln konnten – über ein noch etwas höheres Einkommen verfügen. Wer zudem privat vorgesorgt hat und sich dementsprechend über eine höhere Rente freuen kann, muss sich zudem meist weniger Sorgen darüber machen, dass er die Raten nach seinem letzten Tag im Beruf nicht mehr bedienen kann.