Der Kommunismus als Ware, das ist das Ende der Revolution. Gute Gesellschaftsbeschreibung

Dieses Thema im Forum "Politik, Umwelt, Gesellschaft" wurde erstellt von Gutschy, 13. März 2015 .

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  1. #1 13. März 2015
    Zuletzt bearbeitet: 13. März 2015
    Hallo Leute,

    ich möchte hier einen Text aus der Sueddeutschen bewerben der schön zusammen faßt wie unsere Gesellschaft heute tickt. Im Grunde geht es um Selbstausbeutung durch Selbstoptimierung. Wobei ich das Fazit nur teilweise mittragen kann, so wie es in der Überschrift steht. Ich behaupte das durch Selbstoptimierung Freiheit erlangt werden kann und Selbstausbeutung leider wohl einfach dabei in kauf genommen werden muß. Aber gut, das ist die Meinung eines Menschen der außer Zweckoptimismus nicht viel besitzt. ;-)

    Neoliberalismus: Verführt von systemerhaltender Macht - Politik - Süddeutsche.de
     

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  3. #2 13. März 2015
    AW: Der Kommunismus als Ware, das ist das Ende der Revolution. Gute Gesellschaftsbeschreibung

    Mit dieser Einstellung würde ich keinen Job haben und lieber von Hartz IV leben. Dem ist aber nicht so. Mein eigenes Unternehmen bezahlt mich für eine vereinbarte Dienstleistung. Mehr ist das nicht.
     
  4. #3 13. März 2015
    AW: Der Kommunismus als Ware, das ist das Ende der Revolution. Gute Gesellschaftsbeschreibung

    Der Satz stimmt durchaus, dass wird jeder im Alltag feststellen können. Selbstoptimierung um mehr zu erreichen. Studieren würde keiner, wenn dahinter nicht bessere Erfolgschancen stehen würde. Der Erfolgsdruck ist enorm hoch, und verstärkt sich durch die soziale Spaltung. Der Kampf um Aufstieg ist größer denn je. Das ist auch genau das was den Kapitalismus so brutal und gefährlich macht. Wird ein gewisser Punkt überschritten leidet das System selbst, wegen gesellschaftlichem Stabilitätsverlust.

    Das steckt irgend wo ganz Tief drin. Das Bedürfnis etwas zu Leisten/Schaffen ist groß allerdings nur dann wenn die Belohnung/Resultat befriedigend ist. Was dann diese Belohnung ist, und wie das jeder Wertschätzt ist wohl unterschiedlich und ggf. durch ein erzogenes Wertesystem teilweise beeinflusst.

    Das ist in jedem System gleich, nur die Art der Belohnung unterscheidet sich.
     
  5. #4 13. März 2015
    AW: Der Kommunismus als Ware, das ist das Ende der Revolution. Gute Gesellschaftsbeschreibung

    Ich könnte mir vorstellen, wenn Wissen Macht ist (davon gehe ich mal aus) wird ein System dieser Art am Ende wie eine Silvester Rakete in tausend Stücke zerspringen. Weil Wissen in der Heutigen Zeit inflationär ist, dann wird wahrscheinlich auch bald Macht inflationär sein. Den das ist ja der Trend durch Selbstoptimierung.

    Ich weiß nicht in wie weit ich da richtig liege oder Müll verzapfe aber ich glaube es könnte so laufen.

    <eso_gequatsche>
    Nachtrag:
    Das Internet als eine Gegenmaßnahme des Atomkriegs hat vielleicht eine eigene wahnsinnige Sprengkraft, die Idee ist ja nicht, mit dem Internet einen Atomkrieg zu verhindern sondern ihn damit zu überleben, bzw, zu kontrollieren. Wobei das schon wieder ziemlich witzig klingt, einen Atomkrieg kontrollieren. Aber gut, jetzt kommen wir in den Bereich des esoterischen
    Gequatsches.
    </eso_gequatsche>
     
  6. #5 14. März 2015
    AW: Der Kommunismus als Ware, das ist das Ende der Revolution. Gute Gesellschaftsbeschreibung

    Wissen eines Einzelnen ist aber nicht immer auf alle anderen übertragbar... Es geht auch viel Wissen verloren, weil eben nicht jeder alles weiter gibt oder es niemand gibt der das Wissen aufnimmt. (zB Handwerkskunst die aus stirbt)

    Wissen wird also je nach Fachbereich an gewisse Gruppen weitergegeben und dort auch Erzeugt, stirbt diese Fachgruppe aus, ist das Wissen auch verloren. Niemand von uns hat Ahnung wie man einen Prozessor auf 14nm Fertigt.

    Und Wissen ist absolut das wichtigste und wertvollste was der Mensch hat.

    Die Schwierigkeit wird sein, alles Wissen zu Konservieren und Verfügbar zu machen. Wikipedia ist daher eine super Idee Wissen für jeden zugänglich zu machen. Aber es ist nicht sicher, und auch nicht für jeden lesbar und abhängig von Technologie (PC,Internet,Strom). Daher gibt es nach wie vor Ausdrucke in Papierform die diese Daten "offline" sichern. Bücher sind also weiterhin Backups der Schätze.

    Denn Wissen ist wie du sagst auch Macht, denn damit kann etwas geschaffen werden. Deshalb ist viel wissen auch Patentiert oder Geheim, das verschafft denen die es haben Macht.

    Freies Wissen kann sich jeder zu Nutzen machen, die Konkurrenz ist also groß in der Verwertung.

    Das "Problem" ist, dass einer nie alles Wissen kann, also ist es wichtig das wir für alle Bereich immer Menschen haben die dieses Wissen sich aneignen und weiterentwickeln und weitergeben.

    Eine Inflation an Wissen wird es nie geben, denn Wissen ist immer Wertvoll. Es kann sein das der Wert unterschiedlich ist, Basiswissen und Wissen das darauf aufbaut wird sicher unterschiedlich sein, aber Gesamt betrachtet ist jeder Baustein Essentiell.

    Es gibt Bunker die Atombombensicher sind, dort werden in wiederum luftdichten Stahltanks die Wissensschätze und Kulturschätze eingelagert. Dieses Wissen ist wertvoller als jede Ressource der Erde. Denn dafür hat der Mensch Jahrhunderte oder gar Jahrtausende benötigt um diese zu fördern. (Die Pyramiden hätten auch solche Bunker sein können, so findet man es zumindest wieder)

    Fast genau so wichtig ist das Saatgut-Archiv in Spitzbergen bei dem sich alle Länder beteiligen, sogar Nordkorea.

    Selbst dort gibt es Menschen denen klar ist, dass Wissen das absolut wichtigste ist. DNA ist auch Wissen. Wir werden all dieses Wissen benötigen um die Entwicklung und Stabilität des Lebens weiter zu tragen. Von Planet zu Planet, dass ist die Aufgabe des Lifecodes, dass ist unsere Aufgabe.


    PS.: Atomkrieg gäbe es keine Sieger das wäre Sinnlos, ist zudem unterentwickelte Technologie. Heutzutage gibt es biologische Kampfstoffe wie Virusbomben, die ggf. auch verdreckt eingesetzt werden können. So lässt sich das Land und die Rohstoffe sofort übernehmen ohne "Zerstörung". Die Impfstoffe sind dann das Wissen das Macht bedeutet.
     
  7. #6 14. März 2015
    AW: Der Kommunismus als Ware, das ist das Ende der Revolution. Gute Gesellschaftsbeschreibung

    Natürlich hast du recht aber es ging ja nie um alle anderen sondern nur um eine bestimmte Menge. Welche Menge? Keine Ahnung. Stichwort Bio-Hacking so als Beispiel. Warum sich nicht in absehbarer Zeit seinen eigenen Virus züchten? Vielleicht in 20 Jahren? Das Wissen darüber wird bestimmt bald allen zugänglich sein. Du sagst es gibt geheim Wissen, klar, aber davon wohl in nächster Zeit eher weniger als mehr.

    ich sage, der Leidensdruck wird eine Wissensgesellschaft formen die wirklich sehr viel Macht haben wird, was Instabilität zur Folge haben wird.

    Meine Idee von der Zukunft.
     
  8. #7 14. März 2015
    AW: Der Kommunismus als Ware, das ist das Ende der Revolution. Gute Gesellschaftsbeschreibung

    Du meinst also wenn die Gesellschaft bzw jeder Einzelne viel Wissen hat über bestimmte Dinge dann könnte diese gefährlich werden oder Macht ausüben? Das stimmt schon, aber vieles ist so komplex und nicht ohne weiteres umsetzbar.

    Das Wissen über Atomwaffen kennt jeder, aber die Umsetzung ist aufwendig und schwer.
    Wissen über DNA und Viruszucht aber auch Impfstoffe mag in der Theorie vorhanden sein, aber nur wenige können es technologisch umsetzen.

    Bestimmtes Wissen wird also nur durch viele Menschen zusammen wirkungsvoll - der Bau eines AKW, benötigt viele Menschen mit verschiedenem Wissen.

    Es gibt also Wissen das mit Basis aufbaut und damit eine funktionierende Gesellschaft oder Gruppe benötigt damit es überhaupt funktioniert.

    Die Auswirkung des Wissens könnte größer sein oder wird größer sein, damit auch der Schaden wenn etwas passiert, aber das Risiko bleibt bei gleichen politischen Verhältnissen doch gleich?
    Heute Atombombe oder Zukunft Fusionsbombe. Schaden größer, Risko schlechtenfalls gleich.

    Die VERANTWORTUNG gegenüber dem Wissen wird also zunehmend größer. Mächtigeres Wissen, bedeutet auch das eine klügere und stabile Gesellschaft vorhanden sein sollte. Letztendlich muss die Politik auch entsprechend reif dafür sein. Die Welt muss vereint sein und darf sich nicht bekämpfen, dann wäre auch ein schnellere Entwicklung möglich.

    Das Problem derzeit, die Entwicklung geht viel schneller als das die Masse an Mensch da noch geistig hinterher kommt, wir können vieles an Wissen in der kurzen Schulzeit gar nicht mehr vermitteln und selbst im Studium wird es knapp. Technologie muss also gesellschaftsverträglich sein, die Menschen müssen aufgeklärt und intelligent genug sein um mit gewissen Technologien bewusst umgehen zu können.

    Geben wir den Menschen Möglichkeiten und Wissen denen sie nicht gewachsen sind, werden sie sich damit auch schaden. Deshalb ist es möglicherweise richtig und wichtig gewisse Hochtechnologien zurück zu halten?

    Wenn die Welt sich einig wird, stehen ganz andere Möglichkeiten offen eine Aufklärung zu betreiben unter einem sozialem aber effektivem System. Steigt das Wissen der Bevölkerung dann steigt auch die Fähigkeit der richtigen demokratischen Entscheidung und damit der richtige Umgang mit neuem Wissen.


    Möglicherweise hast du auch recht, das der Mensch genetisch nicht fähig ist mit zu viel Macht um zu gehen. Schwer zu sagen wie bewusst der Mensch damit umgehen könnte.

    Oder wir müssen die Verantwortung Supercomputern überlassen, die strickt nach Regel vorgehen und das Wissen sichern und verwalten. Wir als Menschen werden das Sonnensystem wohl nicht so schnell überwinden. Maschinen mit Brutkästen vll. schon oder Züchtungen einer neuen Spezies, die uns ggf. ablösen wird.

    Wenn irgend wann jeder seine eigenen Clone oder Züchtungen von intelligenten Lebewesen/Mutanten vorrantreiben kann, wird wohl irgend wann einer dabei sein, der uns Ablöst.

    Ja die Vorstellung ist erschreckend. Dann lieber Lagerfeuer. Möglicherweise müssen wir gar nicht den Planeten verlassen, wir können auch einfach "aufgeben" und mit etwas Glück noch ein paar Millionen Jahre ein schönes Dasein fristen. Irgend wo anders im Universum wird's schon klappen.

    Eigentlich auch egal, wir werden es nicht erleben und hoffentlich wird es auch nicht so. Wir können uns den Sinn des Lebens schließlich selbst aussuchen? Wir sind weder Gott noch dem Leben etwas schuldig.
     
  9. #8 15. März 2015
    AW: Der Kommunismus als Ware, das ist das Ende der Revolution. Gute Gesellschaftsbeschreibung

    Die Komplexität der Dinge genauso wie die Größe dieser Welt nehmen einfach immer mehr ab. Gib mir 20.000,-€ und ich baue dir einen Hubschrauber, Flugzeit nur 20 Minuten, ok, aber es wird ein sehr präzises Teil werden. Das kann ich so sagen, ich habe noch nie so etwas gemacht, nicht mal annähernd. Aber das Wissen kann ich mir leicht aneignen und die technische Basis ist vorhanden.

    Das ist so ein Ponyhof Ansatz, der Kampf ums Überleben hat an seiner Schärfe glaube ich nie etwas verloren, wohl aber in seiner Form. Was du dir Wünscht ist zwar nichts unmögliches wird aber ohne den passenden Rahmen (Meteoriten Einschlag, Außerirdische) nicht umgesetzt werden. Die Gesellschaft muß sich wohl ständig selber prüfen und das geht nur wenn es eine echte Prüfung ist, wenn es um Leben und Tod geht, und wenn die Gefahr nicht von außen kommt, dann von innen.

    Ich sage, es geht nur darum Erfahrung zu sammeln, und wenn keine guten Erfahrungen zu bekommen sind, dann müßen es halt schlechte sein. Hauptsache Erfahrungen und nochmal Erfahrungen. Und beim Sammeln nicht draufgehen, das ist wohl die Kunst dabei, die uns für die Zukunft aber vor immer größere Herausforderungen stellen wird und wo sich dann der Kreis schließt, den es geht wie immer dabei um Leben und Tod.
     
  10. #9 15. März 2015
    AW: Der Kommunismus als Ware, das ist das Ende der Revolution. Gute Gesellschaftsbeschreibung

    Ich glaube das Gegenteil ist der Fall. Technik kommt uns lediglich unkomplizierter oder sogar einfach vor, weil sie für den Laien in vereinfachter Form geliefert wird. Deshalb behaupte ich mal, dass du für kein Geld der Welt es schaffst, einen Hubi zu basteln, wenn du, wie du behauptest, keine Ahnung hast. Dafür gibts keine Bastelanleitung. Wie baust du dir ohne fremde Hilfe die Bauteile und wie programmierst du die Technik?

    Ich glaube es ist ein allgemeiner und gefährlicher Trugschluss zu behaupten, das Internet und ein paar Bücher "...für Dummies" könnten uns das Wissen jedes komplexen Vorgangs vermitteln. Wenn man von dunkler Materie spricht, oder von einem schwarzen Loch, dann steigt da niemand mehr durch, auch wenn es auf den ersten Blick gut und verständlich erklärt werden kann. Aber zwischen Verstehen und Anwenden können liegen heutzutage fast unerreichbare Strecken.
     
  11. #10 15. März 2015
    AW: Der Kommunismus als Ware, das ist das Ende der Revolution. Gute Gesellschaftsbeschreibung

    Die Welt wird eigentlich immer komplizierter je mehr wir Wissen, klar wird sie dadurch erklärbarer und etwas durchschaubarer aber in Summe nimmt die Komplexität dadurch nicht ab sondern zu. (Früher als wir nichts wusste, war die Welt gefühlt einfacher, natürlich nicht wirklich, sie war schon immer gleich kompliziert, nur wussten wir das nicht. Wir kennen in so fern vll 10% und 90% der Komplexität warten noch darauf gelöst zu werden)

    Wie viele Menschen verstehen die Relativitätstheorie von Einstein? Nicht mal 1% ... Die Türen öffnen sich also nicht sofort allen.

    Ja meine Vorstellung beruht darauf das der Mensch sich doch etwas verändert und seine "Triebe" besser kontrollieren könnte.

    Letztendlich lässt sich alles runter brechen auf die Fortpflanzung, wer ist der Beste und hat die Macht seine Gene weiter zu geben an die besten Weibchen und an die meisten.

    Daran hat sich bis Heute nichts geändert, es geht eigentlich nur darum. Daher ist deine Einschätzung gar nicht so verkehrt, weil der größte Feind oder Gegner der zwischen diesem Trieb und dem Erfolg steht ist der Mensch selbst. Also werden wir uns bekriegen oder zumindest in starker Konkurrenz stehen. Steht aber eine größere Gefahr dazwischen, zb Aliens(^^) oder Naturkatastrophen dann wird das zum übergeordentem Problem, welches gelöst werden muss. Dafür benötigen wir ggf. alle Kräfte also können wir uns nicht bekriegen sondern müssen zusammenarbeiten.
     

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