Deutsche Bank bald Übernahmekandidat?

Dieses Thema im Forum "Finanzen & Versicherung" wurde erstellt von in.spider, 26. September 2016 .

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  1. #1 26. September 2016
    Die Aktie der Deutschen Bank notiert derzeit auf einem neuem Rekordtief. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Staatshilfen für die Deutsche Bank im Wahljahr 2017 kategorisch ausgeschlossen.

    Auch die bereits zu einem Viertel verstaatlichte Commerzbank nimmt einen ähnlichen Abwärtsweg. Beide weisen ein Kurs-Buchwert-Verhältniss unter 0.5 auf, was Übernahmen günstig und risikoarm macht.

    Der neue Kursrutsch wurde wohl durch die milliardenschwere Rechtsstreitigkeit mit der US-Justiz ausgelöst, bei der bisher kein glimpfliches Ende oder ein Vergleich in Sicht ist, sowie die Ankündigung der Regierung keine Rückendeckung zu gewähren.

    Vor allem US-Banken wie Goldman Sachs könnten interessiert sein, die immer noch einflussreiche Bank zu übernehmen. Dafür spricht, dass die Regierung nicht Eingreifen will, das vereinfacht eine Übernahme und lässt alle Entscheidungsfreiheiten. (Die Commerzbank ist durch die Teilverstaatlichung daher eher unattraktiv geworden und kein Übernahmekandidat trotz niedrigem KBV)

    Möglicherweise wird die Postbank noch dieses Jahr abgestoßen um an Kapital zu kommen.

    Diesmal scheint staatliche Hilfe wirklich nicht angedacht zu sein, auch wenn die Frage der Systemrelevanz wieder auftauchen könnte, die Niedrigzinsen und Geldspritzen müssen genug Stabilität für den Rest der Dominos bringen. Am Ende kommt die Zentralbank noch auf die Idee Aktien der Deutschen Bank zu kaufen.
     

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  3. #2 26. September 2016
    AW: Deutsche Bank bald Übernahmekandidat?

    Genau aus diesem Grund, ist die deutsche Bank recht uninteressant. Keiner weiß, was da noch und in welcher Höhe noch auf die dt. Bank zukommt. Cryan muss die Zockerei der letzten Dekaden ausbaden. Zudem die dt. Bank in den USA recht unbedeutend ist (glaub von den Marktanteilen Platz 9 oder 10). Macht also nur Sinn, wenn eine ausländische Bank in Deutschland bzw Europa nen Fuß reinbekommen möchte. Dagegen spricht aber, dass zurzeit Banken sich neuorientieren müssen, wie sie Kohle verdienen.
    Das Zocken wird Global weiter reguliert, die Zinsen werden über Jahre nicht signifikant steigen. Da ist der Kauf der dt. Bank eher ein Stein am Fuß.
     
  4. #3 27. September 2016
    AW: Deutsche Bank bald Übernahmekandidat?

    Die Deutsche Bank wartet auf den Wahlerfolg Trumps als Rettung und spekuliert wie Putin auf steigende Rohstoffpreise.

    Ich gehe davon aus, das die EZB den Kurs der Deutschen Bank stützen wird wenn es kritisch wird.
     
  5. #4 27. September 2016
    AW: Deutsche Bank bald Übernahmekandidat?

    Quelle.
     
  6. #5 28. September 2016
    AW: Deutsche Bank bald Übernahmekandidat?

    Also kann man damit rechnen, dass es eine erneute Bankenrettung durch den Staat geben wird, wenn Schwarz irgendwie an der Macht bleibt.
    War doch bisher immer so, dass die Merkel irgendwann doch umgefallen ist und ihre Meinung der mutmaßlich vorherrschenden Meinung angepasst hat. Deswegen hat man sie ja auch jahrelang nicht als agierende Politikerin wahrgenommen. Selbst in ihrer vielgelobten Flüchtlingspolitik beginnt ihre Substanz zu bröckeln.

    Letztendlich sollte man schleunigst die Deregulierungen der letzten Jahre zurücknehmen, die uns vor allen Dingen Rot-Grün eingebrockt haben, inklusive Steuervermeidungen.
    Und natürlich sollten Manager für ihr Versagen endlich auch zur Rechenschaft gezogen werden, anstatt am Ende auch noch millionenschwere Boni zu kassieren. Das gilt übrigens auch für andere Unternehmen, wie bspw. VW.
    Wobei natürlich nicht nur die Manager/Geschäftsführer zu bedenken sind, sondern auch die Eigentümer. Wenn die Milliardenvermögen (nur) mit staatlicher Förderung realisieren, dann sollten sie auch bei Verlusten bluten. Es darf endlich zu Ende sein mit der Sozialisierung von Risiken und Problemen, während die Gewinne weiterhin privat bleiben.
     
  7. #6 29. September 2016
    AW: Deutsche Bank bald Übernahmekandidat?

    Yigit Bulut, der Chefberater des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, twitterte, sein Land solle die größte Deutsche Bank zu einem türkischen Geldhaus machen.

    Hört sich für mich nicht wirklich realistisch an. Die Türkei schwächelt im Finanzsektor selbst und die Ratings sind ganz unten - ob das Hilfreich für eine beschädigte Bank ist. Hätte natürlich den Vorteil, dass über so eine recht gut vernetzte Bank schon der erste Fuß in die westliche Finanzwelt gestreckt wird und man sich damit Einfluss erkauft oder auch von europäischen Bankenrettungsfonds profitieren kann. Weil die Verflechtungen der Bank und ihre bereits verkauften Finanzprodukte dürften sie durchaus systemrelevant machen.
    Alleine aus diesem Grund glaube ich nicht das die Behörden da zustimmen würden.

    Die fehlende Haftung in der Finanzwelt/Konzernwelt beim Verzocken von Fremdkapital ist durchaus ein Problem. Vor allem weil man sich jeder Regulierung entzieht. Gesetze gelten halt nicht überall auf der Welt. Das lässt sich also nicht auf die Politik alleine abwälzen, der sind die Hände auch gebunden.

    Das sozialisieren von Risiken ist in gewissem Maße nicht verkehrt. Denken wir an Insolvenzen. Aber das sind natürlich ganz andere Dimensionen und das Haftungs-Risiko für die Verantwortlichen steht in einer anderen Relation.

    Das liegt aber schon am Aufbau. Der Konzern gehört den Aktionären und nicht denen die da Arbeiten oder Managen. Die Manager haben nur was davon wenn sie Gewinne erzeugen, egal wie. Kapitale Haftung tragen dagegen nur die Aktionäre/Eigentümer.

    Verantwortung und Eigentum zu trennen war schon immer ein großes Problem, mit vielen Risiken.

    Nur Verlust von Eigentum tut weh, wenn man fremde Dinge verliert ist das nicht so schlimm - das ist wissenschaftlich belegt. Deshalb interessiert auch niemanden die Umwelt, gehört ja allen.

    Da reicht die empathische Vorstellungskraft eines gemeinsamen Eigentums nicht aus. Das Teilen von Eigentum geht sozial nur in begrenzter Gruppengröße (ist eh nur ganz selten zu finden), danach schaltet das Gehirn nicht mehr. Und selbst das ist schon in unserer Gesellschaft kaum zu erreichen. Wenn das Hirn einmal so angelegt wurde wird es schwer Verantwortung und Gefühle für Dinge zu entwickeln die einem nicht (alleine) gehören.
     
  8. #7 7. Oktober 2016
    AW: Deutsche Bank bald Übernahmekandidat?

    Eine Teilverstaatlichung zur Rettung ist ja auch nichts schlechtes für den Staat, kann man eventuell sogar mit Gewinn wieder verkaufen. Siehe Bankenrettung die viel weniger gekostet hat als die Flüchtlinge (an die langfristigen Kosten der kleinen Araberclans will ich lieber gar nicht denken).

    Und wieso sollen Arbeiter für Fehler nicht zur Rechenschaft gezogen werden, Manager aber schon??

    Die Boni bemessen sich am langfristigen Unternehmenserfolg und sind vertraglich festgelegt. Da gibt es kein "ich zahl mal einfach nicht".

    Das tun sie. De Aktienkurs sinkt und die Dividende geht auf null. Eventuell endet das Investment auch im Totalverlust.

    Erklär mir mal genau was hier "sozialisiert" wird? Unternehmen buttern riesige Geldbeträge in die Arbeitslosenversicherung und dann soll diese nie in Anspruch genommen werden dürfen?
     
  9. #8 7. Oktober 2016
    AW: Deutsche Bank bald Übernahmekandidat?

    Wo der Staat drin ist, wird in der Regel abgezapft und weniger Gewinne gemacht. Der Staat ist meist ein schlechter Wirtschafter. Alles was der Allgemeinheit gehört und von Steuergeldern bezahlt wird, ist wie Geschenkt und was nichts kostet wird leicht verschwendet oder versickert in Korruption.
    Würde das Geld einem Konzern gehören der Gewinne ausschüttet, dann wäre jedem Beteiligtem dran gelegen möglichst wenig zu verschwenden, die Projekte alle perfekt umzusetzen und hohe Rendite erzielen. Also genau das Gegenteil vom Staat, dessen träge Bürokratie kaum Anreiz für Erfolge hat.

    Werden sie, nicht nur Firmen intern. Erstens erhalten sie wenig Geld, weil sie kein Haftkapital-Risiko tragen. Zweitens tragen sie ein privates Risiko, weil sie dann Arbeitslos sind und im Gegensatz um Manager vermutlich deutlich weniger Rücklagen haben und eine Arbeitslosigkeit für sie ein hohes Risiko ist. (Klar die Sozialabgaben die er dann erhält, wurden zum Teil durch die Firma finanziert)

    Deshalb ist es auch gerechtfertigt das Führungskräfte deutlich mehr verdienen. Allerdings nur dann wenn sie auch echte Verantwortung tragen. Das ist meistens zwar der Fall aber nicht überall, gerade in großen Konzernen scheint man sich hinter einer großen Wand sicher zu fühlen. "2big2fail" darf keine Versicherung sein.


    Die letzten beiden Punkte zur Eigentümer Haftung sehe ich ähnlich. Die Haftung an den Aktienmärkten ist allerdings heikel, da der schnelle Verkauf und das Spekulieren wenig mit ehrlichem Investment zu tun hat. Deshalb bin ich dafür, dass das Zocken an der Börse unterbunden wird in dem man die Transaktionsgeschwindigkeit deutlich drosselt.

    Die Weltwirtschaft und die Märkte wären deutlich sicherer wenn wir dieses Zocken der Finanzmärkte bremsen. Das ist ein ganz wichtiger Punkt für die Zukunft. Die Politik muss hier einen Schlussstrich ziehen. Transaktionen dürfen schnell sein, sagen wir 100 Millisekunden als Grenze (mit Folge: Gleichberechtigung für alle Standorte), aber was viel wichtiger ist: Die Aktie die dann erworben wurde, muss eine Sperrzeit von 10 Sekunden haben bevor sie wieder Verkauft werden darf. Damit wird das Zocken erheblich erschwert.

    Eine Alternative wäre die Finanztransaktionssteuer, jede Transaktion wird pauschal mit 0,2Cent Fixpreis besteuert und damit wird das häufige und hochfrequente verkaufen auch weniger Interessant.
     
  10. #9 8. Oktober 2016
    AW: Deutsche Bank bald Übernahmekandidat?

    Werden sie ja. Sie werden gefeuert, können je nach Verfehlung noch nicht mal mit einer Abfindung rechnen, mit einem Bonus schon gar nicht.
    Wenn Manager Mist bauen, kassieren die aber fleißig ab oder werden noch nicht mal gefeuert und kassieren ihre Boni.

    Und wieder mal glänzt du mit völliger Ahnungslosigkeit. :D

    Unternehmen buttern gar nichts in die Arbeitslosenversicherung. Unternehmen zahlen die Lohnkosten der Arbeitnehmer und die zahlen von ihrem Bruttolohn Sozialbeiträge, wie z.B. Arbeitslosen und Krankenversicherung. Einen Teil davon führt der Arbeitgeber direkt ab - und dann labert fast alles in Deutschland vom lieben netten Arbeitgeber, der sich ja ganz toll an den Sozialbeiträgen beteiligt. Was für ein Blödsinn...

    Arbeitgeber profitieren aber von dem Geld, das die Arbeitnehmer von ihrem Bruttolohn in die Arbeitslosenversicherung einzahlen (wobei allein der Begriff "Versicherung" schon falsch ist).
    Arbeitgeber können sich die Lohnkosten nämlich für bis zu ein Jahr lang zu bis zu 80 Prozent von der Allgemeinheit bezahlen lassen. Der Arbeitnehmer, der noch Geld mitbringt, um arbeiten zu dürfen, ist also längst kein schlechter Witz mehr.

    Was und wo "sozialisiert" wird, müsstest du, als angeblicher Landwirt doch eigentlich wissen. Still gelegte Flächen, Subventionen bei Milch - aber auch deine Freunde bei der Bank, die zwar Gewinne einfahren und kaum versteuern - dafür aber bei Verlusten nach Rettungsschirmen vom Staat schreien. Nicht zu vergessen, Steuererlassungen in zweistelliger Millionenhöhe bei z.B. Firmen wie A.T.U. Es wäre ja unverantwortlich, wenn die Unternehmen (und vor allen Dingen die Manager) für ihre Misswirtschaft selber aufkommen müssten.

    Könnte man alles wissen, wenn man kein dummer Bauerntölpel wäre. ;)

    Erklär uns mal den langfristigen Unternehmenserfolg der VW-Manager.
     
  11. #10 13. Oktober 2016
    AW: Deutsche Bank bald Übernahmekandidat?

    Ich glaube das Trump alles dran setzen wird sich noch ausreichend unbeliebt zu machen um NICHT Präsident zu werden. Das ist ein Schnacker wie er im Buche steht, besonders seine Bücher sind recht aufschlussreich. :D
     

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