Deutsche Unternehmen missbrauchen Kundendaten für Testzwecke

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von rainman, 9. Januar 2008 .

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  1. #1 9. Januar 2008
    Laut einer Untersuchung des Ponemon-Instituts gefährden mehr als drei Viertel der deutschen Unternehmen vertrauliche Kundendaten, indem sie diese in Anwendungsstests oder bei der Softwareentwicklung benutzen. Sie sehen in den Daten eine kostengünstige Grundlage für Softwaretests. Im internationalen Vergleich bildet Deutschland damit das unrühmliche Schlusslicht. In anderen Länder kommen echte Daten erheblich seltener zum Einsatz: USA (69 Prozent), Großbritannien (58 Prozent) und Frankreich (43 Prozent).

    Viele Unternehmen gehen offenbar davon aus, dass sich in Testdaten keine Sicherheitslücken verbergen, da sie nicht in produktiven Umgebungen eingesetzt werden. Allerdings besteht auch bei Tests die Gefahr, dass unberechtigte Personen auf die Daten zugreifen. Für bedenklich hält die Studie vor allem, dass 60 Prozent der Unternehmen, die ihre Tests auslagern, vertrauliche Daten an Outsourcing-Partner weitergeben. Darunter befinden sich Informationen wie Kunden- und Kreditkartennummern, Angaben zur Sozialversicherung, Zahlungsinformationen sowie Daten von Mitarbeitern und Lieferanten. Wer die Verantwortung für den Schutz vertraulicher Testdaten trägt, ist in vielen Unternehmen nicht geklärt. 20 Prozent der Unternehmen wissen angeblich nicht, wer dafür zuständig ist.

    An der Untersuchung mit dem Titel "Test Data Insecurity: The Unseen Crisis" nahmen 2368 IT-Verantwortliche aus Deutschland (502 Personen), den USA, Großbritannien und Frankreich teil. Auftraggeber für die Studie ist Compuware. Ab dem 31. Januar will der Softwareanbieter die Untersuchung frei zur Verfügung stellen. (jd/iX)

    Quelle:http://www.heise.de/newsticker/meldung/101527
     

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  3. #2 10. Januar 2008
    AW: Deutsche Unternehmen missbrauchen Kundendaten für Testzwecke

    Es lebe der Datenschutz, das zeigt mal wieder wie wenig Wert der zu dieser Zeit hat. Bestes Beispiel ist ja die ESL, dort gibt es immer wieder mal Umfragen und Gewinne aber wenn man sich mal die schönen Preise ausblenden lässt, dann merkt man ganz schnell was für eine Verarsche das doch ist. Für ein paar Lüfter die vielleicht 50€ kosten geben die Nutzer ihre Meinung zu den Fragen preis die von den Firmen gestellt werden, billiger kann man doch gar keine Marktforschung betreiben. Dann werden auch noch von der ESL Umfragen gestellt, die man beantworten kann, normalerweise würde man denken ach ist ja halb so wild. Aber ich muss schon sagen, da man keine Hinweis findet das diese Daten an dritte weitergegeben werden, finde ich es höchst brisant. Die Leute geben da einfach ihre Meinung weiter und die ESL leitet sie für Geld an andere Firmen die das interessiert weiter. Wer dahinter kommt wird einfach mundtod gemacht und seit letzter Zeit kann man zu den Umfragen die ESL gestellt hat auch keine Kommentare mehr machen wer wundert sich da nicht. Aber es ist ja nicht nur bei der ESL so, viele geben ja auch einfach Daten weiter, man muss ja nur mal an die Telekom denken, wie kommen sonst die vielen kleinen Telefon Firmen an meine Daten wenn nicht von der Telekom. Auch wenn in letzter Zeit der Datenschutz immer mehr nachlässt, will ich doch als Nutzer erwarten, dass ich in Sachen wie Telefon oder Strom, darauf vertrauen kann das meine Daten nicht weiter gegeben werden. Schliesslich gibt es auch sowas wie Privatsphäre, die einem nicht mit nervigen Anrufen zerstört werden sollte.
     

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