Deutscher Coach stand auf und ging

Dieses Thema im Forum "Sport und Fitness" wurde erstellt von xX1337Xx, 10. Juni 2006 .

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  1. #1 10. Juni 2006
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15. April 2017
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    Togo steht drei Tage vor WM-Beginn ohne Trainer da: Das Chaos im Team war für den deutschen Coach Otto Pfister unerträglich geworden.

    Pfister ist einiges gewohnt: Seit Anfang der 70er-Jahre trainiert er überwiegend afrikanische Teams und das Improvisieren gehört zum Alltag des gelernten Maschinenbauers. Doch was der Trainer des Team Togos im WM-Quartier in Wangen erlebte, überstieg auch seine nervliche Belastbarkeit: Um zwei Uhr früh, in der Nacht zum Samstag, schmiss er hin.

    Krisensitzung im Hotel

    Wieder hatten sich die Verantwortlichen im WM-Quartier im Allgäu zur Krisensitzung getroffen, und wieder war eine Lösung im Streit um Spielerprämien mit zunehmender Gesprächsdauer in immer weitere Ferne gerückt. „Otto Pfister ist gegangen und hat uns gesagt, dass Schluss sei“, sagte der verdutzte Präsident des togolesischen Fußball-Verbandes. Dem westafrikanischen Land, das erstmals an einer WM teilnimmt und all seine Hoffnung auf das Turnier in Deutschland setzt, droht nun eine Staatskrise.

    Der Premier mischt sich ein

    Selbst Togos Premierminister Edem Kodjo und sein Sportminister waren am Freitag nach Informationen des Fachmagazins „Kicker“ ins Allgäu gereist, um zu vermitteln. Im Kern geht es bei der verworrenen Auseinandersetzung darum, dass Togos Spieler eine gesicherte Prämie für ihren WM-Einsatz wollen. Dem Vernehmen nach fordern die Spieler eine Antrittsprämie von 155 000 Euro und einen Bonus von 30 000 Euro pro Sieg.

    Pfister sieht Schuld beim Verband

    Der Verband vertröstete immer wieder – bis auch Togos Ballartisten, auf stur stellten und in den unbefristeten Streik traten: Seit einer Woche erschienen die Spieler, die zuvor Eiseskälte und einer Windpocken-Attacke mannhaft getrotzt hatten, nicht mehr zum Training. Pfister verzweifelte: „Wenn die Mannschaft mehrere Tage nicht mehr trainiert, ist mir die professionelle Grundlage entzogen.“ Die Schuld sieht der Trainer allein beim Verband, seine Spieler kann der Fußball-Zeitarbeiter gut verstehen.

    Spieler brechen auf zu Pfister

    Für Pfister platzte, wie er beteuert, „ein Lebenstraum“ und für Team Togo schwindet die Chance auf einen erfolgreichen WM-Start gegen Südkorea am Dienstag. Aber noch kämpfen die Afrikaner für ihren großen Traum von einer WM, die das ganze Land mit Stolz erfüllen soll. Einige Spieler wollen – wohlgemerkt nach dem Training – aufbrechen und den in die Schweiz geflohenen Trainer beknieen – auf dass er es sich doch anders überlege.

    Quelle: Focus
     

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  3. #2 10. Juni 2006
    Tja, ein echtes Drama für die Togolesen, hätte denen eigentlich zumindest gegen die Koreaner einiges zugetraut. Vielleicht kann man den Pfister ja doch noch überreden, finds eigentlich lächerlich, dass eine Nation wie Togo aufgrund eines Prämienstreites derart auseinandergerissen wird. Alle beteiligten Seiten, sowohl Spieler als auch Verband hätten hier ein wenig mehr Dialogbereitschaft an den Tag legen sollen.

    Die Afrikanischen Teams haben generell eine ungeahnte Bedeutung für die jeweilge Bevölkerung, zumindest für kurze Zeit gibt es in den jeweiligen Ländern Ausnahmezustand und Feststimmung, wenn das eigene Nationalteam spielt. Diese Leute zu enttäuschen, und ihnen zu vermitteln, dass sogar auf dem Fußballplatz untereinander "Krieg geführt wird" kann fatale Auswirkungen haben.

    Ich wünsche den Togolesen auf jeden Fall alles Gute und vielleicht einen (Versöhnungs)-Punkt, denn mehr kann ich mir unter diesen Vorzeichen beim besten Willen nicht vorstellen...
     

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