Die Bahn klagt GDL: "Ab Montag Streik"

Dieses Thema im Forum "Politik, Umwelt, Gesellschaft" wurde erstellt von TrustU, 7. März 2008 .

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  1. #1 7. März 2008
    GDL: "Ab Montag Streik"

    Die Deutsche Bahn hat beim Arbeitsgericht Frankfurt am Main eine Klage gegen den Streik der Lokführergewerkschaft GDL eingereicht. Ein Sprecher des Gerichts sagte, über die Klage werde am Montag ab 10.00 Uhr verhandelt. Ein Zeitpunkt für eine Entscheidung sei noch nicht absehbar.

    Die Lokführergewerkschaft GDL hat nach der erneut gescheiterten Einigung auf eine Zusammenarbeit mit den anderen Bahngewerkschaften ihre Streikbereitschaft bekräftigt. Um die Deutsche Bahn zur Unterschrift unter den Lokführertarifvertrag zu bewegen, sehe sich die GDL "zu bundesweiten Streiks in allen drei Transportgesellschaften ab Montag gezwungen", teilte die Gewerkschaft mit. Daran werde auch die Klage nichts ändern: "Wir streiken wie geplant", hieß es bei der Gewerkschaft.


    Transnet und GDBA hätten bei einem Spitzentreffen in Berlin erstmals einen Zustimmungsvorbehalt für den von Bahn und GDL endverhandelten Lokführertarifvertrag verlangt. "Das kann und wird die GDL niemals akzeptieren", erklärte GDL-Chef Manfred Schell. Die GDL will ab Montag 00.00 Uhr den Personen- und Güterverkehr der Bahn bestreiken.

    Die Bahn hat für Montag einen Notfahrplan eingerichtet. Er wird in jedem Fall in Kraft treten, auch wenn der Streik noch abgewendet werden sollte, teilte die Bahn mit. Der Zugverkehr wird damit zu Wochenbeginn stark eingeschränkt sein (siehe Link "Bahn-Chaos am Montag").



    Gespräche gescheitert

    Zuvor waren die Bemühungen der drei Gewerkschaften Transnet, GDBA und GDL um eine Zusammenarbeit bei der Bahn gescheitert. Es werde vorerst keine Kooperationsvereinbarung geben, sagte ein Transnet-Sprecher nach einem Treffen der Gewerkschaftsspitzen in Berlin. Transnet und GDBA wollen nun den Vorstand des Konzerns auffordern, mit ihnen über einen Lokführer-Tarifvertrag zu verhandeln.

    Die Vorsitzenden der Gewerkschaften waren zusammengekommen, um in einem letzten Anlauf doch noch eine Einigung auf bei der umstrittenen Kooperationsvereinbarung zu erzielen. Die Bahn verlangt eine Abstimmung der Gewerkschaften untereinander, damit der mit der GDL ausgehandelte Lokführer-Tarifvertrag in Kraft treten kann.

    Die Bundesregierung appellierte erneut an die Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL, einen Streik in letzter Minute abzuwenden und den Tarifstreit beizulegen. "Die erneute Eskalation ist aus Sicht der Bundesregierung schwer verständlich", sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm. Im Interesse von Beschäftigten, Bahnkunden und der Volkswirtschaft sollten beide Seiten bei den wenigen noch strittigen Punkten versuchen, eine Einigung zu finden. Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) warnte vor drastischen Folgen. Ein Streik wäre "immens schlecht", sagte ein Sprecher.

    Der ehemalige Vermittler im Bahn-Tarifkonflikt, Heiner Geißler, machte den Bahnvorstand für die drohenden neuen Streiks verantwortlich. Er sei verwundert, dass die Bahn nicht bereit sei, den ausgehandelten Tarifvertrag zu realisieren, sondern Bedingungen nachschiebe, kritisierte der CDU-Politiker. Den zusätzlichen Grundlagenvertrag könne die Lokführergewerkschaft GDL nicht akzeptieren, ohne ihre Eigenständigkeit zu verlieren. Über Gerichte Streiks zu verhindern, sei keine Lösung, betonte Geißler. Falls es zum befürchteten Arbeitskampf komme, trage der Bahnvorstand dafür "die volle Verantwortung".



    Tiefensee spricht mit Schell

    Ende Januar hatten sich GDL und Bahn im Grundsatz geeinigt. Der formale Abschluss scheiterte vor einigen Tagen jedoch daran, dass sich beide Seiten nicht über den von der Bahn geforderten Grundlagentarifvertrag einigen konnten. Die GDL wirft dem Konzern vor, damit den eigenständigen Tarifvertrag ad absurdum zu führen. Sollte die Bahn den Tarifvertrag nicht unterzeichnen, will die GDL streiken. Schell sagte, es liege jetzt ausschließlich beim Bahnvorstand, Streiks noch zu verhindern. "Ich habe darauf keinen Einfluss mehr."

    Offenbar besteht aber immer noch die Chance, dass der GDL-Streik in letzter Minute abgewendet werden kann. Zu einem Gespräch von Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee mit Schell wollte Weselsky nichts sagen. "Sicherlich gibt es Gespräche mit verschiedenen Personen. Aber über die Inhalte ist im Moment nichts zu verlauten."



    Sommer attackiert GDL

    DGB-Chef Michael Sommer hat die Lokführergewerkschaft GDL erneut scharf angegriffen. Das Vorgehen der GDL sei der "Versuch einer Mini-Gewerkschaft, ihre egoistischen Organisationsinteressen auf Kosten anderer durchzusetzen", sagte Sommer der "Passauer Neuen Presse" zur Streikankündigung der GDL.

    Gegen diese Solo-Nummer stehe das gemeinsame Vorgehen von ver.di, GEW, Gewerkschaft der Polizei und Beamtenbund in der Tarifrunde des Öffentlichen Dienstes, fügte Sommer hinzu. Dies sei der erfolgreiche Gegenentwurf zur GDL. "Herr Schell und seine Mitstreiter sollten sich einreihen in die Solidarität mit den übrigen Bahn-Gewerkschaften", forderte der DGB-Chef.



    Quelle
     

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  3. #2 8. März 2008
    AW: Die Bahn klagt GDL: "Ab Montag Streik"

    ich hol mir ne rechtsschutz, dann kann ich auch leute klagen. oder mein leid...?
    ich bleibe doch lieber beim verklagen.

    on topic: da sieht man mal wieder die armseligkeit deutscher verhältnisse, nämlich daran, dass man gegen streiks überhaupt klagen kann
     
  4. #3 8. März 2008
    AW: Die Bahn klagt GDL: "Ab Montag Streik"

    Das ist sowas von :poop:. Ich wohn in Berlin, wo die BVG schon seuit mittwoch streikt und 2,5 Mio Menshcen nicht mitfahren können. Wenn jetz noch die S-Bahn streikt geht hier gar nix mehr. dann ist alles lahmgelegt und nieamnd arbeitet mehr. So ein kack
     
  5. #4 8. März 2008
    AW: Die Bahn klagt GDL: "Ab Montag Streik"

    Die GDL übertreibt mittlerweile doch gewaltig. Die Probleme liegen doch hauptsächlich zwischen den vielen Einzelgewerkschaften für die verschiedenen Bereiche der Bahn, die sich nicht einigen können. Der einzige Grund für einen nicht-Zusammenschluss der Gewerkschaften liegt an den Spitzen der einzelnen Gewerkschaften die ihre Pöstchen nicht aufgeben wollen also pures Machtgehabe. Der wirtschftliche Schaden unterdessen wird vergleichsweise höher sein als das Ergebnis für die Lokführer und die anderen Bahnangestellten. Zudem wird die Bahn vielleicht nicht direkt aber doch innnerhalb der nächsten zwei Jahre wieder Personal abbauen als Reaktion auf die Verluste die durch Streiks bereits jetzt eigetreten sind. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche, Mehdorn hat dies ja bereits angekündigt (auch wenn er es wieder zurückgenommen hat).

    Ich bin bestimmt kein Befürworter von schlecht bezahlter Arbeit aber ich stelle mir die Frage bis zu welchem Punkt eine Gewerkschaft ihre Forderungen treiben kann ohne sich selbst ins Abseits zu stellen und ihre Kredibilität komplett zu verlieren.


    Wr leben in einem Rechtsstaat: Gleiches Recht für alle ! Was für dich gilt gilt auch für Unternehemen.
     
  6. #5 8. März 2008
    AW: Die Bahn klagt GDL: "Ab Montag Streik"

    kein ordentlicher eröffnungspost, kein statement. willst du was wissen, willst du das diskutiert wird?

    auszug den forenregeln:
    mfg tayfun danke kabio ;)
     

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