Die besten Kryptowährungen zum Investieren

Artikel von Jonas Hubertus am 28. April 2020 um 23:21 Uhr im Forum Finanzen & Versicherung - Kategorie: IT & Sicherheit

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Die besten Kryptowährungen zum Investieren

28. April 2020     Kategorie: IT & Sicherheit
Vieles hat sich geändert seit der Corona Krise. Dramatische Börseneinbrüche wie beim Dow Jones, der vom 2. Januar, als die Welt noch in Ordnung schien, bis zum 23. März um rund 10.000 Punkte von 28.868 Punkten auf 18.591 abgesackt war, ganze von der Pleite bedrohte Branchen wie Tourismus und Gastronomie – es gibt kaum einen Wirtschaftsbereich, der unbeschadet geblieben sind.

Aktienmärkte haben sich dank staatlicher Interventionen in Form von milliardenschweren Hilfspaketen zwar einigermaßen wieder stabilisiert, aber Experten gehen von einer Rezession aus, die noch einige Zeit anhalten wird. Für Deutschland soll es bis 2021 anhalten, bevor ein kräftiger Aufschwung erfolgt.

Für Anleger stellt sich die Frage, ob es tatsächlich noch sichere Investitionsmöglichkeiten gibt. Das gilt auch für die als hoch spekulativ geltenden Kryptowährungen, die mit Bitcoin den Anfang gemacht hatten und mittlerweile Tausende zählen. Obwohl der erste Boom 2017/2018, der den Wert für eine einzige Bitcoin im Dezember 2017 auf fast 20.000 US-Dollar hochschnellen ließ, nach wenigen Monaten vorbei war, sind die im Internet erzeugten Münzen dennoch bei Investoren weiterhin begehrt. Weil die Menge der geschürften Bitcoins von vorn herein auf 21 Millionen begrenzt und die Anzahl der neu auf den Markt kommenden Bitcoins alle vier Jahre halbiert wird, was im Mai 2020 erneut der Fall ist, steigt die Nachfrage erfahrungsgemäß stärker als das Angebot.


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Kryptowährungen sind besonders momentan gefragt.


Jedoch wurde auch der Bitcoin von der Corona Krise beeinträchtigt, weil Anlegern schlichtweg das liquide Geld ausgegangen war oder sie die Nerven verloren und verkauften. Allerdings erholte sich die Währung bereits wieder von der Panik im März. Den Tiefstand hatte sie dann mit 3.956 US-Dollar erreicht. Jedoch änderte sich das am Ostersonntag, als ein Bitcoin bereits kurzfristig wieder bei über 7000 US-Dollar lag.

Ethereum, die Nummer zwei hinter Bitcoin, was Kryptowährungen angeht, ist für Investoren ebenfalls weiterhin eine Überlegung wert. Weil auf den Plattformen für Ether auch etliche andere Kryptowährungen laufen - darunter Bitcoin - und Banken Produkte auf Ethereum haben, ist die Kryptowährung erstaunlich vielseitig.

Was für etliche Anleger den Hauptanreiz ausmacht und nach der Bankenkrise 2008 einer der Hauptgründe für die Kreation von Kryptowährungen war, ist die Dezentralisierung und Unabhängigkeit von Regierungen und Finanzpolitik. Diese relativiert sich jedoch mittlerweile. Einige Länder überlegen bereits, staatliche Kryptowährungen einzuführen, die mit dem ursprünglichen virtuellen Geld nicht mehr viel zu tun haben, werden. Derzeit werden Transaktionen mit Bitcoin, Ethereum und Co. anonym abgewickelt. Dabei werden jedoch jeder An- und Verkauf und jede Handelstätigkeit innerhalb einer elektronischen Wallet dauerhaft in einem virtuellen Kursbuch festgehalten. So können Zahlungsvorgänge der Wallet, beziehungsweise dem Inhaber, zugeordnet werden.

Schweden, das kaum noch Bargeld verwendet, ist ein Vorreiter mit seinem Konzept für die eKrona, einer staatlichen Kryptowährung, die von den Landes- und Zentralbanken beaufsichtigt werden soll. Die staatliche Aufsicht würde zwar das dezentrale, regierungsunabhängige Element entfernen, und auch die Anonymität könnte ausgehebelt werden, aber dafür wäre das virtuelle Geld sicherer als Anlage.

In Deutschland werden so genannte digitale Vermögenswerte seit Januar 2020 reguliert. Unternehmen, die entsprechende Dienstleistungen anbieten, brauchen daher auch eine behördliche Erlaubnis dafür. Das bedeutet zwar einerseits mehr Sicherheit, weil die Anbieter jetzt über Personal mit einer einschlägigen Ausbildung verfügen müssen, aber es macht gerade jungen Unternehmern und Start-Ups das Leben schwerer. Das liegt daran, dass diese die Qualifizierung zumindest auf dem Papier noch nicht mitbringen und teures Personal einstellen müssen. Ziel der neuen Regelungen sind der Anlegerschutz und die Verhinderung von Missbrauch der Währungen für kriminelle Zwecke.

In Brüssel ist man auf EU-Ebene noch nicht so weit, aber Regelungen, was den Handel mit den neuen Währungen anbelangt, werden überall diskutiert. Doch wie das Resultat auch aussehen mag, die meisten Anleger lassen sich von politischen Debatten genauso wenig beeinflussen wie von Kursschwankungen durch das Coronavirus. Der Großteil der Investoren hält seit Jahren an seinen Münzen fest. Für Bitcoin gilt wie für die meisten Anlagen, dass nur Geduld richtig Dividende trägt.
 

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