Die Wahl der Rasur ist mehr als nur ein Stil

Artikel von Jonas Hubertus am 15. Mai 2019 um 19:10 Uhr im Forum Gesundheit & Körperpflege - Kategorie: Trend & Lifestyle

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Die Wahl der Rasur ist mehr als nur ein Stil

15. Mai 2019 um 19:10 Uhr     Kategorie: Trend & Lifestyle
Der Mann verfügt über 0,09 - 0,23 mm dicke Barthaare, die in etwa doppelt so dick wie Haupthaare sind. Die Barthaare wachsen zwischen 0,2 und 0,4 mm am Tag. Auf einer Fläche von einem Quadratzentimeter befinden sich insgesamt rund 45 Barthaare. Die Art der Rasur ist bei Männern nicht nur eine Frage des Stils, sondern auch eine Philosophie. Seitdem Johann Bruecker im Jahre 1915 den ersten Trockenrasierer entwickelte, der damals noch mit einem Aufziehmotor in Betrieb genommen wurde, teilen sich die Gruppen der Rasierer in solche mit Nassrasierern und solche mit Trockenrasierern.

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Die Trockenrasierer mögen es modern und technisch, die Nassrasierer hingegen schwören auf die Gründlichkeit der klassischen Ausführung. Das Prinzip Schere steht dem Prinzip Messer gegenüber. Höchste Zeit also, einen Vergleich zwischen beiden Rasierarten anzustrengen, um die Vor- und Nachteile beider Richtungen herauszudestillieren. In diesem Herrenrasierer Test erhalten Sie den Zugriff auf attraktive Elektrorasierer.

Mit dem Nassrasierer rasiert es sich gründlicher


Das Scherenprinzip bei Trockenrasierern überzeugt durch eine einfachere Kappung der Barthaare, die allerdings oberflächlicher als beim Nassrasieren von der Oberfläche getrennt werden. Die Folge ist, dass sich beim Trockenrasieren bereits nach einigen Stunden wieder ein Bartschatten bilden kann.

Beim Nassrasieren hingegen werden die Haare dank des Hysterese-Effektes vor dem Schneiden leicht aus dem Follikel angehoben, sodass der Schnitt nahe an der Wurzel erfolgen kann.

Allerdings bietet der Markt mittlerweile auch Modelle von Trockenrasierern mit einer intensiveren Ausführung der Rasur. Zu den gründlichen Systemen gehören zum Beispiel Modelle mit Rotationsrasur, wo runde und unabhängig voneinander agierende Rasurköpfe selbst kleinsten Resthaaren den Kampf ansagen. Diese Modelle sind allerdings schwerer zu führen und erfordern ein größeres Maß an Übung.

Der Trockenrasierer ist hautschonender


Dafür ist das Verletzungsrisiko bei der Nassrasur größer, denn mitunter kann es bei den angewandten Schnitten zu bösen Schnittverletzungen kommen. Die Nassrasur erfordert also ein höheres Maß an Übung und ist grundsätzlich ein Problem bei Personen mit Pusteln, Pickeln und unebener Gesichtshaut. Die oberflächliche Wirkung der Trockenrasur ist damit gleichzeitig die hautschonendere Variante.


Dies gilt insbesondere dann, wenn mit einem Folienrasierer mit schwingenden Klingen gearbeitet wird, der über eine Schutzschicht verfügt. In einem Punkt hingegen ist der Nassrasierer bei der Hautschonung im Vorteil: Bei einem Trockenrasierer verstopft der feine Hornstaub schnell die Poren, was vermieden werden sollte, damit keine Entzündungen entstehen können.


Größerer Spielraum bei der Nassrasur


Der größere Aufwand bei der Nassrasur ist Vor- und Nachteil zugleich. Während Trockenrasierer der morgendlichen Prozedur wenig Positives abgewinnen und diese nur Mittel zum Zweck ist, gehört die Rasur bei Nassrasierern hingegen zu einem liebgewonnenen Ritual.


Es wird sich mit Pre- und After-Shaves eingedeckt und dann geht es den Haaren an den Kragen. Insgesamt kann mit der Nassrasur ein differenzierteres Ergebnis erzielt werden, denn mit der Nassrasur bestimmt der Mann die Rasierrichtung, Geschwindigkeit, den Druck und die Hilfsmittel.

Mit der Trockenrasur kommt der Mann hingegen günstiger weg. Dies bezieht sich weniger auf den Preis, denn sowohl bei den Nassrasierern als auch bei den Trockenrasierern gibt es Modelle in allen Preiskategorien. Mit der Nassrasur sind allerdings mehr Investitionen in Rasierschaum, -creme, -öl und -gel verbunden.


Da gleichzeitig der Hautkontakt bei der Nassrasur intensiver ist, muss auch mehr Wert auf die Pflege und Reinigung des Rasierklinge verwendet werden, damit keine Bakterien sich in der Gesichtshaut etablieren können und Entzündungen und andere Hautirritationen erzeugen.

Fazit: Die Wahl der Rasur hängt vom Typ ab

Bei der Wahl der Art des Rasierens gibt es im Endeffekt kein richtig oder falsch. Die eigenen Bedürfnisse und der eigene Anspruch entscheiden über die bevorzugte Richtung. So nimmt jeder, für den die Rasur keine tiefere Bedeutung hat, die Vorteile von einem größeren Komfort und der schnelleren Rasur durch die moderne Technik dankbar an.


Wer hingegen auf sein Aussehen größten Wert legt und bei seiner Rasur die Vorteile kleinster Nuancen schätzt, für den sind die bessere Gründlichkeit und der größere individuelle Spielraum bei der Nassrasur die ausschlaggebenden Faktoren. Schließlich beeinflussen auch Technik, Übung, das sichere Händchen sowie der Hauttyp die Wahl der Rasur Art, da der Kontakt der Haut mit der Nassrasur intensiver ist, sodass die Haut stärker gereizt wird.
 

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