DSLR-Objektive (Erklärung)

Dieses Thema im Forum "Grafikdesign und Fotografie" wurde erstellt von KURTICOBAINI, 12. Mai 2009 .

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  1. #1 12. Mai 2009
    Hallo!
    Ich wollte mir demnächst eine digitale Spiegelreflexkamera zulegen. Da ich ein absolutes Greenhorn auf dem Gebiet bin, weiß ich nicht so recht, was die Abkürzungen bzw. Namen der Objektive bedeuten. Zum Beispiel "18-200mm IS Kit" oder "EF 70-200 mm 1:4 L IS USM".
    Wie ist das mit der Brennweite? Wenn ich mir jetzt zum Beispiel eine Canon Eos 500D bei Amazon inklusive "18-200mm IS Kit" kaufen würde, würde das zum "normalen" Fotografieren ausreichen, oder bräuchte ich dann schon ein richtig teures, was bezweckt ein noch teueres?

    Vielen Dank für die Hilfe!

    MFG
    KURTICOBAINI
     

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  3. #2 12. Mai 2009
    AW: DSLR-Objektive (Erklärung)

    "18-200mm"= Brennweite, sollte eigentlich klar sein. falls nicht:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Brennweite#Bildwirkung_unterschiedlicher_Kamerabrennweiten

    "IS" = Image Stabilizer, also ein im Objektiv eingebauter optischer Bildstabilisator, der dafür sorgt, dass das Motiv auch bei kürzeren Belichtungszeiten scharf abgebildet werden kann, er wirkt den eigenen Bewegungen des Photografen entgegen, kann aber nichts ausrichten, wenn sich das abzulichtende Motiv an sich bewegt.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Bildstabilisierung

    "Kit" = Als Kit-Objektive werden die Objektive bezeichnet, die als Paket mit einer Kamera verkauft werden. Sie werden natürlich auch einzeln verkauft, nur wenn man sich eine DSLR kauft kann man selbst entscheiden, ob man diese mit einem Kit-Objektiv oder nur als Body kauft. Beim Kauf einer Kamera mit Kit spart man ein wenig Geld gegenüber dem Einzelkauf von Kamera und Objektiv. Die meisten Kit-Objektive sind für Anfänger gedacht, sie decken den am meisten verwendeten Brennweitenbereich ab und sind billig. Nachteil sind meist im Vergleich zu teuren Objektiven die schlechtere Abbildungsleistung, schlechtere Verarbeitung und mangelnde Lichtstärke.

    "EF-Bajonett" = Der Anschluss, mit dem das Objektiv an der Kamera befestigt wird. An der von dir favorisierten 500D kannst du Objektive mit EF und EF-S Anschluss verwenden, allerdings gibt es eine Vielzahl von Adaptern, mit denen du auch Objektive mit einem anderen Anschluss verwenden kannst
    http://de.wikipedia.org/wiki/Canon_EF

    "1:4" = die maximale Blende. kann dir auch als "F4" oder "f/4" über den Weg laufen. Bezeichnet, wie weit die Blende maximal geöffnet werden kann. Je kleiner die Zahl, desto mehr Licht gelangt auf den Sensor, gleichzeitig nimmt er Bereich der Schärfentiefe ab. Siehe dazu auch der Link am Ende meines Beitrags

    "L" = Bezeichnet eine spezielle Serie der Canon Objektive, die sich durch eine besonders gute Abbildungsleistung, Verarbeitung und Handhabung hervorheben. Quasi Luxus-Objektive, die dementsprechend teuer sind und sich eher an professionelle/semiprofessionelle Fotografen richten

    "USM" = Ultraschallmotor. Bezeichnet den Antrieb des Autofokus. Je besser dieser, desto schneller wird das Motiv im Sucher scharfgestellt und das Foto kann geschossen werden. Der USM ist ein sehr schneller,leiser AF-Antrieb.

    Wenn du dich jetzt schon auf eine Canon Kamera eingeschossen hast, kannst du von Glück reden, dann sind das oben schon die wichtigsten Begriffe, die du kennen solltest. Jeder Hersteller hat seine eigenen Begriffe, um z.B. den AF-Antrieb und den Bildstabilisator zu benennen.
    Das ganze führt dann zu Namen wie z.B.
    "Tamron AF 17-50mm f/2.8 SP XR Di II LD Aspherical [IF]" :p

    Ja also die 500D mit dem 18-200mm Kit wird dir auf jeden Fall zum "normalen" Fotografieren ausreichen. Das Objektiv ist ein sogenanntes "Superzoom", heißt es deckt einen sehr weiten Brennweitenbereich ab, vom Weitwinkel bis zum Telebereich. Also ideal für Schnappschüsse und Reisen. Allerdings musst du mit einem Superzoom auch immer Kompromisse eingehen, was die allgemeine Schärfe, die Lichtstärke und negative Bildeffekte wie z.B. Verzerrungen, Chromatische Aberrationen, starke Vignettierung, Schärfeabfall zum Bildrand hin betrifft. (googel hilft bei bedarf weiter)
    Für dich als Anfänger wird es aber allemal ausreichen und wenn du wirklich Gefallen an der Spiegelreflexfotografie findest, kannst du später immer noch zu einem anderen Objektiv wechseln. Hier mal ein Test zum Objektiv:
    http://www.photozone.de/canon-eos/400-canon_18200_3556is

    Wie gesagt, teurere Objektive haben oft eine bessere Abbildungsleistung (Schärfe, Farben, Kontraste), eine bessere Verarbeitung und vielleicht mehr Schnickschnack wie z.B. eine USM oder einen Bildstabilisator

    Und bevor du anfängst Bilder zu machen bzw. wenn beim Lesen meines Beitrags noch fragen aufkommen, solltest du dich mit folgender Seite vertraut machen:
    http://www.striewisch-fotodesign.de/lehrgang/lehrg.htm
    Gerade der Abschnitt Belichtung mit Infos über Blende, Verschlusszeit und ISO-Empfindlichkeit sind Grundlagen, die du beim fotografieren beherrschen solltest
     
  4. #3 12. Mai 2009
    AW: DSLR-Objektive (Erklärung)

    wow^^ danke für die infos. Eine letzte Frage noch:
    Die Canon Eos 500D ist aber doch ne gute Kamera, oder?
     
  5. #4 12. Mai 2009
    AW: DSLR-Objektive (Erklärung)

    also ob die kamera wirklich gut is, wird sich erst in ein paar wochen/monaten zeigen. sie ist ja gerade erst erschienen und es bedarf einiger Zeit, bis es wirklich ausgereifte test zu finden geben wird.
    Es ist aber anzunehmen, dass sie wie ihre Vorgänger gut abschneiden wird. Mit den Modellen kenne ich mich jetzt nicht so genau aus, aber allgemein nehmen sich die Eisteiger-DSLRs dieser Preisklasse bei allen Herstellern nicht viel. Olympus, Nikon und Pentax haben auch Modelle in der Preisklasse im Angebot. Ich würde mal in nen Laden gehen und einfach mal mehrere in die Hand nehmen und mal kurz mit hantieren, welche dir auf Anhieb besser liegt.
    Man sagt aber allgemein eher, dass es auf die Objektive und nicht auf die Kamera an sich ankommt. Also wenn du mit den Bildern, die du machen wirst nicht zufrieden bist, würde ich eher an einen Objektiv- als an einen Kamerawechsel denken.

    Mir persönlich wäre die 500D aber einfach zu teuer. Als Einsteiger bist du mit der 1000D oder der 450D sehr gut bedient, die sind deutlich billiger und nicht wirklich schlechter. Das gesparte Geld kannst du z.B. dann noch in ein zusätzliches Objektiv investieren. Es sei denn du bestehst auf so modernen Schnickschnack wie die Videofunktion und den besseren Live-View.
    Ich habe mich letztendlich für eine gebrauchte 40D entschieden, kriegste für ca. 500€ und da haste wat ordentliches in der Hand, da kommt auch eine 500D nicht ran.

    Ansonsten kann ich dir das DSLR-Forum ans Herz legen, da findeste genug Infos und Themen von Leuten, dens genauso wie dir geht.

    Wenn dein Budget also bei ca. 1100€ liegt (soviel wie die 500D + 18-200mm bei amazon kostet) und du bei canon bleiben willst, dann würde ich mir lieber die 450d (evtl. 1000d) ohne kit holen, dazu das tamron 17-50mm f/2.8 und das canon 50-250 is, da wirste mehr von haben.
     

  6. Videos zum Thema
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