EFF fordert die Downloadpauschale

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 4. Mai 2005 .

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  1. #1 4. Mai 2005
    "Let the Music play" - Filesharinglegalisierung per Gebühr
    Die Electronic Frontier Foundation, die von der immer strikteren Überwachung und Kontrolle des Internet ungerührt weiterhin vernünftige Vorschläge für eine freiheitlichere Regulierung des Datenverkehrs verbreiten, machen sich nun ebenfalls für die Downloadpauschale stark: an Stelle der fortgesetzten Kriminalisierung der Fans sollte eine Monatspauschale treten, die anders als die Leermedienabgabe auf Rohlinge den Download endgültig legalisiert.

    Die Begründung: für das Netz müsse das geschaffen werden, was in anderen Bereichen des Medienvertriebs schon längst gang und gäbe ist: für Radioausstrahlungen beispielsweise gibt es Verwertergesellschaften, die gegen Pauschalgebühr allen Hörern den legalen Musikkonsum ermöglichen. Trotz der vorhandenen Kritik an diesem System kommt niemand auf die Idee, stattdessen lieber Radiosender zu kriminalisieren und sie einen nach dem anderen aus dem Geschäft zu klagen. Das Modell könne problemlos auch auf das Internet übertragen werden. Auf freiwilliger Basis führen teilehmende User eine Monatspauschale ab und erhalten dafür das Recht, beliebig Musik aus dem Netz zu laden, zu kopieren und zu verteilen. Die vorgeschlagenen 5 Dollar Monatspauschale schaffen Pauschalgewinne in bislang nie erreichter Höhe für die Labels - dem elf Milliarden Umsatz heute stehen drei Milliarden Gewinn aus der vorgeschlagenen Kulturflatrate entgegen.

    Auch in Deutschland gibt es Bestrebungen, eine ähnliche Lösung durchzusetzen: die FairSharing-Kampagne fordert ebenfalls die völlige Legalisierung des Musiktauschs - zum Monatstarif von 5 Euro. Weder in den USA noch in Europa sind die Labels bislang auf entsprechende Vorschläge eingegangen.

    Mit der EFF findet sich ein weiterer ernstzunehmender Fürsprecher von pauschaler Gebühr mit anschließendem Recht zum Musikdownload. Die Labels sind nun am Zug: zumindest die Ablehnung solcher Modelle sollten sie mittlererweile begründen. Bei der Fortsetzung ihrer Kriminalisierungsstrategie kommt mittlererweile der Verdacht auf, es gehe den Labels mitnichten um das Vermeiden von Verdienstausfällen, wie die Labels in der Regel beklagen. Faktisch genießt die Branche durchaus Gewinnzuwächse und haben bereits die Leermedienabgaben, die wohlgemerkt keine weiteren Rechte für die Käufer einräumen, die behaupteten Verdienstausfälle der Künstler längst überschritten.


    quelle: gulli untergrund news
     

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