Effektiver Schutz gegen Insekten im Garten und Vorbeugen von Krankheiten

Artikel von Carla Columna am 18. Juni 2017 um 22:13 Uhr im Forum Haus, Garten, Tiere & Pflanzen - Kategorie: Ratgeber & Wissen

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Effektiver Schutz gegen Insekten im Garten und Vorbeugen von Krankheiten

18. Juni 2017   Carla Columna   Kategorie: Ratgeber & Wissen
Endlich ist es soweit - der Sommer ist da. Doch die sonnigen Nachmittage am See, laue Sommerabende und Grillparties haben oft unerwünschte Besucher: Zecken, Mücken und andere kleine Plagegeister nerven nicht nur, sondern bringen auch Krankheiten mit. Mit den richtig Mitteln können Sie sich aber effektiv schützen und Krankheiten vorbeugen.

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Kreutzspinne mit Bäute im Netz

So schützen Sie sich gegen Mückenstiche und Zeckenbisse


Wir alle kennen es: Man sitzt mit Freunden gemütlich im Garten, auf dem Grill brutzeln duftendes Fleisch und Würstchen - und vor lauter surrenden Mücken wird man fast wahnsinnig. Doch was kann man gegen diese kleinen Plagegeister tun? Vor allem bei Dämmerung und nachts schützen Sie sich am Besten mit langer, heller Kleidung, die nicht zu dünn ist. So kommt die Stechmücke erst gar nicht an Ihre Haut. Möchten Sie aber nicht auf Ihre Sommerkleidung verzichten, können Sie es auch mit einem Anti-Mücken-Spray versuchen. Vorsicht: Verteilen Sie das Spray großzügig auf alle frei liegenden Stellen der Haut, denn Stechmücken können selbst sehr kleine ungeschützte Hautstücke finden. Auch Duft-Kerzen und Räucher-Stäbchen können Stechmücken und andere Fliegen etwas fern halten.

Während Stechmücken in Deutschland nur selten Krankheiten übertragen, sieht es bei Zecken schon etwas anders aus. Denn zecken hinterlassen bei Mensch und Tier nicht nur entzündete Bissstellen, sondern können auch Überträger gefährlicher Krankheiten wie Borreliose oder Hirnhautentzündung sein. Wie bei Mückenstichen gilt hier: Vorbeugen ist extrem wichtig! Auch gegen Zecken gibt es Sprays mit denen Sie sich großzügig einsprühen sollten. Die Sprays halten Zecken recht zuverlässig ab zuzubeißen. Alle Zecken aus dem Garten fernzuhalten wird zwar nicht einfach, aber Sie können es ihnen schwerer machen, indem sie Gras nicht zu lang wachsen lassen, den Wuchs von Stauden oder Kräutern eindämmen und Laub regelmäßig entfernen. Die Ausbreitung von Zecken geschieht fast immer über kleine Säugetiere wie Mäuse und Ratten, wenn sie diese aus der Umgebung fern halten können nimmt die Zahl der Zecken im Garten auch rapide ab. Es gibt dazu auch mit Insektengift getränktes Baumaterial (sog. Zeckenrollen) welches die Mäuse in ihrem Nest verbauen und damit die Zecken abtöten bevor diese sich vollgesaugt tausendfach vermehren.

Was tun gegen Milben und Spinnen im Garten


Auch andere Gefahren lauern im Gras. Besonders im Spätsommer können 0,2 mm bis 0,3 mm kleine Grasmilben durch ihre kleinen Bisse bis zu einer Woche andauernde Juckreize auslösen. Sehr selten kann auch eine Krätzemilbe eine Hautkrankheit auslösen, um die Krätze einfach erkennen zu können sollte man die zusätzlichen Symptome beachten: Pustel und Schorf an vorwiegend feuchten Körperstellen mit weicher dünner Haut wie Achselhöle aber auch um den Nabel und Intimbereiche.
Die kleinen Spinnentiere sind schwer aus dem Garten wegzubekommen, wenn sie sich erst einmal im Garten breit gemacht haben. Da sie sich am liebsten oben am Grashalm aufhalten, ist es ratsam einmal pro Woche den Rasen zu mähen und das Gras kurz zu halten. Wenn der Sommer trocken ist, sollten Sie zudem häufig Ihren Rasen bewässern, da Grasmilben sich bei Feuchtigkeit in den Boden zurückziehen.

Doch wie sieht es mit den Spinnentieren aus, die ein Netz spannen und bei vielen Menschen unglaubliche Angst auslösen? In Deutschlands Gärten sind Spinnen eher ein Segen und keine Plage. Zwar haben viele Menschen eine Spinnenphobie, jedoch gibt es in Mitteleuropa nur drei Spinnen, die ein klein wenig giftig sind: Kreuzspinne, Wasserspinne und die sich stark ausbreitende Dornfinger-Spinne. Diese drei Spinnen beißen aber nur, wenn sie angegriffen werden und selbst dann ist der Biss selten stärker als bei einem Wespenstich, mit Ausnahme kann der Biss einer männlichen ausgewachsenen Ammen-Dornfinger Spinne zu stärkeren Entzündungen führen. Gerade wenn sie zu viele Insekten wie Stechmücken, Milben oder ähnliches im Garten haben, können Ihnen Spinnen dabei helfen die Plage im Zaum zu halten.

Vorsicht ist besser als Nachsicht


Allgemein helfen also ein gepflegter Garten und gegebenenfalls ein gutes Insekten-Spray um Stichen, Bissen, sowie den damit verbundenen Krankheiten vorzubeugen. So können Sie den Sommer auch ohne lästige Insekten genießen.
 

Kommentare

#2 19. Juni 2017
Wer gibt die den für diesen Beitrag die Kröten? ^^ - Je mehr Tiere im Garten sind desto lebensfreundlicher wird er, ich behalte alles was im Garten kreucht und fleucht und habe bis jetzt keine Probleme mit zu vielen Insekten einer Gattung. (kann natürlich woanders unterscheidlich sein)
 
#3 19. Juni 2017
Ich denke mal das hängt auch davon ab, in welcher Gegend. An Flüssen und Seen gibt es erfahrungsgemäß extrem viele Mücken.

Zecken sind leider echt ein Problem. Mir sind da auch keine natürlichen Feinde bekannt, außer ein langer und harter Winter.
 
#4 19. Juni 2017
Weder sind Zecken ein wirkliches Problem, noch andere Tiere, bpsw. Insekten. (Zecken sind übrigens Spinnentiere und keine Insekten.)
Gegen FSME kann man sich impfen lassen, wenn man denn in einem Gefährdungsgebiet lebt oder dort Urlaub macht. Und Borreliose ist normalerweise auch gut behandelbar.
FSME in Deutschland | Zecken.de: das Zecken Informationsportal

Ein gut gepflegter Garten hilft allenfalls dabei, weniger Insekten und demzufolge auch weniger Vögel zu haben. Und gerade der Rückgang der Vogelpopulationen wird derzeit ja beklagt.
Nahrung und Lebensraum fehlen: Die Zahl der Vögel geht stark zurück
Vogelsterben Deutschland 2017? Ursachen: Insektensterben, Agrargifte, Neonicotinoide, Naturzerstörung, Katzen, Verkehr oder Windräder & Rabenvögel?

Wenn man schon mit einem praktisch sterilen Garten protzen will, sollte man zumindest eine Ecke wild wuchern lassen, noch besser aber, den Garten möglichst artenreich und naturnah gestalten.
Naturnah gestalten: Artenvielfalt im Garten
Brennnesseln dienen z.B. einem Schmetterling als Nahrungsquelle.

Wer Angst hat, sich von irgend einem Krabbeltier eine Krankheit einzufangen, der sollte am besten IN seinen heimischen vier Wänden grillen, Türen und Fenster dabei möglichst geschlossen halten - und so wenigstens nicht seiner Umwelt schaden bzw. ihr auf den Sack zu gehen.
Dem Rest, der noch leben und leben lassen kann und nicht gleich in Hysterie verfällt, nur weil sich mal ein Grashüpfer oder eine Biene/Wespe ins Haus verirrt hat, kann man nur einen geilen Sommern wünschen.
 
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#5 19. Juni 2017
Es reicht wohl aus den Rasen regelmäßig etwas zu stutzen dann können die Vögel die Insekten besser finden. Der Rest kann ja wild Wachsen. Vor allem Sträucher und dichte Hecken sind ideal für Spinnen und Vögel welche dann die Mücken fressen. Auch Wespen sind super gegen Fliegen, eine Wespe kann bis zu 1000 Mücken fangen pro Tag.

Das mit den Zecken ist allerdings nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Man kann zwar die Boreliose behandeln, allerdings bleibt diese oft unentdeckt weil nicht immer die typische Wanderröte auftritt. Die Zahl an Erkrankungen, die erst sehr spät erkannt werden und dann ganz andere Symptome aufweisen, steigt in Deutschland rapide. Da ist dann eine lange und intensive Behandlung mit Antibiotika nötig.
Die Ausbreitung der Zecken mit dieser Krankheit steigt parallel stark, welche sich über die wandernden Wirtstiere weiter ausbreitet.

Zudem können Zecken auch noch andere Krankheiten übertragen, allerdings kommt das bisher noch selten vor. Da sind Stechmücken wohl eine größere Bedrohung, die können auch in Deutschland allerlei Krankheiten übertragen. Glücklicherweise gibt es noch selten schlimme Fälle. Die Tiegermücke ist in Deutschland mittlerweile fester Bestandteil und weit verbreitet.
 
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#6 20. Juni 2017
Japp. Glaube, dass zu der tigermücke noch ein paar größere Exemplare dazu gekommen sind.

Allgemein sind die ganzen asiatischen Importe ganz schöne Probleme (zb der asiatische marinenkäfer)


Heimische Insekten allgemein werden eher immer weniger. Diesen Winter merkte man das stark an den wenigen Vögel so dass ich jetzt auch über den Sommer füttere.

Schmetterlinge, marinenkäfer und grillen habe ich den Eindruck sind viele nicht mehr, obwohl ich eine wildwiese, Blumen und brenesseln im Garten habe.

Vermehrt sehe ich statt marinenkäfer viele kleine rot schwarze Käfer...gemeine feuerwanze.

Mal schauen wie es die kommenden zwei Monate wird.
 
raid-rush gefällt das.
#7 20. Juni 2017
Das mit den Vögeln liegt an mehreren Faktoren. Zum einen finden die Vögel am Land durch die intensive Landwirtschaft so gut wie keine Plätze mehr und sind daher immer mehr auf Gärten angewiesen.
Zum anderen macht die Haustiermafia mit steigender Anzahl an Katzen den Singvögeln zu schaffen. 8,4 Millionen Katzen töten Jährlich rund 200.000 Vögel in Deutschland.
Weitere Faktor ist, dass einige Länder die Zugvögel in großem Stil fangen und essen.

Alle Drei Faktoren nehmen weiter zu, und setzen damit von allen Seiten der Vogelpopulation zu.

Es ist daher richtig, auch im Sommer Futter zu bieten, damit die Vögel mehrere Jungtiere durchfüttern können. Insekten vertilgen diese ohnehin immer noch genug, von denen die noch vorhanden sind.

Gleiches gilt auch für selten werdende Insekten. Am Land gibt es keine Nahrung mehr und keine Wildkräuter, diese finden sie nur noch in Gärten. Daher sind gut angelegte Gärten sehr natürlich aber strukturiert. So bietet die Vielfalt an Pflanzen in einer gewissen Anordnung eine "Wilde Hamonie" nicht nur für Mensch sondern auch für Tiere.

Rasenfläche halte ich so klein wie möglich, denn erstens nutze ich diese nicht, ich benötige nur ein paar Pfade und zum anderen ist die Pflege einfacher mit weniger Rasen. Überall sind kleine Beete mal mehr gepflegt mal wilder. Keine sterile Koniferen wüste aus den 80ger.

Das ganze Jahr über blühen Sträucher und Stauden bis in den November, viele tragen dann Früchte und Samen die ich stehen lasse den ganzen Winter. Sie dienen als Futter und sind Schutz für die Pflanze. Das sieht auch sehr Schmuck aus wenn Schnee drauf liegt. Wer da gleich alles wegschneidet und sauber macht schadet seinem Garten.
 
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#8 27. Juni 2017
Zuletzt bearbeitet: 27. Juni 2017
Das mit den Zecken da hab ich eine Studie gelesen, leider finde ich die nicht mehr. Und zwar hat der Rückgang der Artenvielfalt sowie vor allem der Rückgang von Schlangen zu mehr Zecken geführt.

In gebieten wo nach wie vor ein intaktes Ökosystem herrscht und relativ normal viele Schlangen in den Wäldern leben, desto niedriger die Anzahl an Mäusen und kleinen Nagern und ebenso weniger Zecken.

Grund dafür ist, das Zecken nach der "Geburt" eine erste Blutmalzeit benötigen um in das Nyphenstadium zu kommen. Dafür eignen sich besonders gut kleine Säugetiere.

Die Zahl der Mäuse und Ratten ist proportional zu den Menschen gestiegen und nicht nur in den Städten wo sie Schutz und Nahrung finden, sondern vor allem auch an Stadträndern und Wäldern.

Die massive Expansion von Zecken hängt also direkt mit der Anzahl an kleinen Säugertieren vor allem Mäuse/Nager zusammen und deren Fressfeinde wie Schlangen. Jetzt könnte man meinen das Katzen ja auch Mäuse fangen, was auch der Fall ist, allerdings nicht so wie es Schlangen tuen. Katzen töten alle möglichen kleinen Säugetiere und vor allem Vögel, welche aber wichtig sind um Insekten u.a. auch Zecken in der Population zu regulieren.

Schlangen machen die Nester der Mäuse ausfindig und fressen diese inklusive ihrer Parasiten. Nur ist es heute so, das es in Deutschland bis auf Naturschutzgebiete sehr sehr wenige Schlangen gibt. Dabei gibt es in Deutschland ohnehin nur harmlose kleinere Exemplare.

Vor allem die Landwirtschaft ist schuld daran, dass diese Tiere großflächig vertrieben wurden und keinen Überlebensraum mehr finden. Dafür haben es Nager wie Mäuse und Ratten umso besser, denn sie sind wenig anspruchsvoll an ihren Lebensraum und profitieren durch den reichlich gedeckten Tisch.

Auch andere Insekten und insbesondere spezielle Vögel die Zecken fressen, sind so selten das sie kaum noch ins Gewicht fallen.

Weiter sind Fadenwürmer und Pilze feinde der Zecken.

Die Zeckenplage ist Hausgemacht. Die industrialisierte Landwirtschaft, und wachsende Wohnräume der Menschen, welche als idealer Lebensraum für Nager geeignet sind, hat das Ökosystem nachhaltig und massiv beschädigt.
 
#10 18. Juli 2017
könnte klappen. aber das wäre es mir nicht wert.
kreuzkümmel soll auch wirken, bis jetzt aber keine probleme mit zecken.

evtl habe ich keine, katzen auch überhaupt nix, da soviele (klein)vögel im garten sind?

bin froh, dass mein kater vögel mittlerweile in ruhe lässt und meine katze schafft sowas nicht.
hatte mal krähen groß gezogen und da hatte er wohl verstanden, dass sie tabu sind.


also bis jetzt merkt man es wieder gewaltig, dass fast garnix da ist.

wenig fliegen, null wespen, selten mücken.

letztens wurde die blindschleiche zur echse des jahres 2017 gekührt. auch ewig keine mehr gesehen.
 
#11 11. September 2017
Bei Mücken und Wespen soll Kaffee und Zitrone sehr gut wirken. Wir haben mit Kaffee sehr gute Erfahrungen gemacht. Den muss man einfach in einem Gefäß zum Rauchen bringen.