Eine seltene Symbiose?
Obwohl Pilzinfektionen in der Welt der kleinen Tiere keine Seltenheit sind, unterschied sich dieser Pilz deutlich von den parasitären Typen, die ihren Wirten meist schlechte Neuigkeiten bringen. Der Pilz, der am Rumpf eines Rao's Intermediate Golden-backed Frosches (Hylarana intermedia) wuchs, zeigte sich in einer völlig anderen Form. Diese Froschart, bekannt für ihre leuchtende Färbung und ihre geringe Größe von ein bis zwei Zoll, erregte diesmal Aufmerksamkeit aufgrund eines noch nie da gewesenen Merkmals.
Ein Pilz macht seinen Weg
Das besondere Merkmal war ein einzeln stehender Pilz mit einem Stiel und einem charakteristischen Hut, der seitlich aus dem Frosch herauswuchs. Es handelte sich um einen Glockenschüppling (Mycena sp.), welcher normalerweise auf verrottendem Holz zu finden ist. Die Wissenschaftler, die auf ihren Naturexkursionen diesen Anblick einfingen, waren sich einig, dass der Frosch trotz seines ungewöhnlichen Anhangs gesund schien.
Freund oder Feind?
Unklar bleibt, ob der Pilz dem Frosch Schaden zufügt oder ob diese Beziehung für beide Seiten von Vorteil ist. Der Pilz profitierte offensichtlich von den nährstoffreichen Bedingungen auf der feuchten Haut des Amphibiens. Diese ungewöhnliche Verbindung könnte für den Pilz eine kluge Strategie sein, um seine Sporen über größere Entfernungen zu verbreiten, indem er sich auf dem Frosch als Transportmittel bedient.
Ein Phänomen wirft Fragen auf
Die Forscher hinterließen die Szene ohne den Frosch für weitere Untersuchungen mitzunehmen, was Fragen über die langfristigen Auswirkungen dieser Symbiose offenlässt. Spekuliert wird, ob dies der Anfang einer neuen Dynamik in der Natur ist oder ob sogar ein Szenario wie in "The Last of Us" bevorsteht. Doch eines ist sicher: "Nie zuvor wurde ein Pilz dokumentiert, der aus der Flanke eines lebenden Frosches sprießt", sagten die Forscher. Eine Entdeckung, die die Grenzen dessen, was wir über die Beziehungen zwischen verschiedenen Spezies wissen, erweitert.
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