Experten aus dem Bereich der Elektroplanung wissen allerdings auch, dass die Immobilien mit besonderen Herausforderungen verbunden sein können. Und auch Eigentümer, die sich vorgenommen haben, einen Altbau zu modernisieren, bemerken schnell, dass die bestehende Elektrik oft nicht mehr den heutigen Standards entspricht.
Umso wichtiger ist es, sich auf eine durchdachte Planung verlassen zu können. Die folgenden Abschnitte enthalten hierzu einige hilfreiche Tipps.
Ein Blick auf die Charakteristika eines klassischen Hamburger Altbaus
Viele Altbauten der Hansestadt stammen aus der Gründerzeit bzw. aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts. Im Laufe der Zeit wurde die elektrische Infrastruktur immer mehr erweitert, aber selten komplett erneuert.
Das Ergebnis: Systeme mit unterschiedlichen Leitungsarten, veralteten Sicherungen und Installationen, die nicht zu 100% dokumentiert wurden. Eine weitere Herausforderung stellt die meist niedrige Anzahl an Stromkreisen dar. Früher war ein Stromkreis pro Raum ausreichend. Heute braucht es mehr Kapazitäten, um Küche, Home Office, Smart Home und Co. versorgen zu können. Viele alte Leistungen sind schlicht nicht für moderne Gegebenheiten (und Lasten) ausgelegt. Im schlimmsten Fall kann eine Überlastung die Brandgefahr erhöhen. Eine moderne Elektrotechnik Planung kann dabei helfen, hier gegenzusteuern.
Eine veraltete Technik kann das Sicherheitsrisiko erhöhen
Ein direkter Vergleich zwischen „alt“ und „neu“ zeigt, dass in etlichen Altbauten zum Beispiel Fehlerstrom Schutzschalter fehlen (oder die vorhandenen Schalter nicht mehr den aktuellen Anforderungen entsprechen). Zudem sind klassische Nullungen oder stoffisolierte Leitungen keine Seltenheit.
Wichtig ist es, alte Technik dieser Art zu identifizieren und zu ersetzen. Und zwar ohne, dass die Bausubstanz unnötig beschädigt wird. Am Ende braucht es eine klare Struktur, getrennte Stromkreise und zeitgemäße Schutzmaßnahmen. Ein „netter“ Nebeneffekt: Mit der passenden Vorgehensweise ist es nicht nur möglich, die Sicherheit zu erhöhen, sondern auch die Grundlage für kommende Erweiterungen zu schaffen.
Und der Denkmalschutz?
Im Zusammenhang mit vielen Hamburger Altbauten wird der Denkmalschutz relevant. Das bedeutet unter anderem, dass sichtbare Veränderungen an Wänden, Decken und anderen Bereichen oft nur eingeschränkt möglich sind.
Diejenigen, die die entsprechenden Projekte planen, müssen Lösungen finden, die es ermöglichen, moderne Technik unauffällig zu integrieren. Typische Optionen, die hierbei relevant werden können, sind unter anderem die Nutzung bestehender Installationsschächte oder das Verlegen von Leitungen hinter Fußleisten. Manchmal bietet es sich auch an, auf moderne Funklösungen zu setzen.
Die entsprechenden Maßnahmen erfordern eine enge Abstimmung mit den zuständigen Behörden.
Früher und heute: Was hat sich verändert?
Das Leben in Hamburger Altbauten in den verschiedenen Stadtteilen hat sich verändert… und mit ihm die Anforderungen an die Wohnräume. Unter anderem stellen Home Office, Streaming und Home Office, aber auch der Bereich der Elektromobilität, neue Anforderungen.
In vielen Fällen ist es nötig, eine komplette Neuaufteilung der Stromkreise vorzunehmen und zusätzliche Anschlüsse zu installieren. Gleichzeitig gewinnt die Netzwerkinfrastruktur an Bedeutung. Eine moderne Elektroplanung darf daher nicht nur den Strom berücksichtigen, sondern muss sich auch auf Datenleitungen, WLAN Abdeckung und Ähnliches beziehen. Wer genau das berücksichtigt, schafft ein ganzheitliches Konzept, das im Idealfall den Wert der Immobilie noch weiter steigert.
Energieeffizienz im Altbau steigern: So geht’s!
Egal, ob in Neu- oder Bestandsbauten: Das Thema Energieeffizienz spielt in der Hansestadt eine wichtige Rolle. Vor allem in Altbauten besteht hier oft Optimierungsbedarf. Mithilfe intelligenter Steuerungssysteme, moderner Beleuchtung und effizienter Geräte ist es häufig möglich, den Energieverbrauch deutlich zu senken.
Auch erneuerbare Energien werden für viele Eigentümer relevant. Wenn PV-Systeme nicht umsetzbar sind, können zum Beispiel oft moderne Energiemanagementsysteme oder vorbereitete Anschlüsse eine passende Option darstellen.
Zahlreiche Eigentümer entscheiden sich dann für eine Elektroplanung, die nicht nur den aktuellen Bedarf abdeckt, sondern auf langfristige Entwicklungen angelegt ist.
Wie kann man typische Planungsfehler vermeiden?
Viele Probleme, die sich im Zusammenhang mit moderner Elektroplanung im Altbau zeigen, entstehen aufgrund einer mangelhaften Planung. In zahlreichen Fällen werden zum Beispiel nur einzelne Bereiche modernisiert, ohne dass das gesamte System Beachtung findet. Und genau das kann das Risiko, dass später Nachrüstungen vorgenommen werden müssen, erhöhen.
Umso wichtiger ist es, im ersten Schritt den Bestand zu analysieren und (hierauf aufbauend) ein komplettes Konzept zu entwickeln. Dabei arbeiten Planer, Elektriker und Bauherren im Idealfall zusammen. Das Ziel: eine Kombination aus den individuellen Wünschen des Eigentümers und technischen und rechtlichen Vorgaben.