Erste Abmahnungen für Streaming ist unzulässig [UPDATE]

Dieses Thema im Forum "Szene News" wurde erstellt von fatmoe, 7. Dezember 2013 .

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  1. #1 7. Dezember 2013
    Zuletzt bearbeitet: 9. Dezember 2013
    Wer im Netz illegal Filme oder Musik herunterlädt, muss mit einer Abmahnung rechnen. Für die Rechtsanwaltskanzleien, die diese Abmahnungen im Auftrag der Rechteinhaber verschicken, ist das ein Millionengeschäft.

    Doch nun gibt es möglicherweise eine neue Dimension: Erstmals hat eine Kanzlei Abmahnungen wegen Streamings verschickt. Streaming, also Filme im Netz zu schauen, ohne sie herunterzuladen, ist in Deutschland rechtlich umstritten. Es ist unklar, ob dadurch Urheberrechte verletzt werden.

    Doch nun hat die Regensburger Abmahn-Kanzlei U + C die ersten Schreiben verschickt.
    Auch bei der Streaming-Abmahnung geht es um Erotik Filme, die auf dem Portal Redtube geschaut wurden.

    Beim Thema Streaming geht es natürlich nicht nur um p0rnportale sondern auch im Plattformen wir kinox.to oder movie4k.to.

    Quelle


    ok, viel neues steht nicht im Artikel. Aber echt heftig, dass die ersten Stream-Abmahnungen für p0rns rausgehen. Leider steht noch nicht fest, wie die IP's ermittelt wurden.

    UPDATE!
    Quelle
     

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  3. #2 7. Dezember 2013
    AW: Erste Abmahnungen für Streaming

    Passend zum Thema ob es rechtens ist....






    ......
    Wie ist die Rechtslage?

    Vor dem Hintergrund, dass der Film im Cache zwischengespeichert wird, stellt sich die Frage: Ist das Ansehen von Kinofilmen über Streaming-Portalen in Deutschland nun legal oder nicht? Sobald der Streaming-Portalbetreiber die Filme auf seinem Portal den Nutzern zugänglich macht, bedient er sich dem Recht der öffentlichen Zugänglichmachung aus § 19a UrhG. Dieses Recht steht jedoch nur dem Urheber zu (§ 15 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2 UrhG).

    Dies betrifft allerdings nur den Betreiber der Streaming-Portale, nicht die Nutzer. Verstoßen diese durch die Nutzung der Streaming-Dienste gegen geltendes Recht?

    Betrachtet man den technischen Ablauf noch einmal näher, fällt auf, dass Kopien des Films (sog. Vervielfältigungsstücke) im Cache gespeichert werden. Das Recht Vervielfältigungen von Werken herzustellen, hat nach § 16 Abs. 1 UrhG jedoch der Urheber. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Film vorübergehend oder dauerhaft erstellt wird. Demnach verletzt jeder Nutzer solcher Kinofilm-Portale das Urheberrecht des Urhebers.

    Wenn die Rechtslage allerdings so einfach wäre, würden wohl kaum so unterschiedliche Meinungen aufeinander prallen, wenn es um die Frage geht, ob diese Streaming-Portale nun legal sind oder nicht. Daher das große ABER:

    Das Recht der Privtakopie

    Durch die Rechtsprechung wurde in den letzten Jahren eindeutig geklärt, dass Vervielfältigungen zum privaten Gebrauch erstellt werden dürfen. Dies ist auch im Gesetz festgeschrieben, § 53 Abs. 1 Satz 1 UrhG.

    „Zulässig sind einzelne Vervielfältigungen eines Werkes durch eine natürliche Person zum privaten Gebrauch auf beliebigen Trägern, sofern sie weder unmittelbar noch mittelbar Erwerbszwecken dienen, soweit nicht zur Vervielfältigung eine offensichtlich rechtswidrig hergestellte oder öffentlich zugänglich gemachte Vorlage verwendet wird.“

    Dabei gilt allerdings die Einschränkung, dass die Kopie nicht auf einer offensichtlich rechtswidrig hergestellten oder öffentlich zugänglich gemachten Vorlage beruht. Wie bereits geklärt begeht der Portalbetreiber eine Rechtsverletzung. Daher stellt auch die Vervielfältigung im Cache des Nutzers eine Urheberrechtsverletzung dar.

    Offensichtlich rechtswidrig hergestellte Vorlage?

    Aber was heißt überhaupt "offensichtlich rechtswidrig hergestellt"?
    Eine allgemeingültige Definition gibt dazu nicht. Wenn sich der Nutzer aber einen aktuellen Kinofilm oder einen gerade erst auf DVD erschienen Blockbuster über ein solches Portal kostenlos ansehen kann, sollte dem Nutzer klar sein, dass es sich hier um eine offensichtlich rechtswidrig hergestellte Vorlage handelt. Das ist auch bei TV-Serien oder älteren Filmen der Fall. Dem Nutzer sollte die Rechtswidrigkeit der kostenlosen Bereitstellung dieser Filme und Serien klar sein, denn bei anderen – legalen – On-Demand-Anbietern ist das Ansehen kostenpflichtig.

    Die Frage nach der Legalität von kostenfreien Film-Streaming-Portalen ist allerdings auch hier noch nicht abschließend geklärt. Es folgt ein weiteres ABER. Denn es muss auch § 44a UrhG beachtet werden.

    „Zulässig sind vorübergehende Vervielfältigungshandlungen, die flüchtig oder begleitend sind und einen integralen und wesentlichen Teil eines technischen Verfahrens darstellen und deren alleiniger Zweck es ist,
    1. eine Übertragung in einem Netz zwischen Dritten durch einen Vermittler oder
    2. eine rechtmäßige Nutzung
    eines Werkes oder sonstigen Schutzgegenstands zu ermöglichen, und die keine eigenständige wirtschaftliche Bedeutung haben.“

    Nach einhelliger Meinung und der Auffassung des Gesetzgebers handelt es sich bei den Vervielfältigungsstücken lediglich um zwischengespeicherte Dateien im Cache. Sie sind also flüchtig und begleitend. Demnach ist die Nutzung von kostenlosen Kinofilm-Streaming-Portalen für die Nutzer zulässig und folglich legal.

    Fazit

    Bislang gibt es zu dieser Frage keine belastbare Rechtsprechung. Zudem gibt es Meinungen, die sich gegen diese hier aufgeführte stellen. Daher bleibt abzuwarten, wie die Gerichte tatsächlich darüber entscheiden werden. Außerdem befassen sich die Ausführungen nur mit der Zwischenspeicherung im Cache. Werden die Filme mithilfe anderweitiger Programme heruntergeladen, sieht die Rechtslage ganz anders aus.

    Auch das Abspielen der Filme über den DivX-Player könnte eine andere Rechtsfolge herbeiführen. Denn bei Filmen im DivX-Format werden die Filme automatisch auf der Festplatte in dem Ordner „Temporary Download Files“ gespeichert. Und diese Dateien werden dauerhaft gespeichert.

    Es gibt zwischenzeitlich aber auch zahlreiche legale Portale, auf denen Internetnutzer Filme ansehen können, ohne Gefahr zu laufen, abgemahnt zu werden. Eine Übersicht dazu finden Sie beispielswiese bei techfacts.de.

    Abmahnung Streaming: Sind Streaming-Filmportale legal oder illegal?
     
  4. #3 7. Dezember 2013
    AW: Erste Abmahnungen für Streaming

    Falls jemand genau zu diesem in der News geschilderten Fall eine Abmahnung erhält kann sich bei sempervideo melden. Die übelegen sich die Kosten für ein solches Verfahren vor Gericht zu übernehmen. Mehr Infos: Abmahnung wg. :love:-Stream - YouTube
     
  5. #4 8. Dezember 2013
    AW: Erste Abmahnungen für Streaming

    Mich würde auch sehr interessieren wo die die IP Adressen her bekommen haben?
     
  6. #5 8. Dezember 2013
    Zuletzt bearbeitet: 15. Juli 2014
  7. #6 8. Dezember 2013
    AW: Erste Abmahnungen für Streaming

    erklärt aber nicht, woher sie die IP haben.
    Ist ja bei p2p gang und gebe, IP herauszubekommen, um dann den Anschlussinhaber abzuzocken.
     
  8. #7 8. Dezember 2013
    AW: Erste Abmahnungen für Streaming

    aber steht da nicht, dass der provider die ip rausgerückt hat?
     
  9. #8 8. Dezember 2013
    AW: Erste Abmahnungen für Streaming

    Die müssen doch erst mal die IP wissen, mit der du auf Hoster X Film Y gesehen hast.
     
  10. #9 8. Dezember 2013
    AW: Erste Abmahnungen für Streaming

    Ja, die Frage die der Artikel nicht beantwortet ist wie sie die IP in dem Fall von Red.tube bekommen haben. Denn nur die werden ja wissen wer das Video angeschaut hat. Die Herausgabe der Daten vom Provider ist dann ja kein Problem mehr.

    Die Frage ist halt ob Red.tube die IP herausgegeben hat und falls ja, warum?
     
  11. #10 8. Dezember 2013
    AW: Erste Abmahnungen für Streaming

    In Zukunft muss man jede Werbung noch darauf prüfen ob die IP weitergeleitet/gespeichert wird durch das Banner.

    Witzige Sache.
     
  12. #11 8. Dezember 2013
    AW: Erste Abmahnungen für Streaming

    Ich weiß jetzt nicht was die Aussage soll aber der reine Besuch auf einer Seite sei es auch direkt eine auf der der Stream sitzt reicht sicherlich nicht als Beweis dafür das ich das Video auch angesehen habe. Von daher können die mir ruhig die IP speichern und weiterleiten what ever.
     
  13. #12 8. Dezember 2013
    AW: Erste Abmahnungen für Streaming

    Soviel Beweise es für den Rest gibt ?

    Bei der ganz willkür kann man ja bald nichts anderes machen als dauerhaft über VPN zu surfen.
     
  14. #13 9. Dezember 2013
    AW: Erste Abmahnungen für Streaming

    jetzt kann man(n) nichtmal mehr in Ruhe 30sec p0rns gucken? manmanman... xD

    würde ich nicht bezahlen, was soll sowas da muss man auch noch jedes mal prüfen ob du gerade was legales anmachst oder nicht? Da kann man ja sogar bei Youtube videos anklicken erwischt mal ein illegales und selbst wenn man nach 3sec ausmacht darf man 250EUR zahlen? geht weg ihr lutscha.!
     
  15. #14 9. Dezember 2013
    AW: Erste Abmahnungen für Streaming

    also da sind die Ankläger ja sehr raffiniert gewesen mit dem Virus. Von welcher seite sollte sonst so ein Virus kommen der auch noch die IP protokolliert?
     
  16. #15 9. Dezember 2013
    Zuletzt bearbeitet: 9. Dezember 2013
    AW: Erste Abmahnungen für Streaming [UPDATE]

    Auf T-Online gibts auch einen Beitrag zum Thema:

    Quelle: Redtube-Abmahnung: Deutsche p0rn-Streaming-Nutzer geraten ins Visier

    PS: Yuck Fou BadWordFilter. Auf Quote drücken um die Domains zu sehen.
     
  17. #16 9. Dezember 2013
    AW: Erste Abmahnungen für Streaming [UPDATE]

    Wer so ein Teil bekommen haben sollte, kurz gesagt, ignorieren und zum ***** abwischen benutzen ... Oder zum Joint an machen

    So ne Abmahnung kommt vor keinem Gericht vorbei ... Ausnahme bestätigt die Regel, iwelche Holzkopfrichter aber sonst, das hat kein Hand und kein Fuß und ist völlig an den Haaren vorbei gezogen.

    Aber ich mach ab sofort auch so mein Geld: Ich geh kurz nochma zur Uni, paar Semester Jura, schimpfe mich dann Anwalt, kaufe 100.000 Adressensätze verschick an diese meine Forderung, dass Sie luft geatmet hätten a 1093EUR und hoffe das 1% bezahlt .. Minus der Portokosten wäre das nen nettes Jahresgehalt ... Moin :)
     
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  18. #17 9. Dezember 2013
    AW: Erste Abmahnungen für Streaming [UPDATE]

    Hab vorhin mit einem geredet aus meinem Kurs, den haben sie ebenfalls angeschrieben. Man soll das Geld wohl sogar in die Schweiz überweisen :D
     
  19. #18 9. Dezember 2013
    Zuletzt bearbeitet: 9. Dezember 2013
    AW: Erste Abmahnungen für Streaming [UPDATE]

    U+C-ABMAHNUNGGericht hat Streaming und P2P verwechselt

    ganzer Text und Quelle

    //ach komm schon raid, so schlimm ist dieses zensierte wort auch wieder nicht :rolleyes:
     
  20. #19 10. Dezember 2013
  21. #20 11. Dezember 2013
  22. #21 11. Dezember 2013
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 13. April 2017
    AW: Erste Abmahnungen für Streaming [UPDATE]



     
  23. #22 11. Dezember 2013
    AW: Erste Abmahnungen für Streaming [UPDATE]

    Also Kumpel hat es erwischt, Vater hat Post bekommen und der kleine Bruder hats zugegeben.

    Auf den Brief nicht antworten? Oder eine der 2 Strategien, welche der Kollege Solmecke in seinem Video (das was michi gepostet hat) ab 1:50min erzählt auswählen und der Kanzlei zurückschicken?
     
  24. #23 11. Dezember 2013
    AW: Erste Abmahnungen für Streaming [UPDATE]

    Darum guck ich nur Homevideos und Stealth Cams. :D
     
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  25. #24 11. Dezember 2013
    AW: Erste Abmahnungen für Streaming [UPDATE]

    xD das hab ich imr auch gedacht, wer guckt sich schon nen ganzen film an max 10min videos der rest ist doch sowieso latte (wortspiel höhö) Dann läuft man auch keine Gefahr :eek:
     
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  26. #25 13. Dezember 2013
    RedTube-Abmahnwelle: Betroffen ?

    Hi Leute,

    sicherlich habt ihr schon davon mitbekommen; ich wollt' mal fragen, ob hier jemand von der
    R3dTube-Abmahnwelle betroffen ist.

    Gestern gab's dazu 'nen interessanten Livestream-Infoabend mit Rechtsanwalt Christian Solmecke,
    den man sich übrigens hier nachträglich anhören kann - lohnt sich - Redtube -- Podiumsdiskussion zum Leak zur aktuellen Abmahnwelle - YouTube

    Das Thema ist echt ziemlich heiß und wird noch lang' nicht vorbei sein, weil die Anwaltskanzlei U+C
    bislang ja nur Telekom-Kunden abmahnte, und künftig ihre Abmahnwelle auch auf andere
    Internetanbieter-Kunden ausweiten will.
    Das hier hat Rechtsanwalt Christian Solmecke gerade getweetet - Twitter / solmecke: p0rnproduzent verdiente 40.000 ... :
    p0rnproduzent verdiente 40.000 Euro monatlich mit U+C Abmahnungen. Piraten leaken neue
    U+C Dokumente. p0rnproduzent kann 40.000 Euro monatlich mit Abmahnungen verdienen
     

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