Europa gegen USA, Europa gewinnt, zwangsläufig.

Dieses Thema im Forum "Politik, Umwelt, Gesellschaft" wurde erstellt von Gutschy, 22. Januar 2017 .

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  1. #1 22. Januar 2017
    Hallo Leute,

    gucke mir gerade Trumps Vereidigung an. Nett bis jetzt. Trump spricht in seiner Rede kurz gesagt über Abschottung. Ist ja auch kein Problem, links Wasser, rechts Wasser, oben gefrorenes Wasser und unten eine kleine Landbrücke wo man locker eine Mauer bauen kann.

    Das heißt wohl zwangsläufig das Amerika still und heimlich in der Versenkung verschwinden wird. Die werden einfach weich werden. Ok, vielleicht haben die ein paar Jahre eine gute Zeit, aber ich denke das wird nicht länger als 20 Jahre oder 30 Jahre gut gehen, wenn überhaupt.

    Auf der anderen Seite sind die Probleme für Europa schlecht einzuschätzen. Wird es hier schwierig für uns oder vielleicht sogar richtig schlecht. Das mit richtig schlecht halte ich allerdings für wahrscheinlicher. Keine Ahnung was da auf uns zu kommen wird, aber dafür sind wir :mad:ing Europäer. Wir sind die mit den Haaren auf der Brust.

    Und darum wird Europa in absehbarer Zeit Amerika abhängen, also jetzt noch mehr als das jetzt schon der Fall ist. Wird sich Europa in der Welt behaupten, naja, das kann klappen, muß aber nicht. Vielleicht können wir fehlende manpower durch Köpfchen wett machen. Falls es aber wirklich dazu kommen sollte das wir uns mit Gewalt verteidigen müssen, dann bitte ich doch unsere Eliten in die ersten Reihe des Schlachtfeldes, die haben immerhin lange so gut gelebt das sie jetzt auch mal richtig leiden können.

    Falls sich Europa aber wirklich nicht halten sollte, dann können wir aber die Gewissheit haben das es die USA auch nicht packen werden. Als letztes ist vielleicht noch eine Umwandlung von Europa zu erwarten. Nur zu was? Anderes Thema. :]

    Was uns nicht umbringt, macht uns Stärker. Wobei ich von Nietsche auch nicht viel halte.

    Gucken wir mal.
     

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  3. #2 22. Januar 2017
    AW: Europa gegen USA, Europa gewinnt, zwangsläufig.

    Ansich stimme ich Dir zu, nur ein Großteil des Bankensektors ist amerikanisch und 15% unseres Exportes gehen in die USA.

    Schauen wir uns erstmal seine Präsidentschaft in den nächsten 3-6 Monaten an, zurzeit ist alles vage und schwer einzuschätzen.
     
  4. #3 22. Januar 2017
    AW: Europa gegen USA, Europa gewinnt, zwangsläufig.

    Für die USA ist das langfristig so ziemlich das schlechteste was passieren konnte. Aber für Europa entstehen jetzt Mittelfristig große Probleme, weil man sich komplett neu Ausrichten muss.

    Die Beziehung zu China wird vermutlich deutlich enger werden weil diese wirtschaftlich dann ein noch wichtigerer Partner sind, wenn man in den USA keine günstigeren Handelsbeziehungen mehr erwarten kann.

    Die Pläne das man durch Handelsverträge die "Feinde" langsam ausgrenzt und schwächt sind damit erst mal auf Eis. Diese sind für die Zukunft der Welt essentiell.

    Ich hoffe das die richtigen Leute im Hintergrund sich einen Plan überlegen falls Trump tatsächlich zu problematisch wird, wie man ihn stoppen kann.

    Wenn Trump das Umsetzt was sein Holzkopf denkt, dann können wir uns erst mal auf einen kleinen Crash einstellen, weil die Erwartungen in der Wirtschaft dann deutlich sinken. Die Zentralbanken werden dies sicherlich etwas kompensieren um schlimmeres zu verhindern. Aber eine Korrektur wird es wohl dennoch sein.

    Die deutsche Wirtschaft hat schon Schaden vom Brexit und das was durch den Protektionismus der USA ansteht ist auch nicht besser.

    Mittelfristig und Langfristig könnte das einige Arbeitsplätze kosten. Die Politik wird also versuchen das mit anderen Handelspartnern zu kompensieren. Ein Spezialvertrag mit China wäre eine Möglichkeit - leider eine sehr kritische - denn die Chinesen sind systematisch brutal im Geschäft, dagegen ist die USA Butter auf deutschem Brot.

    Der richtig große Gewinner ist Russland und Israel. Sie können jetzt drauf hoffen das die Sanktionen abschwächen und sie leichtes Spiel haben in Verhandlungen, nachdem Trump die Außenpolitik nicht interessiert.

    Ein starkes Aufrüsten Europas wird die konsequente Folge sein, um die Interessen der Europäer zu verteidigen. Europa sollte die nationalen schwachen Armeen in Europa ablösen durch ein gemeinsames großes Europäisches Militär.

    Den Briten können wir keinen Krieg erklären also muss ein ordentlicher Denkzettel her in dem die Eliten ihr Kapital abziehen und Arbeitsplätze einstampfen. Londons Bröse wird nach Frankfurt gesaugt und Schottland wird in die EU eintreten. Das Great Britain wird zum popligen England degradiert, das Volk hat gewählt und darf die Konsequenzen der Dummheit spüren.

    Hoffentlich ist das auch ein Denkzettel für alle Wähler in Europa und die letzte Hoffnung das Demokratie zumindest noch etwas Zukunft hat in einer zunehmend komplexen Welt.
     
  5. #4 22. Januar 2017
    AW: Europa gegen USA, Europa gewinnt, zwangsläufig.

    Ewiges Wachstum ist eine schwierige Sache. Leider wird eine sich steigernde Arbeitslosigkeit wieder die falschen Treffen.


    Der Brexit wird den Euro-Wirtschaftsraum killen, einfach weil sich Great Britain als Steuerparadies aufstellen will. Das kann natürlich durch einem Protektionismus von Europa unterbunden werden. Aber von der Elite lässt sich niemand ein gutes Geschäft entgehen, die Kosten wird also auch in diesem Fall der kleine Mann tragen.

    Aber vielleicht wird die EU wieder als Verteidigungs(Angriffs)-Bündnis auferstehen und Seite an Seite mit Russland kämpfen. Das halte ich für wahrscheinlich. Der Russe ist sowieso Europäer irgendwie. Schätze wenn England die Füße still gehalten hätte als Russland die Türkei unterjochen wollte(1877), dann hätte sich die ganze jüngere Geschichte doch stark anders entwickelt, aber ob jetzt zwangsläufig zum guten, ja kann man schlecht sagen.
     
  6. #5 22. Januar 2017
    AW: Europa gegen USA, Europa gewinnt, zwangsläufig.

    Sicherlich wäre Russland ein guter Verbündeter, wäre da nicht die diktatorische Politik die sich am Nationalismus klammert. Man müsste die russische Führung los werden, dann wären das gute Voraussetzungen für ein mächtiges Europa inklusive Russland.

    Die Amerikaner sind trotz Trump weiterhin offener und politisch handelbarer und deshalb glaube ich nicht das sich Russland in der jetzigen Politik so stark verändern kann, dass es mit Europa harmoniert. (Außer Trump leistet ganze Arbeit)

    Ich glaube viel mehr das Russland und USA ihre hausgemachten Probleme lösen in dem sie den schwarzen Peter zu den Arabern schieben.

    Israel, Russland und USA haben verschiedene Interessen die jetzt politisches Fundament haben um gemeinsam auf dem Rücken der Araber und der Umwelt ausgerollt werden.

    Europa sitzt nun zwischen politischen Pestboilen fest. Was tun? Da zerbrechen sich viele die Köpfe.
     
  7. #6 22. Januar 2017
    AW: Europa gegen USA, Europa gewinnt, zwangsläufig.

    Du hast das Problem ja dann doch noch begriffen.
    Es geht gar nicht darum, ob die USA oder Deutschland oder die EU "gewinnt". Gewinnen werden die, die eh schon so viel haben, dass sie nicht wissen wohin damit.
    Und der Rest wird auf der Strecke bleiben.

    Das hat man nichtzuletzt auch schon in der "Weltwirtschaftskrise" gesehen. Selbst da sind die Reichen noch reicher geworden, während der Otto-Normal-Bürger und ärmere Menschen die Zeche zahlen mussten und müssen. Die soziale Ungerechtigkeit wird dabei fortgesetzt, bis es dann irgendwann (endlich?) mal kracht.

    Gestern z.B. noch bei Monitor gesehen. Ärztliche Überversorgung wird durch Lobbyarbeit auch weiterhin bestehen bleiben, andererseits wird dann aber herumgeheult, wenn die Krankenkassenbeiträge steigen. Pressemeldung vom 19.01.2017 - Monitor Extra - Monitor - Das Erste

    PS: Gegen an Wucher grenzende Arzneimittelpreise könnte man übrigens auch etwas unternehmen.
    Vergleich der Arzneimittelpreise: Pharma-Giganten kassieren in Deutschland ab - SPIEGEL ONLINE
    http://www.wido.de/fileadmin/wido/downloads/pdf_arzneimittel/wido_arz_patArznEUVerg_20160623_fin.pdf

    Es ist egal, ob man über den großen Teich schaut oder hier vor der eigenen Haustür kehrt. Politik wird für die Reichen gemacht und eben nicht für die große Mehrheit der Bevölkerung.
    Und das lassen wir uns hier wie drüben immer noch gefallen.
     
  8. #7 23. Januar 2017
    AW: Europa gegen USA, Europa gewinnt, zwangsläufig.

    Die EZB leht sich jetzt schon sehr weit aus dem Fenster, denke ihre Gegenmaßnahmen sind zurzeit sehr begrenzt.

    Das wird Jahre dauern, wenn nicht sogar Jahrzehnte. Wahlen in Frankreich oder DE sind aber dieses Jahr.

    Meine Aussage war eine andere, diese Masse an Kaufkraft kann kurzfristig nicht kompensiert werden. Denke aber auch nicht, dass die Exporte in die USA langfristig unter Trump leiden werden.


    Trump, AfD, Le Pen machen doch alle Politik für den kleinen Mann, bald wird es allen viiiiiel besser gehen ;-)
     
  9. #8 23. Januar 2017
    AW: Europa gegen USA, Europa gewinnt, zwangsläufig.

    Trump, AfD, Le Pen usw. sind auch nicht besser als die bisherigen Politiker. Als erstes kommen die eigenen Interessen (insbesondere der Machterhalt), anschließend die Interessen, die gehört werden. Und das sind die der Lobbyisten.
    Gerade das ist ja die Krux bei der AfD. Eine neoliberale Partei wird um Rechtsextremismus ergänzt - und schon kommen die Trottel aus ihren Löchern gekrochen und wählen die Leute, die noch mehr soziale Einschnitte planen. (Gewinnorientierte Privatunternehmen sollen das Sozialsystem inne haben? Das kann nur ein schlechter Scherz sein.)

    Der "kleine Mann" hat dummerweise keine Lobby, weil er zu dumm und/oder zu faul ist, sich Gehör zu verschaffen. Was zum Teil aber auch an der deutschen Mentalität liegt. Gibt ja immer noch einen, auf den man herabschauen und treten kann. Und das wird vermutlich ein weltweites Phänomen sein.
     
  10. #9 24. Januar 2017
    AW: Europa gegen USA, Europa gewinnt, zwangsläufig.

    Q: „Europa ist dysfunktional“: Ein Gastbeitrag von Top-Investor George Soros - Business Insider Deutschland

    Europa wird ohne die USA einen schweren Kampf gegen Russland haben. Eine neue Weltordnung wurde angestoßen und das nicht zum Guten.

    Möglicherweise wird man sich neu ausrichten und Südamerika, Kanada, Mexiko, Indien und China enger in ein Wirtschaftsbündnis bitten um dem durch Protektionismus verursachten Währungskrieg langfristig mit genau dem Gegenteil zu bekämpft und davon profitiert.

    Notfalls müssen wir auch Kompromisse eingehen mit Regierungen die weniger Demokratisch sind um die Rechtspopulistischen Jahre zu überwinden und gestärkt daraus hervorgehen.

    Europa muss die Datenströme aus Russland filtern und ggf. trennen. Die Pest der Hetze und Lügen darf sich nicht weiter verbreiten.

    Schwere Zeiten legitimieren auch Maßnahmen die sich der Feind schon längst zu eigen macht, diese sollte man nicht aus ideologischen Gründen ignorieren sondern auch nutzen.


    Es ist sehr unwahrscheinlich das Trumps Horrorkabinett effektiv verschwindet, ohne dass ein anderer Hardliner ihn ersetzen würde. Darauf zu hoffen wäre also Unsinn.
     

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