Fasten nach Farben - wie funktioniert die Regenbogendiät?

Artikel von Tommy Weber am 4. Juni 2021 um 19:36 Uhr im Forum Essen & Trinken - Kategorie: Trend & Lifestyle

Fasten nach Farben - wie funktioniert die Regenbogendiät?

4. Juni 2021     Kategorie: Trend & Lifestyle
Abnehmen und das mit Lebensmitteln, die möglichst bunt sein müssen – das, was sich komisch anhört, ist eine der vielen neuen Trends, wenn es um die schlanke Taille geht. Sorgt Lila vielleicht für einen schlanken Bauch und lässt Grün die Pfunde schmelzen, die sich hartnäckig am Po gesammelt haben? Orange, Rot, Blau, Gelb, Grün und Lila sind nicht nur Farben des Regenbogens, sondern auch die Farben von Gemüse und Obst. Die breit gefächerte Palette der Farben steht also für Mineralstoffe, Vitamine, Ballaststoffe und viele andere Substanzen, die das Immunsystem schützen.

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Eine nicht ganz neue Diät
Die Regenbogendiät ist nicht ganz neu, sie war in den 1980er Jahren schon einmal im Trend. Danach kamen viele andere vermeintlich revolutionäre Diäten und die Diät der bunten Farben geriet in Vergessenheit. Jetzt ist sie aber wieder da und erfreut sich großer Beliebtheit. Die Regenbogendiät basiert auf einer bunten Ernährung, die die Gesundheit und die Vitalität fördern soll. Frisches Gemüse und Obst sind die essenziellen Nahrungsmittel, die während der Diät gegessen werden dürfen. Die Kraft der Farben soll dazu noch dem Körper und dem Geist neue Energie schenken. Fünfmal am Tag müssen alle, die mit der Regenbogendiät abnehmen wollen, Obst und Gemüse essen.

Über den Tag verteilt sieht die Diät der bunten Farben wie folgt aus:
· Am Morgen: Gelb, Rot und Orange

· Am Mittag: Blau, Gelb und Grün

· Am Abend: Indigo, Violett, Gold und Blau


Farbenfroh in den Tag starten

Am Morgen geht es mit drei fröhlichen Farben los: Orange, Gelb und Rot. Kirschen können also auf dem Frühstücksplan stehen, ebenso wie Pfirsiche und Aprikosen. Erdbeeren und Johannisbeeren sind eine gute Idee, erlaubt sind zudem Bananen, Tomaten, Karotten, Melonen und Ananas. Alle orangefarbenen Lebensmittel verdanken ihre Farbe dem Beta-Karotin, was in den Obst- und Gemüsesorten in unterschiedlich hoher Konzentration vorhanden ist. Grundsätzlich gilt hier: Je stärker die Früchte in Orange leuchten, umso höher ist der Anteil an Beta-Karotin. Der Nährstoff beispielsweise schützt die Haut und die Schleimhäute vor dem schädlichen Einfluss der Sonne.

Dazu kommt, dass viele Obst- und Gemüsesorten in Orange viel Vitamin C enthalten, was die antioxidative Wirkung des Beta-Karotins noch unterstützt. Wer mit einer Apfelsine in den Tag startet, hat bereits 30 Prozent der empfohlenen Tagesdosis Vitamin C zu sich genommen.


Rot ist ideal für die Entwässerung
Es sind die sogenannten Flavonoide, die für die intensive Rotfärbung von Lebensmitteln wie Rote Beete, Heidelbeeren, Pflaumen oder Brombeeren zuständig sind. Sie haben ebenfalls eine antioxidative Wirkung und sorgen dafür, dass das Blut flüssig bleibt. Sie kräftigen außerdem die Wände der Gefäße und stimulieren die Kontraktion der Venen. Damit helfen alle roten Gemüse- und Obstsorten beim Kampf gegen geschwollene Beine, gegen Wassereinlagerungen im Körper und beugen zusätzlich einer Cellulite vor.


Die Wirkung der Farben am Mittag
Mittags fallen die Farben kräftiger aus, dann steht alles auf dem Speisezettel, was Grün, Gelb und Blau ist. Mais und Kartoffeln, Kohl und Spinat, Brokkoli und Zucchini, Bohnen, Lauch und Erbsen sind ebenso erlaubt wie Schnittlauch und frische Salate. Grün sind die vielen Gemüsesorten, die reich an Ballaststoffen, Wasser und Schwefel sind. In dieser Zusammensetzung sorgen sie effektiv dafür, dass der Körper entgiftet wird. So wird alles aus dem Organismus entfernt, was giftig ist und sich dort durch Alkohol, Tabak und Stress angesammelt hat. Die Gemüsesorten haben noch einen weiteren positiven Effekt: Sie machen satt. Wer mittags eine gesunde Portion Gemüse isst, kann sich stets sicher sein, nicht zu viel zu essen.


Gelb ist ein Energiespender
Alle Lebensmittel, die die Farbe Gelb haben, versorgen den Körper mit reichlich Energie. Hierzu zählen beispielsweise alle pflanzlichen Öle, Margarine und Butter, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Brot und Getreide. Selbst wenn diese Lebensmittel einige Kalorien enthalten, in der richtigen Zusammenstellung wandeln sie diese in pure Energie um. Dazu kommt, dass Produkte aus Getreide sowohl die Vitamine B und E sowie natürliche Proteine und Fettsäuren enthalten, die gesund für Haare, Nägel und Haut sind.


Am Abend wird es bunt und kalorienarm
Lebensmittel in Gold, Violett, Blau und Indigo sollten am Abend auf dem Teller liegen. Auberginen sind beispielsweise arm an Kalorien, enthalten aber sehr viel Kalzium und Eisen sowie die Vitamine B und C. Neben Rotkohl sind am Abend auch Kohlrabi, Radieschen, Brombeeren und Feigen erlaubt. Die Farbe Gold steht übrigens für die gesunden Nüsse, die allerdings ein Teil des Essens und nicht nur ein Snack vor dem Fernseher sein sollten. Sesam und Kürbiskerne sind ebenfalls erlaubt und je bunter der Teller beim Abendessen aussieht, umso gesünder ist die Mahlzeit.


Den ganzen Tag erlaubt: Weiße Lebensmittel
Vielen, die einer körperlich anstrengenden Arbeit nachgehen, reichen die drei Hauptmahlzeiten nicht aus, um ihren Energiespeicher wieder zu füllen. Die Zwischenmahlzeiten sollten aus weißen Nahrungsmitteln bestehen, die besonders reich an Proteinen, aber arm an Fett sind. Proteine sind von großer Bedeutung für den Körper, sie machen satt und halten fit, da die Muskulatur mit ausreichend Eiweiß versorgt wird. Die umstrittene Milch enthält viel gesundes Kalzium, was sich positiv auf das Körpergewicht auswirkt. Zu den weißen Lebensmitteln, die zu jeder Tageszeit gegessen werden dürfen, zählen außerdem Blumenkohl und Litschis, Fenchel oder Tofu.

Als einziges Lebensmittel, was die Farbe Weiß hat, ist nur der klassische Haushaltszucker streng verboten. Wer möchte, kann die weißen Lebensmittel mit in die drei Hauptmahlzeiten aufnehmen. Beispielsweise Hühnchen oder Pute zum Mittagessen, Milchprodukte wie Müsli oder Joghurt zum Frühstück und Meeresfrüchte sowie Fisch zum Abendessen.


Die Regenbogendiät macht Spaß
Diäten gehören nur bedingt zu den Dingen, die wirklich Spaß machen. Abnehmen ist leider nicht so einfach, wie zunehmen, daher sollte es wenigstens eine Diät sein, die die Laune nicht ganz in den Keller fallen lässt. Die Regenbogendiät macht allein deshalb schon viel Spaß, weil viele unterschiedliche bunte Farben auf dem Teller landen. Wer gerne Obst isst, macht sich einen bunten Teller voll mit Melonenstücken und Orangenspalten, Ananaswürfeln, Blaubeeren, Kiwi und Erdbeeren. Karotten und Mais ergeben mit Radieschen und Rotkohl sowie Feldsalat und Tofuwürfeln oder Geflügelfleisch ebenfalls eine tolle Mischung, die gesund ist und außerdem noch satt macht.

Je bunter und vielseitiger die Nahrungsmittel auf dem Teller sind, umso gesünder und besser für die schlanke Figur sind sie auch.

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Bildquelle: © Depositphotos.com / NewAfrica
 

Kommentare

#2 7. Juni 2021
Schön zu sehen wie kreativ da einige Menschen sind. Ich sag jetzt schon mal die Alphabet-Diät voraus. Da darf man dann nur Dinge mit demselben Anfangsbuchstaben essen.
Wie oft gibt es da eigentlich neue Trends? Immer dann wenn irgendeine Frauenzeitschrift nicht weiß was sie schrieben soll, kommt eine neue "Diät der Stars" ans Tageslicht. Eine absurder als die andere, aber Begründungen findet man trotzdem immer wieso diese Diät jetzt viel besser sein soll als ihre Vorgängerinnen.
 
#3 10. Juni 2021 um 15:13 Uhr
Na ja, in diesem Fall gab es den Trend bereits in den Achtziger Jahren. Es wäre interessant zu wissen, warum die Regenbogen Diät dann in Vergessenheit geraten ist.